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Seit rund einhundert Jahren gibt es den Begriff des „Homo ludens“ – der spielende Mensch. Doch auch schon weit davor haben sich Menschen mit dem Spielen und dem Sinn dahinter beschäftigt. Und große Einigkeit herrscht darüber, dass das Spielen ein wesentliches Phänomen ist, durch das der Mensch seine kulturellen Fähigkeiten erlernen kann. Spielen ist also ein zutiefst positiver Akt, unabhängig vom Alter.
Nun braucht man keine Online Glücksspiel Studie lesen, um zu wissen, dass Glücksspiel gefährlich sein kann, weil es in Spielsucht abdriften kann. Doch warum besteht diese Gefahr überhaupt und wieso verliert der positive Aspekt des Spielens seine Wirkung, wenn es an Spielautomaten, Roulette und Co. geht? Mehr zu diesem Thema gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Spielen ist beliebt und trotzdem gibt es klare Regeln dafür, wann es erlaubt ist und wann nicht, zumindest in der Welt der “erwachsenen” Menschen. Wenn Arbeit zu erledigen ist, bleibt keine Zeit zum Spielen. Letzteres gilt es in der Freizeit zu machen, nachdem die Arbeit erledigt ist. Doch bei näherer Betrachtung lässt sich schnell feststellen, dass evolutionär das Spielen vor der Arbeit kommt. Am einfachsten lässt sich das anhand von Kindern erkennen. Spielen ist ein Mechanismus, über den Fähigkeiten erlernt werden können, die sogar die Basis von Kulturen darstellen können.
Wenn man das Leben, die Arbeit und die Aufgaben darin als Prüfungen versteht, in denen man eben gute Leistungen erbringen muss, um sich seine Brötchen verdienen, Partnerschaften führen und gute Entscheidungen treffen zu können, dann kann man das Spielen als eine Art Trockenübung verstehen. Beim Spielen werden sogar in der Regel mehr Fähigkeiten abverlangt, als in den meisten Alltagssituationen, allerdings unterscheidet es sich darin, dass der Einsatz gering ist. Abenteuer spielen bedeutet eben, dass man sich nicht wirklich in Lebensgefahr begibt. Studien deuten darauf hin, dass Verspieltheit zu einer höheren Resilienz führen kann. Wer spielt, der ist kreativ und fähig, Variationen und Lösungen zu entdecken.
Spielen ist zudem ein Phänomen, das eindeutig nicht nur bei Menschen zu entdecken ist. Auch Tiere spielen, ob das nun Hunde, Katzen, Vögel oder Reptilien sind. Es scheint sich also um einen grundlegenden Mechanismus zu handeln, der verstanden und gefördert werden muss, statt ihn einfach nur als kindliches Verhalten abzutun. Neben den Fähigkeiten, die mit Spielen einhergehen, also beispielsweise mechanische, strategische und sprachliche, trägt das Spielen auch maßgeblich zur Entwicklung von Kulturen bei. Wer spielt, lernt mit anderen umzugehen, Regeln zu erkennen und einzuhalten und das Leben als ein Miteinander zu verstehen.
Je mehr der Ausgang eines Spiels vom Zufall abhängig ist, desto eher spricht man von Glücksspiel. Das sorgt dafür, dass der Einstieg in solche Spiele sehr einfach ist, da sie im Grunde jeder spielen kann. Der Einsatz scheint im ersten Augenblick vermeintlich klein zu sein, während der mögliche Gewinn als sehr reizvoll empfunden wird. Wer möchte nicht mit dem Einsatz von ein paar Euros zum Millionär werden und das innerhalb kurzer Zeit? Glücksspiel spricht das Belohnungssystem an, da der lukrative Gewinn meist nur einen Klick entfernt scheint. Das Gehirn gerät in große Versuchung.
Wenn kein Geld mehr zum Spielen da ist, kann man aufhören. So sagt es zumindest der gesunde Menschenverstand. Doch wer in der Psychologie des Glücksspiels gefangen ist, kann das nicht mehr erkennen. Es entsteht der gegenteilige Effekt: Man spielt noch mehr, um Verluste wieder auszugleichen. Je höher die Verluste werden, desto größer kann der Effekt werden. Wenn dann noch Haus und Hof auf dem Spiel stehen, ist man so tief im Teufelskreis, dass man immer und immer wieder spielt. Einerseits ist das ein Mechanismus, um die Situation psychisch zu bewältigen, andererseits jagt man die Verluste und hofft auf den großen Gewinn.
Tatsächlich kann man auch eine gewisse Sucht nach harmlosen Spielen wie Schach entwickeln, doch gefährlich wird es, wenn man dafür seine Existenz aufs Spiel setzt, die natürlich eng mit Geld verknüpft ist. Wenn man in eine missliche Lage aus Spielsucht und Spielschulden geraten ist, besteht der erste Schritt darin, dass man sich das Problem eingesteht. Dazu gehört auch das Geständnis, nicht mehr klar denken zu können und Hilfe zu brauchen. In Online Casinos kann man sich sperren lassen, darüber hinaus sollte man Freunde und Familie einweihen, die helfen können. Auch kann eine Verhaltenstherapie dabei helfen, dem gedanklichen Teufelskreis zu entkommen.