Inhalt:
Wer sich bisher noch nie mit der geologischen Historie der Erde beschäftigt hat, wird vielleicht überrascht davon sein, aber da, wo heute Deutschland liegt, war früher einmal ein Meer. Sogar häufiger, denn die Erdgeschichte ist lang und hat ganz verschiedene Epochen erlebt. Eine davon wird Devon genannt, das Zeitalter der Fische, und endete bereits vor über 358 Millionen Jahren. Das heutige Rheinische Schiefergebirge ist eng mit dieser Epoche verbunden, da es aus Ablagerungen des Meeres dieser Zeit besteht.
Daher können dort heute noch entsprechende Fossilien gefunden werden. Wer das faszinierend findet, der sollte jetzt die Sonderausstellung “Sprechende Steine – Das Devon-Meer” im Rhein-Museum in Koblenz aufsuchen. Dort sind Fossilienfunde aus dem Rheinischen Schiefergebirge zu finden, außerdem großformatige Fotografien von Klaus Hammerl. Es ist eine faszinierende Reise durch das Tagebuch der Erdgeschichte. Die Ausstellung geht noch bis Ende des Jahres. Alle Infos dazu in diesem Artikel.
“Sprechende Steine – Das Devon-Meer” ist eine Sonderausstellung, die am 10. April eröffnet wurde und noch bis zum 31. Dezember 2026 laufen wird. Wer sich dafür interessiert, kann einen Ausflug in das schöne Koblenz planen. Im Rhein-Museum ist die Ausstellung zu sehen, die Fossilienfunde und Fotografien von Klaus Hammerl umfasst. Der Anlass ist das 50-jährige Jubiläum des Paläontologischen Arbeitskreises Koblenz.
Es ist der faszinierende Blick zurück in eine Vergangenheit, die unvorstellbar weit vor dem Beginn der heutigen Menschheit liegt. Rund 400 Millionen Jahre ist es her, dass dieses Meer bestand. Die Sonderausstellung kann mit dem normalen Museumsticket besucht werden. Erwachsene zahlen 7 Euro, Schüler und Studenten 3 Euro. Familientickets sind für 15 Euro zu haben. Vor Ort ist keine Kartenzahlung möglich.
Urlaub kann man an diesem Meer nicht mehr machen, aber sehr wohl können die Überbleibsel besucht werden. Im Detail geht es, wenn man Fossilienfunde von beispielsweise Korallen und Muscheln findet – zum Beispiel in Tropfsteinhöhlen. Doch noch einfacher ist es, wenn man einfach das Rheinische Schiefergebirge besucht, das sich hauptsächlich aus den Ablagerungen des Devon-Meeres zusammensetzt.
Dieses Meer bedeckte auch das Gebiet, das heute Deutschland ist. Das Devon-Zeitalter ist ein Abschnitt des Paläozoikums und begann vor rund 420 Millionen Jahren. Das Ende wird ungefähr vor 359 Millionen Jahren markiert. Den Namen hat es von der britischen Grafschaft Devon erhalten, was auf die beiden Paläontologen und Geologen Adam Sedgwick und Roderick Murchison zurückgeht.
Gegründet wurde das Rhein-Museum> im Jahr 1912 und ist damit eines der ältesten Museen in Rheinland-Pfalz. Es ist in Ehrenbreitstein, direkt unter der Festung zu finden. Der Fokus des kulturhistorischen Museums liegt auf verschiedenen Aspekten, die mit dem Rhein zusammenhängen. Das betrifft unter anderem die Schifffahrt, den Tourismus, das Thema der Rheinromantik und auch die Geschichte. Diese Inhalte können auf rund 1.600 Quadratmetern angeschaut werden.
Auf der Internetseite gibt es einen Einblick in die Kunstsammlung und weitere aktuelle Ausstellungen des Museums. Regelmäßig werden Sonderausstellungen auf die Beine gestellt, so wie jetzt über das Devon-Meer. Den heutigen Standort hat das Museum seit Anfang der neunziger Jahre. Das ehemalige Schulgebäude ist ein geschütztes Kulturdenkmal.