Inhalt:
Am Sonntag, 13. September, öffnen historische Gebäude und Anlagen in der Region ihre Türen. Unser Überblick zeigt euch Ziele in Neuwied und Koblenz, Öffnungszeiten, Führungen und wichtige Hinweise für den Besuch.
Bundesweit findet der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr am Sonntag, 13. September, statt. Koordiniert wird der Aktionstag seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Deutschlandweit öffnen an diesem Tag mehrere tausend Denkmale ihre Türen, viele davon sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich.
In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur„. Im Fokus stehen also Bauwerke, die Menschen, Waren oder Orte miteinander verbunden haben, von Brücken über Festungen bis zu Bahnanlagen, ein Motto, das gerade für die Region rund um Rhein und Mosel viel Potenzial bietet.

In Neuwied öffnet unter anderem das historische Bootshaus am Pegelturm, Sitz des Gymnasial-Turn-Ruder-Vereins Neuwied (GTRVN), laut aktuellem Programm von 10 bis 17 Uhr seine Räume. Wer schon immer wissen wollte, wie es hinter den Kulissen des traditionsreichen Ruderclubs direkt am Rhein aussieht, bekommt hier einen seltenen Einblick.
Ebenfalls Teil des Programms ist das Herrnhuter Viertel in der Friedrichstraße, zusammen mit der ehemaligen Knabenanstalt der Herrnhuter Brüdergemeine gleich nebenan. Beide Orte gehören zur historischen Kernsiedlung der Herrnhuter in Neuwied und zählen zu den architektonisch bedeutendsten Zeugnissen der Stadtgeschichte. Auch Schloss Engers in der Alten Schloßstraße ist am Aktionstag zu besichtigen. Darüber hinaus beteiligen sich weitere Orte im Landkreis, etwa in Bad Hönningen, Unkel und Rheinbreitbach, das vollständige Programm listet insgesamt 16 Denkmale in der Region.
In der Umgebung könnt ihr außerdem verschiedene touristische Wanderrouten besuchen, falls ihr den Denkmaltag mit einem Spaziergang durch die Natur verbinden möchtet.

Koblenz organisiert sein Programm in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt, der Koblenz-Touristik, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie mehreren Fördervereinen. Im Mittelpunkt stehen gleich drei Anlagen der ehemaligen preußischen Festung: Fort Konstantin, Fort Asterstein und die Feste Kaiser Franz.
Am Fort Konstantin sind laut Programm Führungen um 10, 11, 12, 13, 14 und 15 Uhr geplant, jede davon dauert etwa 30 Minuten. Der genaue Treffpunkt innerhalb der Festungsanlage wird am Veranstaltungstag selbst ausgeschildert. Auf der Feste Kaiser Franz führen Rundgänge durch den Festungspark, während das Fort Asterstein zusätzliche Einblicke in die Geschichte der Festungsstadt Koblenz bietet. Ergänzt wird das Programm durch das DB Museum Koblenz, passend zum diesjährigen Infrastruktur-Motto.
Der Besuch der Denkmale ist am Aktionstag grundsätzlich kostenfrei, das gehört bundesweit zu den Teilnahmebedingungen für alle beteiligten Orte. Bei einzelnen Führungen, etwa am Fort Konstantin, ist keine vorherige Anmeldung nötig, ihr könnt euch einfach zur jeweiligen Startzeit am ausgeschilderten Treffpunkt einfinden. Bei anderen Programmpunkten in der Region kann das abweichen, deshalb lohnt sich vorab ein Blick ins Detailprogramm.
Das vollständige, laufend aktualisierte Programm für Neuwied und Koblenz findet ihr auf der offiziellen Seite des Tags des offenen Denkmals, auch als kostenlose App für Android und iOS verfügbar. Dort lassen sich alle Orte nach Postleitzahl oder Landkreis filtern, inklusive genauer Adressen und tagesaktueller Programmänderungen.