Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ist oft unvermeidlich, wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Dabei werden die Betroffenen unter medizinischen und psychologischen Aspekten getestet. Zusätzlich wird auch die psychophysische Leistungsfähigkeit unter die Lupe genommen.
Für viele Fahrer stellt der Verlust des Führerscheins und die Anordnung einer MPU einen Schock dar. Für die Verordnung sind allerdings einschlägige Ursachen verantwortlich. Dazu zählen beispielsweise das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Straftaten, geistige oder körperliche Einschränkungen oder das Erreichen und Überschreiten von 8 Punkten im Fahreignungsregister. Daher ist die Wiederherstellung der Fahreignung sowohl für die Verkehrssicherheit als auch für das eigene Interesse von Bedeutung.
Um die Fahrerlaubnis wieder zu erhalten, sollte keine Zeit verloren werden. Die Erfolgschancen stehen gut, je früher man sich mit der Thematik beschäftigt und auf die MPU richtig vorbereitet. Auf die MPU kann man sich auf verschiedene Arten vorbereiten. Zum einen ist die Vorbereitung auf eigene Faust möglich. Hierfür steht die notwendige Literatur in Büchern oder online zur Verfügung. Weniger umständlich und deutlich sicherer ist die Vorbereitung durch Kurse in verschiedenen Institutionen.
Die Hilfe seriöser Institutionen nutzen
Betroffene kennen sich oft nicht damit aus, wie sie ihre Probleme anpacken und sich richtig vorbereiten sollen. Um die Fahrerlaubnis wieder zu erhalten, muss eine nachhaltige Verhaltensänderung belegt werden. Wer sich nicht gründlich vorbereitet und Hilfe erst unmittelbar vor dem Untersuchungstermin aufsucht, der hat nur wenig Chancen. Demnach ist es wichtig, sich so früh wie möglich und seriös beraten zu lassen.
Auf dem Markt gibt es viele Institutionen, die MPU Vorbereitungen anbieten. Zahlreiche seriöse Institutionen bieten in der Regel kostenlose Informationsveranstaltungen an. Diese geben einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Hilfsangebote und Kurse. Hier hat man die Möglichkeit, kostenlos in die Vorbereitungen für die MPU hineinzuschnuppern. Ernst zu nehmende Institutionen helfen nicht nur bei der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis, sondern auch beim Behördenmanagement.
Ob eine Einzelmaßnahme ergriffen wird oder ein Kurs in der Gruppe, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen spielen die finanziellen Möglichkeiten eine Rolle und zum anderen die eigene Persönlichkeit und das zugrunde liegende Problem. Auf welche dieser Möglichkeiten der MPU-Vorbereitung die Entscheidung letztendlich fällt, liegt letzten Endes im eigenen Ermessen.
Vorbereitung für die MPU in Gruppensitzungen
MPU-Vorbereitung durch Einzelgespräche
In Einzelgesprächen wird im Laufe der Vorbereitung für die MPU vor allen Dingen auf die persönlichen Ängste und Probleme eingegangen. Eine individuelle Betreuung setzt mehr Zeit in Anspruch. Dies macht sich wiederum in den Kosten bemerkbar. Die individuelle Vorbereitung ähnelt der späteren MPU.
Der Vorteil einer individuellen Vorbereitung ist unter anderem auch die Tatsache, dass ein persönlicher Ansprechpartner den Betroffenen während der gesamten MPU-Vorbereitung begleitet. Hierbei muss kein Kursbeginn abgewartet, sondern es kann sofort mit der Beratung begonnen werden. Des Weiteren ist beim individuellen Vorbereiten keine Rücknahme auf andere notwendig. So orientiert sich der Berater auch bei zeitaufwändigen Themen nur am persönlichen Vorankommen des Betroffenen.
Sich mit den gängigsten Testfragen konfrontieren
Daher zählt zu einer guten Vorbereitung auch die Auseinandersetzung mit den künftigen Fragen. Zu den gängigsten Testfragen der MPU zählen in erster Linie die folgenden:
- Wie lange haben Sie Ihren Führerschein schon?
- Was bedeutet Ihnen Ihr Führerschein?
- Wie lange sind Sie am längsten gefahren?
- Wie viele Punkte haben Sie schon in Flensburg?
- Wie haben Sie sich bei den ersten Bußgeldern verhalten?
- Wie beurteilen Sie sich als Fahrer für die damalige Zeit?
- Glauben Sie zu wissen, warum Zweifel gegenüber Ihrer Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen der Behörde bestehen?
- Resümieren Sie die Vorgeschichte im Hinblick Ihrer Verkehrsdelikte!
- Warum haben Sie sich zu dieser Zeit derart verhalten?
- Wie sieht es mit Ihrer derzeitigen Lebenssituation aus?
- Unterscheiden sich Ihre Vorsätze gegenüber früher?
Wie die Fragen bei der MPU zu beantworten sind
Beim Beantworten der Fragen einer MPU ist Ehrlichkeit das oberste Gebot. Das geschulte Personal der Prüfstelle kann sofort erkennen, ob die Antworten ernst gemeint oder eher einstudiert sind. Betroffene werden schnell durchschaut, sollten sie etwas sagen, um nur dem Gutachter zu gefallen.
Bei der Beantwortung ist es also sehr wichtig, glaubwürdig zu sein. Es muss vermittelt werden, dass eine Änderung des Verhaltens stattgefunden hat und auch weiterhin stabil ist. Es soll den Fachkräften gezeigt werden, dass an der Verhaltensweise aus der Vergangenheit gearbeitet wurde. Das geschieht am besten durch eine gute Vorbereitung.