Der Detektiv – eine reine Filmfigur?

Beruf Detektiv - In der Realität so wie im Film?

Das klassische Bild des Privatdetektivs, der Detektiv der in einem verrauchten Zimmer sitzt und einen Eindruck erweckt, bei dem sich der Zuschauer nicht sicher ist, auf welcher Seite dieser selbst ernannte Ermittler eigentlich steht – so oder ähnlich wurde das Bild des Detektivs besonders durch den Film Noir geprägt.

Bis heute schwirrt es so in den Köpfen herum, obwohl die Zeit dieses Filmgenres längst vorbei ist und sich jeder selbst denken kann, dass sich das Bild und das Tätigkeitsfeld einer Detektei deutlich verändert hat.

Das tatsächliche Aufgabengebiet von Detektiven

Wer tatsächlich Interesse an der Arbeit professioneller Detektive hat oder sogar überlegt, selbst einen solchen zu engagieren, der sollte sich das Tätigkeitsfeld anhand einer modernen Detektei zu Gemüte führen. Dabei wird schnell klar, dass es auch heute noch Situationen gibt, in denen der Detektiv jemanden beschatten muss. Der Grund dafür ist der, dass es die Aufgabe der Detektei ist, Beweise zu finden und zu sicher, die vor Gericht verwertbar sind. Wem bislang die nötigen Beiweise fehlen, wer nicht weiß, wie sich diese beschaffen lassen oder sich dafür in Gefahr begeben müsste, der greift auf die Leistungen der Detektei zurück. Gerade, wenn es zeitlich knapp wird, wenn eine gerichtliche Verhandlung bereits angesetzt ist, sind Kläger oder in selteneren Fällen, Angeklagte, auf die Hilfe der Profis angewiesen.

Wie sieht die Ausbildung zum Detektiv aus?

Die Ausbildung zum Detektiv Kinder und Jugendliche träumen gerade wegen des weiter oben beschriebenen Bildes des coolen und abgebrühten Detektivs, wie es im Film gezeigt wird, von diesem Beruf. Tatsächlich hat die Realität heute damit wenig zu tun, obwohl es natürlich nicht weniger spannend zugeht. Von einer Detektei und ihren Mitarbeitern wird absolute Professionalität und zudem Diskretion erwartet. Nicht jeder ist für den manchmal nervenaufreibenden Beruf geeignet, weshalb es sich umso mehr lohnt, einen Blick auf die Anforderungen und die Ausbildung zu werfen.

Meistens kommen Detektive heute zum Einsatz, wenn es um Themen wie die Betriebsspionage geht. Seltener geht es um private Angelegenheiten, wie das Beschatten von Ehepartnern, bei denen der Verdacht des Fremdgehens oder eines anderweitigen Betrugs besteht. Es zeigt sich schon jetzt, dass von angehenden Detektiven eine hohe Technikaffinität verlangt wird. Tatsächlich ist es so, dass sich die Mitarbeiter einer Detektei heute häufig in digitalen Gefilden aufhalten und nicht mehr unbedingt in die dubiose und gefährliche Unterwelt eintauchen.

Der Ausbildungsweg zum Detektiv ist flexibel

Der Ausbildungsweg eines Detektivs ist nicht festgelegt. Das liegt unter anderem daran, dass es sich bei einem Detektiv nicht um einen geschützten Beruf handelt, so wie das bei Bäcker oder aber auch bei einem Arzt der Fall ist. Wer also Detektiv werden möchte, der muss keinem bestimmten Weg folgen. Dennoch bedeutet das nicht, dass jeder ohne Weiteres Detektiv werden kann oder sich als ein solcher bezeichnen darf.

In den allermeisten Fällen bringen Personen, die in eine Detektei wechseln, die nötige Erfahrung bereits aus einem anderen Bereich mit. Oftmals wechseln angehende Detektive aus dem Militär oder von der Kriminalpolizei in eine private Detektei. Es sind also die Fähigkeiten, die darüber entscheiden, ob jemand überhaupt in Erwägung gezogen wird, um für eine Detektei zu arbeiten. Immer öfter wechseln auch Juristen oder IT-Spezialisten in dieses Feld. Wie bereits erwähnt, verlagern sich immer mehr Verbrechen ins Internet und die Juristen braucht es, weil die Rechtslage nicht immer klar ist und tendenziell immer komplexer wird.

Ob jemand wirklich für den Job geeignet ist, das zeigt sich am Ende natürlich an der Aufklärungsnote. Diese ist bei einer Detektei in der Regel wesentlich höher als das etwa den Strafverfolgungsbehörden der Fall ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: die Detektei bedient sich umfassenderer Mittel. Geht präziser und spezialisierter vor. Sie konzentriert sich auf wenige, wichtige Fälle.

Wann ist es an der Zeit, eine Detektei zu engagieren?

Die meisten Menschen denken, dass sie wahrscheinlich niemals auf die Tätigkeit eines Detektivs angewiesen sind. Tatsächlich mag daran etwas Wahres dran sein, dennoch ist die Quote derer, die sich im Laufe ihres Lebens einer Detektei bedienen müssen, überraschend hoch. Gerade im unternehmerischen Umfeld sieht sich die Unternehmensleistung immer größeren Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Wie bereits erwähnt, richtet die Industriespionage erhebliche Schäden in deutschen Unternehmen an. Ebenso groß sind die Schäden durch Diebstahl oder Sabotage. Gibt es kein Beweismaterial, so ist kein Vorgehen gegen die böswilligen Personen möglich. Was es dann braucht, ist ein schnelles und gezieltes Beschatten, um gegen die ermittelten Personen rechtlich vorgehen zu können.

Eine Detektei engagieren

Tatsächlich muss es sich nicht immer direkt um kriminelle Akte handeln. Manchmal kommen Detektive zum Einsatz, um etwa zu überprüfen, ob der Arbeitsschutz eingehalten wird oder ob schlampiges Arbeiten oder Fahrlässigkeit zu einem erhöhten Risiko für Unfälle oder Verletzungen führen.

Das Berufsfeld des Detektivs wird immer größer und verlagert sich immer mehr ins Digitale. Die tatsächlichen Methoden, die zum Einsatz kommen, unterscheiden sich von Detektei zu Detektei. Das Bild, das in den Medien von Detektiven gezeigt wird, hat kaum etwas mit der Realität zu tun. Tatsächlich sind Detektive unerlässlich, wenn Spuren und Beweise in Kürze gefunden werden müssen und dabei von einer solchen Qualität sein müssen, dass sie vor Gericht verwertbar sind und damit die Aussage des Mandanten untermauern.