Practical Magic 2

Practical Magic 2

Der Film „Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern“ setzt 28 Jahre nach dem Kultfilm von 1998 an. Auf der Familie lastet seit rund 300 Jahren ein Fluch. Jeder Mann, in den sich eine Owens-Frau verliebt, stirbt eines unnatürlichen Todes. Sally Owens hat diesen Preis bereits bezahlt. Nach dem Tod ihres Mannes Gary kehrt sie der Magie den Rücken.

Ein letzter Zauber soll ihre Töchter von der Hexerei fernhalten. Zwei Jahrzehnte später halten Kylie und Antonia die Familiengeschichten für blanken Aberglauben. Dann gesteht Kylie ihrem Freund Gideon ihre Liebe. Am nächsten Morgen erfasst ihn ein Auto. Lässt sich ein Bann brechen, der drei Jahrhunderte überdauert hat?

Drehorte, Regie und Besetzung von „Practical Magic 2″

Der Film „Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern“ erschien 2026. Regie führte die Dänin Susanne Bier. Sie gewann 2011 den Oscar für „In einer besseren Welt“. Zuletzt sorgte sie mit „Bird Box“ für Aufsehen. Der deutsche Kinostart war am 10. September 2026.

Sandra Bullock spielt erneut Sally Owens, Nicole Kidman verkörpert ihre Schwester Gillian. Stockard Channing kehrt als Tante Frances „Franny“ zurück, Dianne Wiest als Tante Bridget „Jet“. Joey King übernimmt die Rolle der Kylie Owens, Maisie Williams spielt deren Schwester Antonia. Xolo Maridueña tritt als Gideon auf, Solly McLeod als Thomas Lockland. Lee Pace ist als Ian Wright zu sehen, fast die komplette Originalbesetzung ist zurück.

Gedreht wurde in den Leavesden Studios in England. Die Dreharbeiten endeten im September 2025. Die Laufzeit beträgt 130 Minuten, die Altersfreigabe liegt bei FSK 12. Das Drehbuch schrieben Akiva Goldsman, Georgia Pritchett und Kelly Marcel. Goldsman war bereits am Original von 1998 beteiligt.

Vorlage ist Alice Hoffmans Roman „The Book of Magic“ aus dem Jahr 2021. Produziert wurde der Film von Sandra Bullock, Nicole Kidman und Denise Di Novi. Als ausführender Produzent fungierte Griffin Dunne, der Regisseur des ersten Teils. Die Kamera führte Simon Duggan. Beteiligt waren Alcon Entertainment, Di Novi Pictures, Fortis Films und Blossom Films.

Das Produktionsbudget lag bei rund 75 Millionen Dollar. An den US-Vorpremieren spielte der Film 4,7 Millionen Dollar ein. Das Startwochenende brachte etwa 30 Millionen Dollar in über 4.100 Kinos. Das Original kam 1998 weltweit auf 94,4 Millionen Dollar. Bei Rotten Tomatoes erreichte die Fortsetzung 34 Prozent, der erste Teil 30 Prozent.

Handlung vom Film „Practical Magic 2″

Achtung: Der folgende Abschnitt verrät zentrale Wendungen und das Ende des Films.

Der Fluch geht auf Maria Owens zurück. Vor rund 300 Jahren wurde sie schwanger auf eine Insel verbannt. Der Vater ihres ungeborenen Kindes befreite sie nicht. Aus Verzweiflung belegte sie sich selbst mit einem Bann. Weitergegeben wurde er an alle folgenden Generationen.

Der Film beginnt mit einem Rückblick. Sally steht mit ihren kleinen Töchtern am Grab ihres Mannes Gary. Desillusioniert schwört sie der Magie ab. Ein letzter Zauber löscht die Erinnerung der Mädchen an die Hexerei.

Zwei Jahrzehnte später kommt die Familie zum Geburtstag von Tante Jet zusammen. Jet spürt, dass ihr Tod bevorsteht. Sie hinterlässt Franny einen Hinweis auf ein versiegeltes Buch. Darin soll stehen, wie sich Marias Fluch beenden lässt.

Kurz darauf gesteht Kylie ihrem Freund Gideon ihre Gefühle. Am nächsten Morgen erfasst ihn ein Auto. Anders als Michael im ersten Teil überlebt er und liegt im Koma. Kylie ist wütend, dass Sally ihr die magische Herkunft verschwiegen hat. Sie macht sich auf die Suche nach einem Gegenzauber.

Der Preis für das Ende des Fluchs

Die Spur führt nach England, in die Heimat der Familie. Dort entwickelt Kylie ungewöhnlich dunkle Kräfte. Sie trifft auf Thomas Lockland, zunächst ein einfacher Landarbeiter. Tatsächlich ist er eine finstere übernatürliche Gestalt. Er hat es allein auf Kylies Macht abgesehen.

Sally, Gillian und Kylie bündeln ihre Kräfte und besiegen ihn gemeinsam. Für Sally endet die Reise mit einer unerwarteten neuen Begegnung. Das Buch des Raben nennt dann den eigentlichen Preis. Der Zauber verlangt das Leben einer Hexe.

Franny erkennt als Erste, was das bedeutet. Sie opfert sich freiwillig, damit künftige Owens-Frauen ohne Angst leben können. Ihr Tod bricht den Fluch. Am Ende sind Sally und Kylie in glücklichen Beziehungen zu sehen. Antonia nimmt ihr magisches Erbe an, statt davor wegzulaufen.

Mit Franny und Jet sind beide Tanten gegangen. Sally und Gillian rücken damit selbst in deren Rolle. Die nächste Generation übernimmt.

Filmkritik von „Practical Magic 2″

Practical Magic 2“ lebt von seinen Darstellerinnen. Sandra Bullock und Nicole Kidman finden mühelos in den alten Tonfall zurück. Joey King und Maisie Williams halten als neue Generation mit. Susanne Bier gelingen stimmungsvolle Passagen, besonders in den ruhigen Familienszenen.

Die Vorlage liefert mit Marias Vorgeschichte echte Substanz. Der Fluch wirkt dadurch wie ein Familienthema, nicht wie ein bloßer Effekt. Die Schwäche zeigt sich dort, wo der Film es besonders gut meint. Die Balance zwischen Hexenromantik, Familiendrama und Übernatürlichem kippt mehrfach.

Vor allem das Finale gerät zu lang und zu süßlich. Dieser Vorwurf zieht sich durch fast alle Besprechungen. Film-Rezensionen.de vergibt 5 von 10 Punkten und bemängelt fehlendes Gespür für Balance. Variety nennt den Film so sperrig und überlang wie die Wartezeit. Filmstarts urteilt mit 3,5 von 5 Sternen deutlich milder.

Wer das Original mag, bekommt eine warmherzige Fortsetzung mit starken Hauptrollen. Das Opfer im Zentrum wirkt emotional durchaus. Wer straffe Erzählung erwartet, stört sich am ausufernden Schluss. Sandra Bullock hat bereits angedeutet, dass ein dritter Teil denkbar wäre.

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