Sicherheit im Gaming: Worauf sollten Spieler Acht geben?

Sicherheit im Gaming: Worauf sollten Spieler Acht geben?

Im Internet zu spielen macht Spaß, weshalb es auch Millionen von Menschen täglich machen. Ob am Smartphone, an der Konsole oder am PC – viele Menschen, ob jung oder alt, spielen gerne und viel. Doch bei dieser Menge an Spielen und Spielern gibt es auch einige Gefahren, über die man Bescheid wissen sollte.

Sicherheit für Spieler ist ein wichtiges Thema, das allerdings weiterhin nur unzureichend behandelt wird. Risiken bestehen in vielerlei Hinsicht. Von Malware und Viren über Kontoübernahmen bis hin zu Kostenfallen lauern einige Gefahren in der Welt der Online-Spiele. Dazu kommen psychologische Risiken, was vor allem für junge Menschen gefährlich werden kann. Auch im regulierten Glücksspielbereich gewinnt der Schutz persönlicher Daten zunehmend an Bedeutung, wie etwa die Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Glücksspiel (DGGS) mit OneTrust im Bereich Datenschutz und Spielersicherheit zeigt.

Die Risiken beim Online-Gaming

Die Liste potenzieller Risiken beim Gaming oder im Internet allgemein ist lang. Es ist aber wichtig, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um wirklich sicher Spaß haben zu können.

Malware, Viren & Spyware

Ein Computer kann infiziert werden. Das bedeutet, dass sich schädlicher Code in das System einschleicht, der auf die eine oder andere Weise für Unheil sorgt. Nun gibt es zwar Antivirus-Programme und Sicherheitssysteme, die auch auf Mal- und Spyware schauen, doch diese bieten nur bis zu einem gewissen Grad Schutz.

Wer unvorsichtig klickt, kann sich entsprechenden Schadcode schnell auf den Rechner holen. Das kann über Cheat-Codes, Add-ons oder auch Gratis-Versionen geschehen. Daher ist eine gesunde Skepsis wichtig.

Identitätsdiebstahl & Social Engineering

Beim Identitätsdiebstahl nutzt eine andere Person die eigenen Daten, um sich damit Vorteile zu verschaffen. Beispielsweise können Waren auf den Namen und die Kontodaten der geschädigten Person gekauft werden, was schnell mehrere tausend Euro Schaden bedeuten kann. Durch Social Engineering werden genug Daten gesammelt, um sich für eine andere Person auszugeben, ohne dass ein Konto gehackt werden muss. Informationen erhalten die Kriminellen unter anderem in Foren und Chats, weshalb es wichtig ist, mit privaten Daten sehr sorgsam umzugehen.

Kontoübernahme (Account Hacking)

Kontoübernahme (Account Hacking)Konten werden heute überall angelegt. Und auch für die meisten Spiele braucht es in der ein oder anderen Form ein Konto, meist für die Spieleplattformen. Durch Account Hacking können diese Konten übernommen werden. Brute-Force-Angriffe sind eine Möglichkeit. Dabei werden automatisch Passwörter ausprobiert.

Die größte Schwachstelle ist aber die Nutzung schwacher Passwörter, was auch die doppelte Nutzung bei verschiedenen Diensten bedeuten kann. Ist ein Konto erst einmal übernommen worden, können damit auch In-Game-Items oder Kreditkartendaten gestohlen werden.

Doxing & Swatting

Es müssen gar nicht immer Kriminelle sein, die ein Konto hacken. Zu öffentliche Daten und böse Absichten reichen aus, um ein Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Werden private Daten wie Telefonnummern oder Adresse veröffentlicht, können Doxing und sogar Swatting die Folge sein. Bei letzterem wird ein falscher Notruf abgegeben, sodass die Polizei oder sogar Spezialeinheiten bei dem Opfer vor der Tür stehen. Es gibt sogar Fälle aus den USA, bei denen unschuldige Opfer durch Swatting-Einsätze getötet wurden.

Phishing & Cross-Site Scripting (XSS)

Ein Klassiker des Betrugs im Internet tritt auch häufig im Zusammenhang mit Gaming auf. Die Rede ist von Phishing oder auch Cross-Site Scripting. Dabei werden E-Mail-Adressen oder Links so dargestellt, als wenn sie harmlos oder seriös sind. Dahinter verbergen sich dann aber Seiten, auf denen Daten zum Login abgegriffen werden. Vor allem veraltete Seiten bieten oft nicht die notwendigen Sicherheitsstandards, um das Abfangen von Skripten zu verhindern. Daher sollte man nie einfach so auf irgendwelche Links klicken, weder in E-Mails, noch in Chats oder Foren.

DDoS-Angriffe

DDoS-AngriffeHinter diesem Begriff verbergen sich Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS). Dabei werden ganz gezielt Webseiten überlastet, etwa durch Botnetze, was in Zeiten von KI noch einfacher geworden ist. Solche Angriffe richten sich oft an Unternehmen und kritische Infrastruktur, um damit normale Abläufe und Geschäftsbetriebe zu stören.

Tatsächlich ist es aber auch schon vorgekommen, dass gezielt IP-Adressen einzelner Spieler Ziele des Angriffs geworden sind, um sie an der Teilnahme im Wettbewerb zu hindern.

Datenschutzverletzungen

Seit einigen Jahren ist immer wieder die Rede vom Datenschutz, weshalb auch schon von politischer Seite einige Maßnahmen ergriffen wurden. Manche nehmen das Thema nach wie vor nicht ernst, doch die Gefahr ist sehr real. Es kann immer vorkommen, dass irgendein Dienst gehackt wird, sodass Angreifer persönliche Daten erhalten. Umso wichtiger ist es, dass durch Datenschutzmaßnahmen die meisten Daten gesichert sind oder erst gar nicht erhoben werden. Dazu tragen die Nutzer auch selbst bei, indem sie sich nicht einfach überall registrieren und ihre Daten angeben.

Cyber-Mobbing

Das Phänomen gab es schon früher, doch hat es sich durch das Internet noch um ein Vielfaches verstärkt. Die Rede ist von Mobbing, bei dem Opfer kontinuierlich beleidigt und gedemütigt werden. Manchmal dient es dem Erpressen von Informationen, meist geht es aber nur darum, gezielt psychischen Schaden zu verursachen. Mobbing ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstzunehmendes Thema. Wer Opfer geworden ist, kann sich unter anderem Hilfe beim Bündnis gegen Cybermobbing suchen. (URL: https://buendnis-gegen-cybermobbing.de/hilfe.html)

Kostenfallen

KostenfallenAm Ende geht es meistens ums Geld. Und daher ist gerade bei Gamern, die viel Geld für Spiele, Items und sonstige Inhalte ausgeben, große Vorsicht gefragt. Es gibt zahlreiche versteckte Kostenfallen, die bei In-App-Käufen anfangen und bis zum Betrug beim Handel mit virtuellen Gütern reichen. Größtenteils werden solchen Praktiken zwar gesetzliche Riegel vorgeschoben, doch gerade bei unbekannten Seiten und Anbietern ist immer Vorsicht angesagt.

So schützt man sich im Internet

Die große Frage ist also, wie man sicher durch das Internet kommt und sich entsprechend auch beim Gaming keine Sorgen zu machen braucht. Es gibt verschiedene Aspekte, die man beachten sollte.

Prävention und Verhalten

Technisch gibt es vieles, was man tun kann, doch am Ende kommt es auf das eigene Verhalten an. Das bedeutet, dass man beim Spielen und im Internet allgemein die Augen offen halten muss. Wer auf dubiosen Seiten unterwegs ist und womöglich illegale Software und Spiele nutzen möchte, braucht sich nicht zu wundern, wenn dort auch Gefahren lauern. Der sichere Weg ist über die offiziellen Spieleplattformen wie Steam, Epic, GOG oder auch den App Store. Generell sollte man immer ganz genau schauen, bevor man auf Links oder Buttons klickt. Das sollte man in Chats, Foren und E-Mails ohnehin nie tun.

Daten sind eine Ressource, die sehr wertvoll ist und daher immer wieder ins Visier der Kriminellen gerät. Daher gilt, dass man sehr sparsam mit Daten umgehen sollte. Benutzernamen sollten beispielsweise keinen Hinweis darauf liefern, wie der richtige Name lautet, wo man wohnt oder wie alt man ist. Auch sollte man mit Account-Sharing zwischen Freunden aufpassen. Das ist zwar verständlich, aber letztendlich erhöht es das Risiko. Wer seine alten Geräte wie Konsolen und Computer verkauft, sollte darauf achten, dass wirklich alle Daten gelöscht werden und man nicht noch mit Konten angemeldet ist.

Technischer Schutz

Technischer SchutzAuf technischem Wege gibt es ebenfalls einige Dinge, die man beachten kann. Es fängt beim Passwort-Management an. Ein Passwort sollte möglichst aus mindestens 12 Zeichen bestehen, außerdem aus großen und kleinen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Für jedes Konto sollte ein einzigartiges Passwort genutzt werden. Helfen können Passwort-Manager. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung dient als zusätzliche Schutzmauer. Dabei erhält man nach Anmeldung noch einen Code per SMS oder App, sodass die Identität zusätzlich überprüft wird.

Der Einsatz von VPNs (Virtual Private Networks) ist ein legitimes Mittel, um sicherer unterwegs zu sein. Dadurch wird vorgetäuscht, dass man sich in einem anderen Netzwerk befindet. Das kann bei Transaktionen in öffentlichen Netzwerken helfen, ebenso vor DDoS-Angriffen schützen. Wichtig ist zudem, dass man regelmäßig Updates der Betriebssysteme, Spiele und Apps durchführt. Viele dieser Updates sind sicherheitsrelevant. Im besten Fall kann man dem Computer, an dem man spielt, nur eingeschränkte Rechte zum Spielen geben, damit Schadsoftware keine Administratorrechte erhält.

Besonderes Augenmerk bei Kindern

Es gibt einiges, worauf man achten kann und sollte, wenn man sich sicher in der Welt des Gaming bewegen will. Das gilt insbesondere für jüngere Menschen. Es ist vollkommen normal, dass auch Kinder bereits am Computer oder der Konsole spielen wollen. Umso wichtiger ist es aber, dass Erwachsene für Aufklärung sorgen und über Sicherheitsbedenken sprechen. Gerade Köderfallen, bei denen mit Geschenken gelockt wird, sind für Kinder gefährlich. Hier müssen Erwachsene ein Auge darauf werfen, zumal sie im Schadensfall auch haften müssen. Außerdem ist es sinnvoll, bestimmte Seiten und Anbieter zu sperren, um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen.

Fazit zur Sicherheit im Gaming

Fazit zur Sicherheit im Gaming Wo Gaming stattfindet, ist auch ein Game Over nicht weit. Was in einem Spiel nur ärgerlich ist, kann im echten Leben zu ernsthaften Konsequenzen führen. Sicherheit muss daher ein wichtiges Thema bleiben, wenn es um Spiele im Internet geht. Das gilt natürlich vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind nicht ausgenommen.

Es gibt viele Gefahren, die unterschiedliche Gründe haben. Der beste Schutz ist dabei nach wie vor Vorsicht. Das gilt im Umgang mit persönlichen Daten, aber auch beim Klicken von Links und Besuchen von Seiten. Wer offizielle Plattformen nutzt, keine persönlichen Daten angibt und noch dazu sichere Passwörter mit zusätzlicher Zwei-Faktor-Authentifizierung wählt, ist auf einem guten Weg, ein sicheres Spielerlebnis genießen zu können.