BEFA 2010 – Rückblick auf die internationale Bestattungsfachausstellung

BEFA 2010 - Rückblick auf die internationale Bestattungsfachausstellung

Drei Tage lang stand Düsseldorf im Zeichen der Bestattungsbranche. Vom 13. bis zum 15. Mai 2010 präsentierten rund 250 Aussteller in den Hallen 13 und 14 der Messe Düsseldorf ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bestattung, Friedhof und Trauerkultur. Auf einer Fläche von etwa 20.500 Quadratmetern zeigte sich die weltgrößte Messe ihrer Art von ihrer besten Seite. Fachbesucher aus dem In- und Ausland reisten dafür eigens an den Rhein. Am Samstagnachmittag schloss die Veranstaltung nach drei intensiven Messetagen ihre Tore.

Unter dem Motto „BUNT“ wollte die 13. Auflage der Bestattungsfachausstellung zeigen, wie weit sich die Branche von ihrem tristen Image entfernt hat. Neben den klassischen Produkten der Zulieferer standen Innovationen im Mittelpunkt, die dem individuellen Abschied und der persönlichen Trauer Ausdruck verleihen. Zwei Tage nach dem Ende der Messe ziehen Veranstalter und Aussteller eine durchweg positive Bilanz des Branchentreffens. Mit 10.200 Fachbesuchern verbucht die BEFA 2010 einen neuen Rekord in ihrer langen Geschichte.

Besucherrekord in den Düsseldorfer Messehallen

Die Erwartungen der Veranstalter wurden in diesem Jahr klar übertroffen. Insgesamt 10.200 Fachbesucher kamen an den drei Messetagen in die Hallen am Eingang Ost, so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Ausstellung. Bereits am Eröffnungstag füllten sich die Gänge zwischen den Ständen erstaunlich schnell, und auch der Samstag brachte noch einmal regen Zulauf. Geöffnet war am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, am Freitag ab 9 Uhr und am Samstag bis 16 Uhr.

Die ausstellenden Unternehmen zeigten sich mit dem Verlauf hochzufrieden. Die Zahl der Kontakte und der direkt vor Ort angebahnten Geschäfte übertraf nach Angaben des Veranstalters die höchsten Erwartungen vieler Standbetreiber. Zahlreiche namhafte Firmen kündigten noch während der Messe an, bei der nächsten Auflage wieder dabei sein zu wollen. Auch die Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf GmbH, die für Logistik und Technik verantwortlich zeichnete, wurde von vielen Teilnehmern ausdrücklich gelobt. Ein besseres Zeugnis kann eine Fachmesse ihren Organisatoren kaum ausstellen.

Sechs Jahrzehnte Messegeschichte

Die BEFA blickt auf eine rund 60-jährige Geschichte zurück und wurde in diesem Jahr zum 13. Mal ausgerichtet. Hinter dem Namen verbirgt sich die Abkürzung für Bestattungsfachausstellung, getragen wird die Messe vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Über viele Jahrzehnte fand die Ausstellung in einem Rhythmus von rund fünf Jahren statt und entwickelte sich dabei vom nationalen Branchentreff zur größten Veranstaltung ihrer Art weltweit. Aussteller aus zahlreichen Ländern gehören inzwischen fest zum Bild der Messe.

In den vergangenen Jahrzehnten wuchs die Ausstellung stetig, sowohl bei der Zahl der teilnehmenden Unternehmen als auch bei der belegten Fläche. Für die Auflage 2010 arbeitete der Verband eng mit der Messe Düsseldorf zusammen, deren Gelände am Rhein kurze Wege und eine eingespielte Organisation bietet. Der Standort erwies sich als Glücksgriff für die Branche. Mit dem Besucherrekord dieses Jahres setzte die Messe ihre Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort. Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht.

Motto BUNT als Zeichen des Wandels

Mit dem Motto „BUNT“ setzte die diesjährige Ausstellung ein sichtbares Zeichen gegen das graue Bild, das viele Menschen von der Bestattungsbranche haben. Die Aussteller präsentierten farbenfrohe Särge, moderne Urnen und ausgefallene Dekorationen, die mit alten Sehgewohnheiten brechen. Der Wunsch vieler Angehöriger nach einem persönlichen Abschied prägt das Geschäft heute stärker als je zuvor. Diesem Wandel trug die Messe mit ihrer gesamten Aufmachung Rechnung. Selbst die Standgestaltung vieler Unternehmen griff das farbige Leitthema erkennbar auf.

Motto BUNT als Zeichen des Wandels

Neben den Produkten für den Handel standen Dienstleistungen im Blickpunkt, die neue Formen des Erinnerns ermöglichen. Naturbestattungen in eigens ausgewiesenen Wäldern gehörten zu den auffälligsten Trends der diesjährigen Ausstellung, unter anderem präsentierte sich das Konzept RuheForst mit einem eigenen Stand in Halle 14. Auch Angebote rund um Vorsorge und Trauerbegleitung fanden großen Zuspruch beim Fachpublikum. Die Branche reagiert damit auf Wünsche, die sich seit Jahren spürbar verändern. Auffällig war, wie selbstverständlich viele Betriebe solche Angebote inzwischen in ihr Sortiment aufnehmen.

Höhepunkte abseits der Verkaufsstände

Als Publikumsmagnet erwies sich die Ausstellung historischer Trauermode, die der Messe einen kulturellen Rahmen gab. Über 60 imposante Trauerkleider aus dem Museum of World Funeral Culture im russischen Nowosibirsk führten den Besuchern die Geschichte der Trauerkultur eindrucksvoll vor Augen und sorgten für viele staunende Blicke. Ergänzt wurde die Schau durch eine Sammlung alter Grabkreuze und durch historische Bestattungsfahrzeuge. Viele Gäste nutzten diese Bereiche für eine Verschnaufpause vom Messetrubel. Die Verbindung aus Handelsplatz und Kulturschau kam beim Publikum sichtbar gut an.

Im Fachforum diskutierten Experten aktuelle Fragen der Branche, von der Zukunft der Friedhöfe bis zu neuen Bestattungsformen. Fachvorträge und Workshops gaben den Besuchern praktische Anregungen für den eigenen Betrieb mit auf den Weg. Der Austausch unter Kollegen gehört für viele Bestatter ohnehin zu den wichtigsten Gründen für einen Messebesuch. Dafür bot das Programm in Düsseldorf an allen drei Tagen reichlich Gelegenheit. Manche Diskussionsrunde war so gut besucht, dass die Plätze knapp wurden.

Rahmenprogramm mit Galaabend und Messeparty

Abseits der Hallen lud die BEFA 2010 zu zwei Abendveranstaltungen ein. Der große Galaabend im Apollo Varieté eröffnete am Donnerstagabend den geselligen Teil der Messe, am Freitag folgte die Messeparty in der Düsseldorfer Brauerei Schumacher. Beide Abende boten den Teilnehmern die Gelegenheit, Geschäftskontakte in lockerer Atmosphäre zu vertiefen. Für Familien gab es in diesem Jahr erstmals eine kostenlose Kinderbetreuung auf dem Messegelände. Gerade für die vielen inhabergeführten Betriebe der Branche war das eine willkommene Neuerung.

Rahmenprogramm mit Galaabend und Messeparty

Der Eintritt lag im Vorverkauf bei 25 Euro für die Tageskarte und bei 35 Euro für alle drei Tage, an der Kasse wurde es etwas teurer. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre besuchten die Ausstellung grundsätzlich kostenlos, was vielen Familienbetrieben den gemeinsamen Messebesuch erleichterte. Der Zutritt war Fachbesuchern vorbehalten, eine entsprechende Regelung sicherte den fachlichen Charakter der Veranstaltung. Ein Besuch lohnte sich nach Ansicht vieler Teilnehmer in diesem Jahr ganz besonders.

Fazit zur BEFA 2010

Fazit zur BEFA 2010 Die BEFA 2010 hinterlässt eine Branche in bester Stimmung. Der Besucherrekord von 10.200 Fachbesuchern, zufriedene Aussteller und ein farbenfrohes Motto zeichnen das Bild einer Messe auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung nach 13 Auflagen und rund 60 Jahren Geschichte. Die Bestattungsbranche präsentierte sich in Düsseldorf offen, modern und selbstbewusst. Die nächste Auflage der weltgrößten Bestattungsfachausstellung hat damit hohe Maßstäbe zu erfüllen. Bei vielen Besuchern dürfte der kommende Messetermin schon jetzt fest im Kalender stehen.