Vermögensbildung: Die Millennials und die Generation Z zieht es an die Börse

Vermögensbildung: Die Millennials und die Generation Z zieht es an die Börse

Die meisten ihrer Eltern haben noch einen großen Bogen um die Börse gemacht und ihr Geld aufs Sparbuch gelegt – doch die junge Generation denkt bei der Vermögensbildung um: Sie entdeckt die Finanzmärkte für sich, um in Zeiten niedriger Zinsen attraktive Renditen zu erzielen.

Sprunghafter Anstieg der Anzahl junger Anleger

Der Neobroker BUX hat in seinem „NextGen Investor Report 2021“ mithilfe einer internen Datenanalyse das Verhalten seiner Kundinnen und Kunden untersucht, um ihre Beweggründe beim Geldanlegen besser zu verstehen.

Vermögensbildung: Sprunghafter Anstieg der Anzahl junger AnlegerDabei stellte sich heraus, dass gerade die Millennials und die Generation Z ein stark gestiegenes Interesse an Aktien-Investments haben. Das zeigt sich vor allem bei den Kunden-Neuzugängen im ersten Halbjahr 2021: Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Neobroker einen Zuwachs von 112 Prozent bei den Gen-Z-Kunden (24 Jahre oder jünger) und sogar 118 Prozent bei den Millennials (bis 40 Jahre) verbuchen.

Als Gründe für diesen regen Zulauf gibt das Unternehmen unter anderem die Coronakrise, die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sowie den Zugriff auf mobile Investmentlösungen an.

Besonders gefragt: Wertpapiere nachhaltiger und innovativer Aktienunternehmen

Die Millennials und die Generation Z haben laut der BUX-Analyse eines gemeinsam: Beide Generationen investieren gern in innovative Konzerne, die unsere Welt verändern. So finden sich Apple- und Tesla-Aktien in den Top 15 beider Altersgruppen. Dasselbe gilt auch für Blue-Chip-Aktien von ASML, Blackberry und Shell.

Eine weitere Gemeinsamkeit zeigt sich bei der Vorliebe für die Wertpapiere nachhaltiger Unternehmen, wie etwa Arcimoto oder Beyond Meat.

Zwei Generationen, eine Vorliebe: ETFs zur Vermögensbildung

Auch beim Erwerb der beliebten Exchange Traded Funds (ETFs) verhalten sich Millennials und die Generation Z sehr ähnlich. So steht in den ETF-Top-Ten beider Altersgruppen der S&P 500 ETF an erster Stelle. Dieser ETF spiegelt einen Aktienindex wider, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA gelistet hat.

Der erste Platz in beiden Rankings kann ein Indiz dafür sein, dass viele Vertreter beider Generationen eine langfristige Anlagestrategie im Sinn haben. Ein ETF wie der S&P 500 eignet sich mit seinen Renditeaussichten dafür besonders gut.

 

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Auch bei den ETFs zeigt sich, dass besonders die Generation Z mit Vorliebe in innovative und zukunftsorientierte Werte investiert. So findet sich im Ranking dieser Altersgruppe der Nasdaq 100 ETF auf dem dritten Platz, der Unternehmen aus dem Technologiebereich bündelt.

Weitere ETFs aus diesem Genre im Gen-Z-Ranking sind der L&G Cyber Security sowie der Healthcare Innovation ETF.

Im Ranking der Millennials zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Auch hier dominieren ETFs, die besonders innovative Unternehmen beinhalten.

Junge Anleger wünschen sich eine persönliche Finanzberatung

Junge Anleger wünschen sich eine persönliche FinanzberatungBei der Geldanlage in Aktien, Fonds und Co spielen die Informationsquellen für viele eine zentrale Rolle. Junge Verbraucher legen dabei großen Wert auf das persönliche Gespräch mit einer Finanzberaterin oder einem Finanzberater, wie eine Umfrage des Finanzdienstleisters tecis zeigt:

Für 60 Prozent der befragten 18- bis 39-Jährigen hat das Gespräch mit dem Berater absoluten Vorrang vor anderen Informationsquellen, wenn es ums Geld geht. 44 Prozent nutzen dabei hauptsächlich die Gesprächsergebnisse aus dem Beratungstermin für ihre Entscheidungsfindung, so die tecis-Studie. Das sind erstaunliche Werte, da sich die Mitglieder der Millennials und vor allem der Anteil junger Menschen der Generation Z fast ausschließlich im Internet bewegen, wenn sie sich informieren wollen.

Dabei fällt den Beratern ein hohes Maß an Verantwortung zu: Laut tecis-Umfrage erwarten 34 Prozent der Befragten von ihrem Finanzexperten, dass er sie vollständig und transparent über sämtliche Finanzlösungen informiert. Diese Informationen bilden dann die Grundlage für die eigene, unabhängige Entscheidung in Bezug auf ein Finanzprodukt.