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Manche Schulen haben eine lange Tradition. Das gilt in jedem Fall auch für das Städtische Gymnasium in Wermelskirchen, dessen Ursprünge bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Auch schon damals gab es unter anderem Deutsch, Englisch und Mathematik als Fächer. Insofern hat sich nicht alles bis heute verändert. Heute bietet die Schule eine umfangreiche Laufbahn von der Erprobungsstufe der Jahrgänge 5 und 6 bis hin zur Oberstufe und auch internationale Vorbereitungsklassen an.
Das Angebot ist vielseitig, wie es auch die Schülerschaft selbst ist. Toleranz, Rücksichtnahme und Empathie sind dabei wichtige Grundpfeiler der Schulphilosophie. Hier soll sich jeder Schüler wohlfühlen können und die Aufmerksamkeit erhalten, die für das individuelle Lernen notwendig ist. Die Schule liegt sehr zentral im mittelständischen Wermelskirchen, das zum Rheinisch-Bergischen Kreis gehört. Weitere Informationen zur Schule gibt es in diesem Artikel.
Offiziell wurde die Schule bereits 1867 gegründet, wenn auch die Ursprünge noch ein paar Jahre weiter zurückreichen. Die Schule liegt sehr zentral in der Stadt und besteht heute aus vier unterschiedlichen Gebäuden, die zusammen den gesamten Komplex bilden. Das Zentrum ist der zentrale Mittelpunkt, der 1976 errichtet wurde. Dazu gibt es noch die Gebäudeteile B bis C, in denen unter anderem die Oberstufe und die Naturwissenschaften zu finden sind. Die Laufbahn am Städtischen Gymnasium kann mit dem fünften Jahrgang beginnen. Dafür gibt es die Erprobungsstufe, die die Jahrgänge 5 und 6 umfasst. Diese beiden Jahre werden als eine pädagogische Einheit verstanden. Es geht darum, dass Kinder ankommen können, dass sie unterstützt und an die neuen Lernformen gewöhnt werden.
Danach geht es ab Jahrgang 7 mit der Mittelstufe weiter, die bis zur zehnten Klasse reicht. Hierbei wird an die Grundlagen der vorherigen Erprobungsstufe angeknüpft, die fachliche und persönliche Entwicklung wird aber weiter vertieft. Es sollen im Verlauf der vier Jahre die Grundlagen geschaffen werden, um später an der Oberstufe teilnehmen zu können. In der Oberstufe wird die Arbeit fortgesetzt, um schlussendlich das Abitur zu erreichen, womit der Weg für Studium und Beruf geebnet wird. Außerdem bietet das Gymnasium eine Berufsorientierung und internationale Vorbereitungsklassen, in denen Schüler unterstützt werden, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist.
Um einen besseren Eindruck davon zu gewinnen, wofür die Schule steht, lohnt ein Blick auf das erarbeitete Leitbild. Damit soll Klarheit darüber geschaffen werden, welche Ziele und Werte für die Schulgemeinde gelten, die gemeinsam vertreten werden. Die Leitlinien sind die Grundlage der gemeinsamen Arbeit und wirken sich unmittelbar auf zukünftige Entscheidungen aus. Dabei wird die Schule als Verbund der Schüler, Lehrer, Eltern und aller mitwirkenden Menschen verstanden.
Das gemeinschaftliche Handeln steht im Mittelpunkt. Es geht dabei um Wertschätzung, Toleranz, Empathie und Rücksichtnahme. Außerdem werden Kooperation, Kommunikation und ein Bewusstsein für Demokratie gefördert, wobei auch ein nachhaltiger Umgang mit der Natur wichtiger Bestandteil des Leitbilds ist. Man will mit Herz und Verstand agieren, was die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Medienkompetenz umfasst, ebenso Kritikfähigkeit und motorische Fähigkeiten. Grundsätzlich gilt, dass für das Leben gelernt wird. Die Bildung wird als existenziell für die Gegenwart und Zukunft der gesamten Gesellschaft gesehen.
Eine Schule setzt sich aus verschiedenen Gruppen von Menschen zusammen. Der Erfolg der Bildung hängt maßgeblich damit zusammen, wie diese Gruppen miteinander agieren. Die Schüler bilden natürlich die wichtigste Säule. Allerdings sind die Schüler nicht nur da, um passiv zu lernen. Sich aktiv einzusetzen, ist wesentlicher Bestandteil des Leitbilds des Städtischen Gymnasiums. Das umfasst auch die Arbeit der Schülervertretung (SV). Sie bietet den Schülern die Möglichkeit, sich selbst einzubringen, Projekte zu organisieren und für die Schülerschaft zu sprechen. Es geht dabei um demokratische Mitbestimmung. Das ist positiv für die gesamte Schulpolitik, ebenso aber auch für die teilnehmenden Kinder, die so viel über Organisation und Mitbestimmung lernen können.

Natürlich sind aber ebenso die Lehrer wichtig. Das Kollegium umfasst derzeit rund 70 Lehrkräfte und einige Referendare. Das Kollegium versteht sich als ein Team, das gemeinsam dafür sorgt, dass die Schüler die optimale Betreuung und Bildung erhalten können. Informationen über das Kollegium, die Lehrer und ihre Fächer gibt es auf der offiziellen Webseite des Gymnasiums. Darüber hinaus gibt es das Team der Mitarbeitenden, zu denen beispielsweise die Sekretärinnen und der Schulverwaltungsassistent gehören. Ebenso wichtig für den Bildungserfolg ist die Einbindung der Eltern, wodurch schulische Prozesse aktiv unterstützt werden können. Am SGW gehen die Arbeiten der verschiedenen Gruppen nahtlos ineinander über.
Wer zu den Ursprüngen des Gymnasiums gehen möchte, muss in das Jahr 1859 springen. Damals wurde ein private Bürgerschule gegründet, die im Jahr 1867 von der Stadt Wermelskirchen übernommen wurde. Daher gilt der 31. Dezember 1867 als Gründungsdatum der Schule. Schon damals gab es die heute bekannten Fächer wie Erdkunde, Physik, Geschichte, Religion, Deutsch, Mathematik, Französisch, Latein und Englisch. 1910 gab es den Umzug in ein neues Schulgebäude. Acht Jahre später erfolgte ein Ausbau, sodass es fortan sechs Klassen geben konnte. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde der Name in “Horst-Wessel-Oberschule” geändert, nach dem Krieg wurde das Gebäude zu einem Krankenhaus umgestaltet.
| 1859 |
Gründung als private Bürgerschule
Der eigentliche Ursprung – eine bürgerlich getragene Privatschule in Wermelskirchen.
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| 1867 |
Übernahme durch die Stadt
Die Stadt Wermelskirchen übernimmt die Schule – der 31. Dezember 1867 gilt als offizielles Gründungsdatum. Schon damals u. a. Deutsch, Mathematik, Latein, Französisch und Englisch.
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| 1910 |
Umzug ins neue Schulgebäude
1918 folgt ein Ausbau auf sechs Klassen.
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| 1933–45 |
NS-Zeit: Umbenennung
Zwangsumbenennung in „Horst-Wessel-Oberschule“ – nach einer zentralen Propagandafigur der Nationalsozialisten. Solche Umbenennungen waren nach 1933 reichsweit üblich, um Schulen ideologisch zu vereinnahmen.
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| 1945 |
Wiedereröffnung nach dem Krieg
Neustart unter schwierigen Bedingungen als Mittelschule – Schüler wechselten nach sechs Jahren an andere Gymnasien. Das alte Gebäude diente zwischenzeitlich als Krankenhaus.
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| 1960 |
Erstes Abitur am Standort
Nach Erweiterungen 1955 und 1957 kann das Abitur erstmals vor Ort abgelegt werden.
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| 1976 |
Erweiterungsbau & Oberstufenreform
Steigende Schülerzahlen führen zum Bau des „Zentrums“ – die Grundstruktur prägt die Schule bis heute.
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| 2002 |
Moderne Fachräume: „Banane“ & „Gurke“
Zwei markante Erweiterungsbauten schaffen moderne Räume für Oberstufe und Naturwissenschaften.
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Die Schule wurde bereits 1945 wieder eröffnet, allerdings unter schwierigen Bedingungen. Sie galt zu dieser Zeit als Mittelschule, sodass Schüler nach sechs Jahren an andere Gymnasien wechselten. 1955 wurde das ursprüngliche Gebäude erweitert. Es folgte zwei Jahre später ein weiterer Anbau. Es wurden mehr Fächer angeboten und ab 1960 konnte man sein Abitur an der Schule machen. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen wurde 1976 ein Erweiterungsbau gebaut und damit auch die Oberstufe reformiert. Die Grundstruktur von damals hat das Gymnasium auch heute noch. Mit den beiden Erweiterungen “Banane” und “Gurke” wurden 2002 moderne Fachräume gebaut, die heute vor allem für die Oberstufe und naturwissenschaftliche Fächer genutzt werden.