Klecks-Verlag – Kleiner Verlag als Dienstleister

Klecks-Verlag - Kleiner Verlag als Dienstleister

Es gibt viele Menschen, die nicht nur gerne lesen, sondern auch gerne selbst etwas veröffentlichen möchten. Dabei ist die Themenvielfalt natürlich groß. Die Sache ist nur die, dass es alles andere als einfach ist, einfach ein Buch herauszubringen. Natürlich besteht die erste Hürde darin, überhaupt das Buch fertigzustellen und das in einer Qualität, die ansprechend genug ist, dass man sie verkaufen kann. Danach folgt aber noch die Hürde der Veröffentlichung.

Die großen Verlage erhalten im Jahr Tausende von Manuskripte, sodass die Chancen dort sehr gering sind. Kleine Verlage können da die Lösung sein. Dazu gehört auch der Klecks-Verlag aus Erlensee. Dieser bietet verschiedene Dienstleistungen rund um Veröffentlichungen an. Dazu gehört eine kostenlose Einsicht des eigenen Manuskripts. Allerdings handelt es sich um einen Druckkostenzuschussverlag, sodass man genau schauen muss, ob der Verlag zum eigenen Buch passt. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel zu erfahren.

Klecks-Verlag im Portrait

Ursprünglich entstand der Klecks-Verlag 1988 in Gelnhausen. Das erste Projekt war ein Bildband und Reiseführer über die Stadt Gelnhausen. Das Buch trägt den interessanten Titel „… das horribelste Nest dieser Erde“. In den Jahren danach entstanden viele weitere Veröffentlichungen, die einen regionalen Charakter hatten – vor allem für den Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Der Fokus lag später auf hochwertigen Firmenschriften für Industrie und Handel, außerdem Kunstkataloge sowie Kinder- und Jugendbücher. Hinter dem Verlag steht Ralf Böhm, der Diplom-Grafikdesigner ist, außerdem Fotograf, Autor von Kinderbüchern und ein ehemaliger Marketingleiter. Dieser Hintergrund prägt die optische Qualität der Buchprojekte.

Autoren können ihre Manuskripte per E-Mail an den Verlag schicken und erhalten danach eine erste Bewertung. Wie ausdrücklich erwähnt wird, sind auch zuvor abgelehnte Werke sehr willkommen. Der Verlag kümmert sich zudem auch um Public Relations, also die aktive Vermarktung des Buches auf Messen wie in Leipzig und Frankfurt. Auch über Mailverteiler an den Großhandel sowie über die Pressearbeit für die Autoren. Mittlerweile gibt es auch eine digitale Strategie, sodass Bücher auch per E-Books über Libreka veröffentlicht werden können. Der Verlag hat seinen Sitz in Erlensee bei Hanau und ist eng mit der hessischen Region verbunden.

Das Modell Druckkostenzuschussverlag

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Klecks-Verlag vor allem optisch sehr gute Arbeit leistet. Durch die Expertise von Ralf Böhm entstehen Werke mit hervorragendem Layout und Typografie. So wirken die Bücher eher wie Designobjekte und weniger um Werke erzählender Literatur. Dabei besetzt der Verlag Nischen, die vielleicht von größeren Verlagen stiefmütterlich behandelt werden. Gerade spezialisierte Kunstthemen und regionale Historien können daher hier gut einen Platz finden. Und auch Kinderbücher haben hier ein gutes Zuhause, was auch daran liegt, dass Ralf Böhm selbst in diesem Segment veröffentlicht hat.

Wer sein Manuskript eingeschickt hat, hofft natürlich auf eine positive Antwort. Allerdings ist darauf zu achten, dass es sich teilweise um einen Druckkostenzuschussverlag handelt. Das bedeutet, dass der Verlag nicht das alleinige wirtschaftliche Risiko trägt. Vielmehr wird ein Angebot an den Autoren gemacht, der die Dienste in Anspruch nehmen kann und sich auch an den Kosten für Lektorat, Satz, Druck und Marketing beteiligen muss. Das muss nicht per se schlecht sein, ist aber nicht die gängige Praxis bei bekannten und großen Verlagen. Insofern sollte man sich genau überlegen, ob diese Form der Veröffentlichung die richtige für das eigene Projekt ist.

Klecks-Verlag: das Fazit

Klecks-Verlag: das Fazit Der von Ralf Böhm geleitete Klecks-Verlag besetzt als Independent-Verlag verschiedene Nischen wie Regionalhistorie, Kunst und Kinderliteratur, die bei größeren Verlagen vielleicht durch das Raster fallen würden. Über die Jahrzehnte sind zahlreiche Bücher veröffentlicht worden, die vor allem mit einem tollen Layout punkten können.

Das ist der Expertise von Ralf Böhm zu verdanken, der Grafikdesigner und Fotograf ist. Autoren können ihre Manuskripte kostenlos einsenden und begutachten lassen. Eine Chance auf Veröffentlichung gibt es deshalb, weil es sich um einen Druckkostenzuschussverlag handelt. Man muss sich also an den Kosten beteiligen, um bestimmte Dienstleistungen zu erhalten. Daher sollte man sich seiner Sache sehr sicher sein.