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Für Startup-Unternehmen können sich sehr viele Chancen bieten. Allerdings ist es auch ein steiniger Weg und man sollte jede Hilfe annehmen, die man kriegen kann. Genau dafür lohnt der Blick auf die Konferenz „Unconvention“, die jetzt für zwei Tage in Brüssel stattgefunden hat. Der Ort ist nicht zufällig ausgewählt worden, da der Fokus auf Europa liegt. Wie können Startups aus Europa global expandieren? Solche und weitere Fragen wurden auf dem Event, das über zwei Tage andauerte, besprochen. In diesem Jahr lag der Fokus auf verschiedenen Themen, zu denen Smart Cities und Künstliche Intelligenz gehörten.
Es gab mehrere Programmpunkte, an denen die Teilnehmer zusammenkamen. Unter anderem die Fach- und Politiksitzungen zu den Kernthemen, außerdem auch eine Virtual Reality Showcase. Verschiedene internationale Keyspeaker waren vor Ort. Den Rückblick auf die Unconvention 2017 gibt es in diesem Artikel.
Ähnliche Konferenzen gab es auch schon in der Vergangenheit. Für die 5. Ausgabe der Unconvention ging es nach Brüssel. Neben verschiedenen Locations in der Stadt war vor allem auch das Europäische Parlament ein Veranstaltungsort. Die Konferenz fand vom 24. bis zum 25. Januar statt. Die Nähe zu Brüssel lässt sich mit der EU-Politik und der dazugehörigen Förderungen europäischer Startups erklären. Die grundsätzliche Frage besteht darin, wie Startup-Unternehmen aus Europa auf der ganzen Welt mithalten können. Entsprechend richtete sich die Konferenz auch an junge und innovative Unternehmer, an Investoren, Experten und Akademiker.
Es gab verschiedene Themenschwerpunkte, die besprochen wurden. Das waren Künstliche Intelligenz, Smart Cities, die 4. industrielle Revolution und autonome Maschinen. Als Gold-Partner war Innogy SE mit an Bord. Dahinter verbirgt sich ein Unternehmen, das sich vom Energiekonzern RWE abgespalten hat. Man legt den Fokus auf erneuerbare Energien und Vertriebe. Kohle, Gas und Atom sind weiterhin in der Hand von RWE. Innogy hat starke Investitionen im Ausland vorgenommen, unter anderem auch in den USA. Man setzt dabei unter anderem auch auf Ethereum, das bei einem Netzwerk aus E-Auto-Ladestationen genutzt wird. Innogy ist immer auf der Suche nach Startups, beispielsweise für smarte und vernetzte Dienstleistungen.
Um den Themenschwerpunkten gerecht zu werden, gab es unterschiedliche Veranstaltungen, die innerhalb der zwei Tage besucht werden konnten. Dazu gehörten in erster Linie Fach- und Politiksitzungen zu den entsprechenden Kernthemen. Dabei gab es auch Keynote-Vorträge. Außerdem gab es den Wettbewerb InnoPitch, der sich an Jungunternehmer richtet. Weitere Punkte waren eine Virtual Reality Showcase, ein Networking-Cocktails und VIP-Dinner, ein Venture Forum und die EU Drone Awards. Die verschiedenen Events fanden an unterschiedlichen Orten statt. Neben den zentralen Fragen und Gesprächen ging es vor allem auch um Netzwerke und Kontakte, die man hier knüpfen konnte. Gerade für Startup-Unternehmen sind Kontakte ein ganz wichtiger Faktor.
Mehrere Hauptsprecher waren für dieses Jahr geladen, um zu bestimmten Themen zu sprechen. Das waren Peter Hopwood von Hopwood Communications, der Coach für öffentliches Reden ist, dann noch Tytus Cytowski, ein Rechtsexperte für Technologie und Venture Capital, David Hoffmann, ein General Counsel und Privacy Officer bei Intel Co., Paul-Francois Fournier, Leiter Innovation bei BPIfrance mit Fokus auf IT, Umwelt und Gesundheit, Dirk Ahlborn, Gründer und CEO von JumpStarter, Carol Lee, Partnerin bei PwC London und Spezialistin für TMT-Bewertungen, Isidro Laso, Leiter von Start-Up Europe von der Europäischen Kommission und Peter van Kemseke, ein Diplomat und Dozent an der KU Leuven.
Der Wettbewerb InnoPitch wurde im letzten Jahr ins Leben gerufen. Es handelt sich um den Wettbewerb für den „European Young Innovator„. Die Top 12 durften sich über ein Monitoring freuen, die Top 6 durften dagegen ihren Pitch live im Europäischen Parlament vortragen. Als Gewinner schaffte es EuroComply ganz nach oben auf das Siegertreppchen. Dahinter steht Gründerin Emerald de Leeuw. Das Unternehmen spezialisiert sich auf die DSGVO und Datenschutz-Software. In der Jury saßen Bart Becks von angel.me, Carol Lee von PwC und Wouter Remaut von Co.Station.

Weitere Finalisten des Wettbewerbs waren Saffe. Dahinter stehen André Coelho und Giovani Chiachia, die ein mobiles Payment mit Gesichtserkennung entwickelt haben. Das Unternehmen Anumetrics von Konstantinos Krestenitis arbeitet an skalierbaren Algorithmen für datengesteuerte Unternehmen. Roksolana Sliusar steht hinter der 3D-Bildungsplattform für Chemie, MoleQL. Eine virtuelle Beschäftigungsplattform für Gehörlose und Menschen mit Behinderungen mit Namen Incluedon wurde von Magdalena Slowinska Janowitz geschaffen. Zudem war auch Homepod von Andrei Toma im Finale. Dabei handelt es sich um eine Plattform für die Beschaffung architektonischen Zubehörs.