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Nintendo bringt „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ am 5. November auf die Switch 2. Grafik, Soundtrack und Gameplay werden überarbeitet. Wir zeigen euch, was Nintendo bislang tatsächlich bestätigt hat, was die Fassung kostet und was Fans des N64-Klassikers wissen sollten.
Der Termin steht seit der Zelda-Jubiläums-Direct vom 8. September fest. Das Spiel erscheint weltweit am 5. November 2026, exklusiv für die Nintendo Switch 2.
Auf der alten Switch läuft das Spiel nicht. Angekündigt hatte Nintendo die Fassung schon in der Direct vom 9. Juni. Damals gab es allerdings weder ein Datum noch mehr als wenige Sekunden Material. Einen Upgrade-Pfad gibt es ebenfalls nicht, ihr braucht zwingend eine Switch 2.
Serienproduzent Eiji Aonuma führte in der Direct rund 15 Minuten durch Kokiri-Wald, Deku-Baum und die Ebene von Hyrule. Dabei zeigte Nintendo erstmals, wie weit die Überarbeitung reicht. Drei Bereiche nennt der Hersteller ausdrücklich: Grafik, Soundtrack und Steuerung.
Die Optik wurde nach Nintendos Angaben komplett neu gestaltet. Ins Auge fällt dabei der eigenwillige Figurenstil, der an Marionetten erinnert. Laut einem langjährigen Nintendo-Veteranen geht das auf Shigeru Miyamotos Faible für Puppentheater zurück.
Zu Auflösung und Bildrate hat Nintendo bisher kein Wort gesagt. Wer hier harte Zahlen erwartet, muss sich also noch gedulden. Bestätigt sind außerdem vollständig vertonte Zwischensequenzen und erweiterte Dialoge.
Die Musik wurde symphonisch neu eingespielt. Damit bricht Nintendo mit dem MIDI-Charakter des Originals, den viele Fans mit dem Spiel verbinden. Dieselbe Linie verfolgte der Hersteller bereits bei Breath of the Wild und Tears of the Kingdom.
Kamera- und Bewegungssteuerung wurden überarbeitet. Die spannendste Neuerung betrifft aber die Okarina selbst. Ihr könnt Melodien weiterhin über Tasten spielen, sie aber auch ins Mikrofon der Switch 2 summen. Sogar eine echte Okarina funktioniert als Eingabegerät.
Passend dazu erscheinen zwei Instrumente als Zubehör. Neben einer tatsächlich spielbaren Okarina kommt ein elektronisches Modell von HORI. Dazu gibt es ein neues Questlog, das euch an euren nächsten Schritt erinnert.
Fast die gesamte deutsche Fachpresse schreibt vom „Ocarina of Time Remake“. Nintendo selbst tut das auf seiner deutschen Produktseite nicht. Dort heißt es, der Klassiker sei „für eine ganz neue Ära neu aufgelegt“ und „grundlegend überarbeitet“ worden.
Der Unterschied ist mehr als Wortklauberei. Ein Remake baut ein Spiel von Grund auf neu, eine Neuauflage modernisiert die bestehende Fassung. Nintendo verspricht neu gestaltete Grafik, aufgefrischten Soundtrack und modernisiertes Gameplay, nicht aber ein neu entworfenes Abenteuer. Im englischen Store verwendet der Hersteller allerdings das Wort „remade“.
Die Grundstruktur bleibt unangetastet. Hyrule, die bekannten Dungeons und die Geschichte rund um Link und die Zeitreise funktionieren wie 1998. Wer den Klassiker kennt, findet sich also sofort zurecht.
Auch der Tag-Nacht-Wechsel bleibt erhalten. Die Zeit vergeht weiter unabhängig davon, wo ihr euch gerade befindet. Nach Sonnenuntergang tauchen wie gewohnt andere Figuren und Gegner auf. Die folgende Übersicht zeigt, was sich tatsächlich ändert:
Zum Jubiläum bringt Nintendo passende Hardware heraus. Angekündigt sind eine Switch 2 im Zelda-Design sowie ein dazu passender Pro Controller. Beide sind ebenfalls seit dem 8. September vorbestellbar.
Die Sonderedition erscheint eine Woche vor dem Spiel, nämlich am 29. Oktober 2026. Wer beides zusammen haben möchte, muss die Konsole also separat bestellen. Ein Bundle mit dem Spiel hat Nintendo bislang nicht bestätigt.
Rund um das Jubiläum kündigte Nintendo mehr an als nur Spiel und Konsole. Bestätigt sind neue amiibo-Figuren, darunter Young Link und Young Zelda für 2027. Tippt ihr diese an, erhaltet ihr Masken im Retro-Grafikstil. Jede bestehende Zelda-amiibo-Figur schaltet ebenfalls Extras frei.
Dazu kommt Unterstützung für Zelda Notes in der Nintendo-Switch-App. Der Dienst zeigt euch Tagesfortschritte, stellt Suchaufgaben anhand von Bildern und bietet ein tägliches Quiz mit über 2.000 Fragen. Eine virtuelle Okarina auf dem Smartphone gehört ebenfalls dazu. Angekündigt ist außerdem eine weltweite Konzertreihe zum 40. Jubiläum im kommenden Jahr.
Vorbestellungen laufen seit dem Abend der Direct. Digital kostet das Spiel 59,99 Euro im eShop, die Handelsversion 10 Euro mehr. Der Aufpreis erklärt sich vor allem durch die Verpackung der Erstauflage.
Diese erscheint mit strukturierter Folienhülle und ist nur solange der Vorrat reicht erhältlich. Am Spielinhalt ändert das nichts, es handelt sich um einen reinen Sammlerbonus. Im Nintendo Store liegt der Vorbestellung zusätzlich ein Bonusartikel bei. Wer auf Sammlerstücke verzichtet, fährt mit der digitalen Fassung günstiger.
Wer den Klassiker nie gespielt hat, bekommt hier den bequemsten Einstieg. Vertonte Sequenzen, moderne Kamera und das neue Questlog nehmen dem Spiel seine größten Altlasten. Gerade das Questlog dürfte Neulingen helfen, die die kryptische Wegführung von 1998 nicht gewohnt sind.
Kennt ihr das Original auswendig, hängt es von eurem Geschmack ab. Die Struktur bleibt gleich, neu sind vor allem Optik, Vertonung und Musik. Wer am MIDI-Soundtrack und am N64-Look hängt, findet in der Geschichte des Gamings womöglich mehr Wehmut als hier Begeisterung. Für alle anderen ist es der technisch sauberste Weg zurück nach Hyrule.
Wann kommt Zelda: Ocarina of Time auf die Switch 2?
Am 5. November 2026, weltweit und exklusiv für die Switch 2.
Läuft das Spiel auch auf der ersten Switch?
Nein. Die Fassung ist exklusiv für die Switch 2, ein Upgrade-Pfad existiert nicht.
Was kostet Ocarina of Time für Switch 2?
Digital 59,99 Euro im eShop, die Handelsversion 69,99 Euro. Der Aufpreis geht auf die Verpackung der Erstauflage zurück.
Ist es ein echtes Remake?
Nintendo spricht auf Deutsch von einer neu aufgelegten und grundlegend überarbeiteten Fassung. Die Grundstruktur des Originals bleibt erhalten.
Wann erscheint die Zelda-Switch-2 im Sonderdesign?
Die Sonderedition der Konsole kommt am 29. Oktober 2026, also eine Woche vor dem Spiel.
Brauche ich eine echte Okarina?
Nein. Melodien lassen sich weiterhin per Tastendruck spielen, Summen und echte Instrumente sind optional.