Steigende Strompreise: Diese Tipps helfen, die Kosten zu senken

Steigende Strompreise: Diese Tipps helfen, die Kosten zu senken

Die Strompreise in Deutschland sind in den letzten Jahren stark gestiegen, was Haushalte zunehmend belastet. Besonders in der aktuellen Wirtschaftslage, wo Kosten in vielen Bereichen ansteigen, wird das Thema Stromersparnis immer relevanter. Verbraucher stehen vor der Herausforderung, ihre Ausgaben zu optimieren und gleichzeitig den Komfort zu bewahren. Der Strommarkt zeigt sich dabei volatil und unvorhersehbar, was die Planung zusätzlich erschwert.

Im Artikel schauen wir auf die verschiedenen Faktoren, die zu den hohen Strompreisen beitragen. Dabei wird nicht nur auf globale Entwicklungen eingegangen, sondern auch auf spezifische nationale Entscheidungen. Wir zeigen praktikable Lösungen, wie Verbraucher trotz der steigenden Preise ihre Stromkosten senken können. Von der Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zu alltäglichen Energiespartipps – entdecken Sie Wege, wie Sie effizient und nachhaltig Ihre Energiekosten reduzieren können.

Keine Wende in Sicht

Die Ursachen für die steigenden Strompreise sind unterschiedlich. Neben Faktoren wie den Rohstoffpreisen hat die Bundesregierung an den Entwicklungen einen gehörigen Anteil. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Zahlenakrobatik der Ampel hatten die Spitzen von SPD, Grünen und FDP die Aufgabe, 5,5 Milliarden Euro aus dem Haushalt einzusparen.

Die Wahl fiel unter anderem auf den Wegfall der Stabilisierung der Netzentgelte. Gleichzeitig hat die Regierung in Berlin die Strompreisbremse auslaufen lassen. Beide Maßnahmen könnten bei einer vierköpfigen Familie zusätzliche Kosten von fast 200 Euro im Jahr verursachen.

Fossile Brennstoffe werden teurer

Hinzu kommt ein volatiler Rohstoffmarkt. Zwar sind die Preise für Erdgas von ihren Spitzen zurückgekommen, die Marktteilnehmer bleiben jedoch nervös. Ein Beispiel waren Kurssprünge, als die Arbeiter in Australiens Förderanlagen in den Streik traten. Trotzdem hat sich der Erdgas-Preis an der Börse auf das Niveau vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine zurückentwickelt.

Dies nutzt dem Verbraucher jedoch nicht viel, denn die Bundesregierung hat den Preis für eine Tonne CO₂ von 30 auf 45 Euro erhöht. Dies wirkt sich auch auf die Strompreise aus. Für die kommenden Jahre sind weitere Preiserhöhungen geplant.

Netzausbau macht Strompreise extrem teuer

Eine Herkulesaufgabe ist der Netzausbau. Dabei geht es um den Transport des Windstroms aus dem Norden in den Süden Deutschlands. Dort befindet sich die energieintensive Industrie. Nach jahrelangen Verzögerungen kommt das Projekt nun in Gang, wird aber nach den Berechnungen der Beratungsgesellschaft McKinsey sehr kostenintensiv. Die Experten rechnen mit 700 bis 850 Milliarden Euro bis 2035. Eventuell 150 Milliarden Euro Einsparpotenzial werden an der Einschätzung nichts ändern, dass mit sinken Strompreise nicht zu rechnen ist.

Abhängigkeit von Versorgern reduzieren

Abhängigkeit von Versorgern reduzieren Wer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, kann seinen Strom zumindest zu einem Teil autark produzieren. Von der Investition abgesehen, entstehen bei der Produktion von Solarstrom keine Kosten. Nur, was machen die Menschen in den Städten, die in Miet- oder Eigentumswohnungen leben? Auch dafür gibt es eine Lösung.

Balkonkraftwerke passen an jede Balkonbrüstung und können die Stromkosten deutlich reduzieren. Sie lassen sich leicht installieren und sind in Deutschland problemlos zu betreiben. Das hilft die Strompreise dauerhaft zu senken. Als kleines Kraftwerk produziert sie den Strom für den Bedarf der eigenen Wohnung. Bis zu 600 Watt dürfen aktuell ins Netz eingespeist werden. Diese Grenze wird voraussichtlich Anfang April auf 800 Watt steigen. Die Bundesregierung setzt damit eine EU-Richtlinie um. Reicht die Energiemenge einmal nicht aus, wird der Strom aus dem öffentlichen Netz genutzt. Nur dann fallen Verbrauchskosten beim örtlichen Versorger an.

Bei der Wahl des kleinen Kraftwerkes sollten Verbraucher auf die Qualität des Zubehörs achten. Ein hochwertiges Montagesystem garantiert eine extreme Haltbarkeit, auch wenn sich ein Unwetter ereignet. Apropos Wetter: PV-Anlagen erreichen die besten Ergebnisse, wenn die Sonne scheint. An Tagen mit Bewölkung sind rund 30 Prozent der Maximalleistung zu erwarten. Selbst dann hilft das Balkonkraftwerk bei der Reduzierung der Stromkosten.

Südlage nicht nötig bei Photovoltaik

Südlage nicht nötig Viele Wohnungsbesitzer fragen sich wahrscheinlich, ob sich eine solche Investition lohnt, wenn der Balkon nicht nach Süden ausgerichtet ist. Diese Frage lässt sich eindeutig mit „Ja“ beantworten. Meist sind wir Menschen über den Tag nicht zu Hause. Den meisten Strom verbrauchen wir am Morgen vor der Fahrt zur Arbeit und am Abend. Dann nutzen wir den Fernseher oder den Computer sowie den Herd, um uns das Abendmahl zuzubereiten.

Deshalb ist die Ausrichtung eines Balkonkraftwerkes nach Osten oder Westen durchaus sinnvoll. Da die kleinen PV-Anlagen Strom nicht gut speichern können, lohnt sich die Nutzung der prallen Sonneneinstrahlung am Mittag nicht um die Strompreise zu senken. Am Abend ist die Sonne weit Richtung Westen gewandert, sodass die Effizienz einer nach Süden ausgerichteten Anlage nicht optimal ist. Dieser Vorteil kompensiert bei der Ost- oder Westlage den Nachteil, dass im Winter wenig Energie gewonnen wird.

Sparpotenzial nutzen und Strompreise senken

Sparpotenzial nutzen Es gibt zum Sparen bei den Stromkosten weitere Optionen. Die naheliegendste Maßnahme ist die Reduktion des Energieverbrauchs. Zu einem bewussteren Umgang mit Strom gehört es, Elektrogeräte nicht im Stand-by-Betrieb zu lassen. Hier lassen sich laut Verbraucherschützern zehn Prozent der Stromkosten reduzieren. Zeitschaltuhren oder abschaltbare Steckdosenleisten erleichtern das Abschalten aller Geräte.

Ein weiterer Aspekt ist die effiziente Nutzung von Haushaltsgeräten. Eine volle Waschmaschine hilft ebenso beim Sparen, wie ein bewusstes Kochen und Backen. Kühlschränke verbrauchen mehr Energie, wenn sie direkt neben einer Wärmequelle stehen. Eine um ein Grad niedrigere Umgebungstemperatur reduziert den Stromverbrauch um sechs Prozent. Zudem ist es sinnvoll, regelmäßig alte gegen effizientere, neue Gräte zu tauschen, dadurch sinkt der Verbrauch und automatisch auch ihre Strompreise.

Preisvergleich der Strompreise

Der Strommarkt ist sehr volatil. Es lohnt sich, regelmäßig die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Dabei spielt nicht nur der Preis eine Rolle. Verbraucher sollten auf kurze Vertragslaufzeiten achten, um reagieren zu können, wenn andere Anbieter günstiger werden. Vom Wechsel des Stromanbieters an der Wohnungstür ist abzuraten. Entscheidend für eine gute Wahl ist ein genauer Vergleich der Konditionen. Dies ist ohne die Beeinflussung von Außendienstmitarbeitern eines Anbieters einfacher. Die Strompreise werden auch in den kommenden Jahren hoch bleiben. Um so wichtiger ist es, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.