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Apple hat am 13. Oktober 2026 zwei neue Geräte fürs Wohnzimmer vorgestellt. Das Apple TV 4K der vierten Generation bekommt einen schnelleren Prozessor und eine verbesserte Fernbedienung. Beim HomePod mini 2 gibt es einen neuen Chip, zusätzliche Klangfunktionen und fünf Farben. Beide Geräte lassen sich in Deutschland bereits vorbestellen. Bei Siri AI und dem neuen Smart-Home-Display HomeView müssen deutsche Käufer allerdings Abstriche machen.
Interessant ist vor allem die Möglichkeit, vier HomePods mit dem Apple TV zu einem Surround-System zu verbinden. Doch die Ausstattung hat ihren Preis. Wir zeigen euch, was die neuen Geräte kosten, welche Funktionen hierzulande verfügbar sind und ob sich ein Wechsel von der Vorgängergeneration lohnt.
Preise und Termine in Deutschland
Das neue Apple TV 4K kostet 349 Euro. Anders als beim Vorgänger gibt es nur noch eine Variante mit 128 GB Speicher und Ethernet-Anschluss. Die bisherige günstigere Version mit 64 GB fällt weg. Der HomePod mini 2 kostet 169 Euro und ist in Weiß, Blau, Grün, Rosa und Mitternacht erhältlich.
Der HomePod mini 2 erscheint am 30. Oktober 2026, das Apple TV 4K folgt am 13. November. Beide Geräte können seit dem 13. Oktober vorbestellt werden.
| Gerät | Preis | Marktstart |
| Apple TV 4K (4. Generation) | 349 € | 13. November 2026 |
| HomePod mini 2 | 169 € | 30. Oktober 2026 |
| Siri Remote (4. Generation), einzeln | 69 € | 13. November 2026 |
| Apple HomeView | Kein Europreis angekündigt | Nicht in der EU erhältlich |
Mit 349 Euro liegt das Apple TV deutlich über einfachen Streaming-Sticks. Dafür bietet es mehr Leistung und Funktionen für das vernetzte Zuhause. Wer hauptsächlich Netflix oder Prime Video schaut, wird den Aufpreis allerdings nicht unbedingt ausnutzen.
Was das neue Apple TV 4K besser macht

Am Gehäuse hat Apple kaum etwas verändert. Im Inneren arbeitet jetzt der A19-Chip, der laut Hersteller deutlich schneller ist als der A15 Bionic im Vorgänger. Apple verspricht bis zu 50 Prozent mehr CPU-Leistung und die doppelte Grafikleistung. Davon sollen vor allem Spiele, Animationen und die Navigation durch Apps profitieren. Ob der Unterschied beim normalen Streaming auffällt, bleibt abzuwarten.
Dazu kommt ein eigener AV1-Decoder. Dieser Videocodec ermöglicht es, hochauflösende Inhalte mit weniger Bandbreite zu übertragen, sofern der jeweilige Streamingdienst ihn unterstützt. Auch die Funktechnik wurde aktualisiert. WLAN 7, Gigabit-Ethernet und Thread gehören zur Ausstattung. Das Bild bleibt bei maximal 4K mit 60 Bildern pro Sekunde. Dolby Vision, HDR10+ und Dolby Atmos werden weiterhin unterstützt.
Siri ohne Fernbedienung bedienen
Neu sind drei Fernfeldmikrofone direkt im Apple TV. Ihr könnt Siri damit aufrufen, ohne die Fernbedienung in die Hand zu nehmen. Eine Echounterdrückung soll dafür sorgen, dass der Sprachassistent euch auch dann versteht, wenn gerade ein Film oder Musik läuft. Die freihändige Sprachsteuerung funktioniert auch auf Deutsch, allerdings zunächst ohne die neue Siri AI.
Praktischer wird die Suche nach der Fernbedienung. Die Siri Remote der vierten Generation besitzt einen Lautsprecher und unterstützt die Genaue Suche über die App „Wo ist?“. Ein kompatibles iPhone zeigt euch die Richtung und Entfernung an. Dafür benötigt ihr ein iPhone 17 oder neuer, ausgenommen das iPhone 17e, oder eines der weiteren von Apple unterstützten Modelle.
Die neue Fernbedienung funktioniert auch mit älteren Apple-TV-Geräten bis zurück zum Apple TV HD. Wenn ihr nur die verbesserte Suche nutzen möchtet, könnt ihr sie für 69 Euro einzeln kaufen.
Eine kleinere Neuerung betrifft iCloud-Fotos. Ihr könnt jetzt genauer auswählen, welche Bilder als Bildschirmschoner auf dem Fernseher erscheinen. Die gesamte Mediathek muss dafür nicht sichtbar sein. Wer viele Fotos synchronisiert, sollte seinen iCloud-Speicher im Blick behalten, bevor zusätzlicher Speicherplatz gebucht wird.
HomePod mini 2: Klang, Licht und Mac

Sechs Jahre nach dem ersten HomePod mini bringt Apple die zweite Generation auf den Markt. Die kompakte Kugelform bleibt erhalten, im Inneren steckt jetzt der S10-Chip. Zusammen mit Computational Audio soll er Musik in Echtzeit analysieren und Dynamik, Lautstärke und Klangabstimmung verbessern.
Der HomePod mini 2 behält seinen 360-Grad-Sound. Ihr könnt ihn einzeln verwenden, zwei Lautsprecher als Stereopaar verbinden oder Musik gleichzeitig in mehreren Räumen abspielen. Ob der neue Chip den Klang hörbar verbessert, müssen unabhängige Tests zeigen.
Sound Glow bringt Farbe ins Spiel
Die auffälligste optische Neuerung nennt Apple Sound Glow. Die beleuchtete Oberseite reagiert auf Bässe und Höhen und pulsiert im Rhythmus der Musik. Dabei orientieren sich die Farben am Cover des aktuellen Albums. Auch Hintergrundgeräusche wie Regen bekommen passende Lichtanimationen.
Sound Glow ist vor allem eine optische Ergänzung. Für die Sprachsteuerung der Lichtfunktion benötigt ihr allerdings ein kompatibles iPhone mit Apple Intelligence und aktueller Software. Musik hören und die normalen Touch-Bedienelemente verwenden könnt ihr auch ohne diese Voraussetzung.
HomePod mini 2 als Mac-Lautsprecher
Der neue HomePod lässt sich außerdem als Standardlautsprecher für einen Mac verwenden. Damit eignet er sich nicht nur für Apple Music, sondern auch für Filme, Spiele und Videoanrufe. Es gibt jedoch eine technische Einschränkung: Der Mac muss WLAN 6E oder neuer unterstützen. Die Funktion arbeitet mit einem einzelnen HomePod oder einem Stereopaar.
Im Smart Home übernimmt der Lautsprecher weiterhin die Steuerung kompatibler Lampen, Thermostate und anderer Geräte. Auch die Geräuscherkennung bleibt erhalten. Sie kann Alarmtöne von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern erfassen und eine Warnung an eure Apple-Geräte senden. Einen eigenen Rauchmelder ersetzt der HomePod damit nicht.
Vier HomePods als Surround-System: Was kostet das?

Bisher ließen sich HomePods am Apple TV vor allem als Stereopaar für die Fernsehwiedergabe einsetzen. Das neue Apple TV 4K ermöglicht nun erstmals ein Surround-System aus vier HomePod-Lautsprechern.
Dafür stellt ihr zwei Lautsprecher vorne und zwei hinten auf. Möglich sind vier HomePod mini 2 oder vier große HomePods der zweiten Generation. Ihr könnt auch zwei große HomePods vorne und zwei HomePod mini 2 hinten verwenden. Entscheidend ist, dass die Lautsprecher innerhalb des vorderen und hinteren Paares jeweils identisch sind.
Apple verspricht eine weitgehend automatische Einrichtung. Die Geräte sollen ihre Positionen im Raum erkennen und Lautstärke sowie zeitliche Wiedergabe entsprechend abstimmen. Ob das Ergebnis mit klassischen Surround-Anlagen mithalten kann, lässt sich vor einem unabhängigen Hörtest noch nicht beurteilen.
So teuer wird das Heimkino
Vier HomePod mini 2 kosten zusammen 676 Euro. Dazu kommt das Apple TV 4K für 349 Euro. Für eine komplette neue Anlage zahlt ihr damit insgesamt 1.025 Euro, den Fernseher nicht mitgerechnet.
Wer bereits passende HomePods besitzt, kann die vorhandenen Geräte weiterverwenden. Die erste Generation des HomePod mini lässt sich allerdings nicht in das neue Vier-Lautsprecher-Setup einbinden. Dafür benötigt ihr das Apple TV 4K der vierten Generation und kompatible Lautsprecher mit aktueller Software.
Für mehr als 1.000 Euro bekommt ihr auch gute Soundbars oder klassische Surround-Systeme mit separaten hinteren Lautsprechern. Apples Lösung ist deshalb besonders dann interessant, wenn ihr bereits mehrere HomePods besitzt oder möglichst wenig Aufwand bei der Einrichtung haben möchtet.
Was in Deutschland fehlt: Siri AI und HomeView
Bei den neuen Geräten gibt es einige Unterschiede zwischen Deutschland und anderen Märkten. Die wichtigste Einschränkung betrifft Siri AI, die deutlich leistungsfähigere Version von Apples Sprachassistenten. Sie soll komplexere Fragen verstehen, passende Filme finden und natürlichere Gespräche ermöglichen.
Siri AI ist auf dem neuen Apple TV in Deutschland zum Start nicht verfügbar. In ausgewählten englischsprachigen Märkten soll die Funktion dagegen mit tvOS 27.2 starten. Sie ist dort nicht ausschließlich der vierten Generation vorbehalten. Auch das Apple TV 4K der zweiten und dritten Generation soll die neuen Funktionen per Softwareupdate erhalten.
Beim HomePod mini 2 müssen selbst Käufer in unterstützten Ländern warten. Siri AI wird dort erst mit einem späteren kostenlosen Softwareupdate nachgereicht. Apple hat die englischsprachige Unterstützung zunächst für Länder wie die USA, Großbritannien, Kanada und Australien angekündigt. Ein Termin für Deutschland fehlt bisher.
Die Einschränkungen betreffen nicht sämtliche Funktionen von Apple Intelligence. Auf kompatiblen iPhones lassen sich verschiedene KI-Werkzeuge bereits auf Deutsch nutzen. Welche Funktionen verfügbar sind und warum gerade Siri AI fehlt, erklären wir ausführlicher in unserem Artikel über iOS 27.
Apple HomeView kommt nicht in die EU
Noch deutlicher fällt der Unterschied beim neuen HomeView aus. Das Smart-Home-Display besitzt einen 7-Zoll-Bildschirm, integrierte Lautsprecher und unterstützt FaceTime. Per Gesichtserkennung kann es bis zu sechs Personen unterscheiden und individuelle Inhalte wie Kalender, Nachrichten und Erinnerungen anzeigen.
In den USA kostet HomeView 299 US-Dollar und erscheint am 13. November 2026. In der Europäischen Union wird das Gerät vorerst nicht verkauft. Apple begründet die Entscheidung ausdrücklich damit, dass Siri AI unter iOS hier noch nicht verfügbar ist.
Als Ursache für die Verzögerung nennt Apple den Digital Markets Act (DMA). Der Konzern verweist auf ungeklärte Anforderungen für den sicheren Zugang konkurrierender Sprachassistenten. Die EU-Kommission bewertet die Verantwortung dafür anders. Einen verbindlichen Termin für die Einführung von Siri AI oder HomeView in Deutschland gibt es bisher nicht.
Auch die neue Apple Home Collection mit Kameras, Türschlössern und Thermostaten von LG Electronics und Schneider Electric startet zunächst nur in ausgewählten Ländern. Der Verkaufsbeginn ist ab Dezember 2026 geplant, einzelne Produkte folgen Anfang 2027. Für Deutschland wurde noch kein Marktstart angekündigt.
Fazit: Für wen lohnt sich der Kauf?
Das neue Apple TV 4K bietet mit dem A19-Chip, AV1-Unterstützung, einer besseren Fernbedienung und den erweiterten Audiofunktionen einige sinnvolle Verbesserungen. Für Besitzer eines Apple TV 4K der dritten Generation, die hauptsächlich Filme und Serien streamen, gibt es aber keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Wer die neue Fernbedienung möchte, kann sie auch einzeln kaufen.
Beim HomePod mini 2 sieht es ähnlich aus. Der S10-Chip und Sound Glow sind interessante Neuerungen, rechtfertigen für sich genommen aber nicht unbedingt den Austausch eines funktionierenden Vorgängers. Attraktiver wird das Gerät, wenn ihr zusätzliche Lautsprecher für mehrere Räume oder das neue Heimkino-Setup benötigt.
Die fehlenden KI-Funktionen solltet ihr vor dem Kauf berücksichtigen. Wann Siri AI in Deutschland verfügbar sein wird, ist offen. Kauft die neuen Geräte deshalb wegen der Funktionen, die ihr tatsächlich nutzen könnt, und nicht wegen möglicher späterer Updates.