Lautlos

Lautlos“ erzählt die Geschichte von Viktor, einem eiskalten Auftragskiller, der mit präziser Methodik arbeitet. Seine tragische Vergangenheit, in der er als Kind seine Eltern verlor und daraufhin deren Mörder tötete, hat ihn geformt. Viktor arbeitet nach einem strikten Plan, doch eines Tages ändert sich alles, als Nina unerwartet in sein Leben tritt. Sie kreuzt seine Pläne und zwingt ihn, seine Routine zu überdenken. Eine tiefe Zuneigung entwickelt sich zwischen den beiden, doch Nina ahnt nicht, wer Viktor wirklich ist.

Angebot
Lautlos [Deluxe Edition] [2 DVDs] [Deluxe Edition]
  • FSK 12
  • Krol, Joachim, Uhl, Nadja, Berkel, Christian (Schauspieler)
  • Yapo, Mennan (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Während Viktor mit seinen Gefühlen ringt, setzt ihm die Polizei immer mehr zu. Der Profiler Lang und sein junger Kollege Strassmann sind ihm dicht auf den Fersen. Viktor gerät unter Druck, da seine Auftraggeber das Vertrauen verlieren. Die Beziehung zu Nina macht ihn verletzlich und stellt ihn vor moralische Dilemmata. Kann Viktor den Spagat zwischen seinem gefährlichen Job und seinen neu entdeckten Gefühlen meistern?

Drehorte, Regie und Besetzung von „Lautlos“

Der Film „Lautlos“ aus dem Jahr 2004 ist ein deutscher Thriller unter der Regie von Mennan Yapo. Das Drehbuch verfasste Lars-Olav Beier, und die Produktion lag in den Händen von Stefan Arndt und Tom Tykwer. Die packende Musik komponierte Gary Marlowe, während Torsten Lippstock die Kamera führte und Dirk Vaihinger für den Schnitt verantwortlich zeichnete. Joachim Król spielt die Rolle des Victor, Nadja Uhl verkörpert Nina, und Christian Berkel tritt als Lang auf. Weitere Darsteller sind Rudolf Martin als Strassmann, Peter Flechtner als Harry, Murat Yılmaz als Killer, Peter Fitz als Martin Hinrich und Lisa Martinek in der Rolle der Ermittlerin.

Der Film feierte seine Premiere am 29. April 2004 in Deutschland und ist für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben. Mit einer Länge von 94 Minuten bietet er spannende Unterhaltung. „Lautlos“ erhielt 2005 den Sonderpreis der Jury des Cognac Festival du Film Policier sowie den Platin Award des WorldFest Houston in der Kategorie Bester Independentfilm – Spannung/Thriller. Gedreht wurde unter anderem in Berlin, wobei einige Szenen in Hotels spielten. Die Produktionsfirmen Artist & Repertoire Filmproduction und X-Filme Creative Pool waren beteiligt. Weltweit erzielte der Film einen Bruttoertrag von 196.724 US-Dollar. Bemerkenswert ist, dass ein Jugendfoto von Joachim Król im Film verwendet wurde. Etwa 50.000 Kinobesucher sahen den Film in Deutschland.

Handlung vom Film „Lautlos“

Viktor, Mitte 40, ist ein Auftragskiller mit eiskalter Präzision. Seit seiner Kindheit arbeitet er als Außenseiter in der Gesellschaft, handelt aber sauber und lautlos. Nachdem seine Eltern vor seinen Augen erschossen wurden, legte er sein Gewissen ab. Damals hieß er Felix und war neun Jahre alt. Er erschoss den Mörder seiner Eltern und tauchte unter, um seiner Rache zu entkommen. Viktor hält nur noch Kontakt zu einem väterlichen Freund, der später sein Auftraggeber wurde. Trotz seiner präzisen Arbeitsweise ändert sich eines Tages alles für ihn.

Eines Tages kreuzt Nina, eine Frau mit schmerzhafter Vergangenheit, Viktors Pläne. Sie taucht unerwartet auf, während Viktor einen Auftrag ausführt, und versucht, sich das Leben zu nehmen. Viktor rettet sie und zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Liebe. Nina ahnt nicht, wer Viktor wirklich ist. Die Begegnung mit Nina lenkt ihn ab, und er beginnt, das normale Leben zu entdecken. Gleichzeitig erkennt Viktor, dass diese Nähe eine große Gefahr birgt. Er kämpft mit der Entscheidung, Nina die Wahrheit zu sagen. Sie bemerkt seine Veränderungen und beginnt, ihm heimlich zu folgen.

Ein gefährliches Spiel mit der Wahrheit

Die Polizei ist Viktor dicht auf den Fersen. Der Profiler Lang und sein junger Kollege Strassmann setzen ihn unter Druck, wodurch auch Viktors Mentor Hinrich in Bedrängnis gerät. Lang und Strassmann versuchen, Viktors Psyche zu verstehen, können aber den nächsten Mord nicht verhindern. Viktors Liebe zu Nina lenkt ihn ab und gefährdet seine Pläne. Eines Tages wird Nina Zeugin, wie Viktor vom Dach des Polizeipräsidiums einen russischen Politiker mit einer Armbrust erschießt. Sie stellt ihn zur Rede, doch Viktor kann nicht abdrücken. Die Polizei findet bei einem Einbruch Fingerabdrücke, die zu Felix führen.

Der Einbruch fand bei Nina statt, und Lang vermutet, dass sich Felix bei ihr aufhält. Er lässt Nina nicht mehr aus den Augen. Viktor, nun entschlossen, will mit Nina das Land verlassen und ein neues Leben beginnen. Die Spannung steigt, als Lang und Strassmann immer näher kommen. Viktor muss entscheiden, ob er Nina die Wahrheit sagen und mit ihr fliehen kann. Die Zeit drängt, und Viktors Zukunft hängt am seidenen Faden. Wird er es schaffen, mit Nina zu entkommen und ein neues Leben zu beginnen?

Filmkritik von „Lautlos“

Mennan Yapos Psycho-Thriller „Lautlos“ überzeugt durch ausgefeilte Charaktere, stringente Spannung und glänzende Darsteller. Yapo nutzt die Möglichkeiten einer Kinoproduktion voll aus und schafft mit seinem Debüt einen beeindruckenden Film. Das Drehbuch von Lars-Olaf Beier, gepaart mit einem Top-Ensemble, bildet die Grundlage für diesen erstklassigen Thriller. Yapo beweist ein enormes Gespür für eine dominante, perfekt stilisierte Bildsprache. Jede Einstellung, ob Nahaufnahme oder Detail, ist durchdacht und wichtig für die Handlung. Die Spannung bleibt konstant hoch und gipfelt in einem packenden Finale.

Das herausragende Hauptdarsteller-Trio bringt das Konzept meisterhaft auf die Leinwand. Joachim Król glänzt als gefühlskalter, aber dynamischer Auftragskiller Viktor. Nach einem sechsmonatigen Training überzeugt er in dieser gegen den Strich besetzten Rolle. Nadja Uhl fasziniert als Nina mit Eleganz und Verletzlichkeit, was Viktor sofort in ihren Bann zieht. Ihre Ausstrahlung und Präsenz machen sie zur großen Entdeckung des Films. Christian Berkel beeindruckt als besessener Profiler. Trotz kleiner Schönheitsfehler zeigt „Lautlos“, dass deutsche Thriller auf internationalem Niveau mithalten können. Die Klasse der Produktion zeigt sich in der Variation bekannter Inhalte, die nicht platt wiederholt werden. Einzig die Schlussauflösung weist eine kleine Unglaubwürdigkeit auf, die dem ansonsten exzellenten Film jedoch keinen Abbruch tut.

Letzte Aktualisierung am 25.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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