Was müssen Neueinsteiger über Daytrading wissen?

Was müssen Neueinsteiger über Daytrading wissen?

Viele Menschen haben während der Pandemie mit dem Daytrading begonnen. Professionelles Daytrading wird in der Regel über Investmentbanken betrieben, die einen direkten Zugang zum Markt haben. Private Daytrader nehmen meist über spezialisierte Broker teil oder lernen als Neueinsteiger alles wichtige zum Thema über Plattformen wie daytrading.com. Doch was ist das Besondere am Daytrading und was gilt es für Einsteiger zu beachten?

Daytrading – was ist das?

Wer sich entschieden hat, mit dem Daytrading zu beginnen, muss sich zunächst mit dem nötigen Wissen ausstatten. Und wer sich zunächst fragen muss „Was ist Daytrading überhaupt?“ hat noch eine Menge Arbeit vor sich.

Kurz gesagt versteht man unter Daytrading den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Wertpapieren innerhalb eines einzigen Handelstags.

So verdienen Daytrader Geld, indem sie kleine Kursänderungen bei hochliquiden Wertpapieren ausnutzen. Daytrader kaufen und verkaufen, eröffnen und schließen und das nicht selten innerhalb weniger Minuten. Damit ist Daytrading eine spekulative Form des Börsenhandels. Und die Basis bildet die Beobachtung und die Analyse der Kurscharts. Nur so lassen sich die perfekten Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg in ein Geschäft erkennen.

 

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Man sieht schnell: Daytrading braucht Zeit und viel Knowhow. Es ist keine Sache, die einmal eben nebenbei gelernt werden kann. Und wer seine Chancen optimal nutzen will, konzentriert sich auf bestimmte Handelszeiten. Es gibt Daytrader, die handeln ein ganzes Handelsfenster lang, andere konzentrieren sich beispielsweise auf die Eröffnungs- und Schlusszeiten. Die genauen Zeiten hängen nicht zuletzt von den Märkten ab, auf denen die Daytrader aktiv sind.

Die Chartanalyse

Die ChartanalyseDie Analyse der Kurscharts bildet die Basis für das Daytrading. Die Chartanalyse geht davon aus, dass es gewisse Muster, Regelmäßigkeiten und Gesetzbildungen bei den Kursbildungen gibt. Nur so lassen sich mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit Voraussagungen über Kursschwankungen treffen. Die Schwankungen treten immer dann auf, wenn es zu Veränderungen bei Angebot und Nachfrage kommt. Und diese Veränderungen gehen meist mit neuen Informationen einher, die auf den Markt gebracht werden.

Zu den wichtigsten Indikatoren beim Daytrading gehören unter anderem die „Moving Averages“ (deutsch: gleitender Durchschnitt). Dabei wird für eine bestimmte Periode der Mittelwert aller erzielten Schlusskurse abgebildet. Beispielsweise beim SMA200 werden die letzten 200 Schlusskurse zusammengezählt und dann durch 200 geteilt. Dadurch ergibt sich eine Trendlinie. Wird diese von oben nach unten beziehungsweise von unten nach oben durchkreuzt, handelt es sich dabei um ein klares Signal für einen Kauf oder einen Verkauf.

Wichtig dabei ist jedoch die Verwendung von verschiedenen Zeiteinheiten. Für das Daytrading sind 5-Minutencharts wesentlich aussagekräftiger als beispielsweise Stunden- oder Tagescharts.

Womit wird gehandelt?

Womit wird gehandelt?Daytrader nutzen sämtliche Werte, die an Börsen gehandelt werden. Besonders geeignet sind Werte mit hoher Volatilität und Marktliquidität. So kommen Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen, aber auch Kryptowährungen und Indizes für das Daytrading in Frage. Dabei ist es nicht so wichtig, auf welchen Wert man sich konzentriert, sondern ob Kursschwankungen mit den typischen Mustern auszumachen sind.

Zudem werden die Werte nicht direkt gehandelt, sondern die Daytrader setzen auf Derivate. Der eingebaute Hebeleffekt trägt dazu bei, dass schon kleine Kursveränderungen enorme Auswirkungen haben können. So kann mit wenig Einsatz ein hoher Gewinn möglich werden. Doch natürlich ist auch das Verlustrisiko entsprechend hoch. Sogar Verluste, die über 100 % hinausgehen sind möglich.

Die Strategie

Ein guter Daytrader braucht eine Strategie. Dabei muss man nicht alle Strategien kennen, um ins Daytrading einzusteigen. Es genügt zunächst, sich auf eine Strategie zu konzentrieren, hier die Feinheiten zu verstehen und diese anwenden zu können.

In jedem Fall sollte die Strategie aus erprobten Parametern bestehen. Viele Trader scheitern, weil sie sich nicht an ein klares Regelwerk halten. Die Parameter können beispielsweise Nachrichten oder auch technische Indikatoren sein. In einem Tradingplan wird festgehalten, wann gehandelt wird und wann nicht.

Wie lässt sich Daytrading erlernen?

Ein sehr effektiver Weg, um das Daytrading zu erlernen, ist die tägliche Übung. Doch dabei besteht die große Gefahr, dass aufgrund des noch nicht vorhandenen Wissens viel Geld verlorengeht und der der Lerneffekt somit sehr schmerzhaft ist.

Wie lässt sich Daytrading erlernen?Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Start mit echtem Geld zunächst einmal mit einem Trockentraining zu starten und so die Auswirkungen seiner Entscheidungen ausführlich zu analysieren. Bei zahlreichen Plattformen ist es möglich, ein entsprechendes Demo-Konto anzulegen und dort mit einem virtuellen Startkapital zu traden. Dabei kann beliebig oft neu gestartet werden.

Eine weiter Möglichkeit zur Aneignung der erforderlichen Kenntnisse ist der Besuch eines Daytrading-Seminars. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es dafür nicht mehr erforderlich, lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen. Im Internet sind zahlreiche Online-Angebote auf Plattformen wie etwa Udemy oder LinkedIn erhältlich.

Eine einfache Variante, um seine Kenntnisse zu erweitern und dabei gleichzeitig die ersten sichtbaren Erfolge einzufahren ist das sogenannte Copytrading. In einfachen Worten formuliert werden dabei einfach die Strategien besonders erfolgreicher Daytrader kopiert.

Fazit zu Daytrading für Neueinsteiger

Daytrading kann eine einträgliche Sache sein, doch zuvor müssen sich Neueinsteiger das notwendige Wissen aneignen. Wer nicht optimal vorbereitet ist, riskiert, von den ganz Großen, den Investmentbanken und Hedgefonds, „gefressen“ zu werden. Für den Learningprozess sollten Trader mit möglichst wenig Kapital einsteigen. Und erst mit der notwendigen Erfahrung mehr riskieren.