The Autopsy of Jane Doe

In „The Autopsy of Jane Doe“ finden Polizisten in Grantham, Virginia, drei brutal ermordete Leichen und eine unbekannte Tote im Keller eines Hauses. Sheriff Burke bringt die mysteriöse Leiche noch in derselben Nacht zu den örtlichen Gerichtsmedizinern Tommy und Austin Tilden. Obwohl Austin Pläne mit seiner Freundin Emma hatte, entscheidet er sich, seinem Vater bei der Obduktion zu helfen. Die Untersuchung beginnt mit rätselhaften Befunden wie fehlenden Totenflecken und gebrochenen Gliedmaßen ohne Hämatome, was die Tildens zunehmend verwirrt.

The Autopsy of Jane Doe [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Emile Hirsh, Brian Cox, Ophelia Lovibond (Schauspieler)
  • Andre Ovredal (Regisseur) - Richard Naing (Autor) - Rory Aitken (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

Im Verlauf der Nacht offenbaren sich immer unheimlichere Entdeckungen. Tommy und Austin stoßen auf innere Verletzungen, die keinen äußeren Ursprung haben, und seltsame Symbole auf der Haut der Toten. Mysteriöse Phänomene häufen sich, wie auslaufende Proben und verletzte Tiere, was auf übernatürliche Kräfte hinweist. Die Situation eskaliert, als das Licht ausgeht und lebende Tote die beiden verfolgen. Verzweifelt versuchen sie, die Leiche im Krematorium zu verbrennen, werden jedoch von einer unsichtbaren Macht daran gehindert. Was steckt wirklich hinter der unversehrten Fassade der toten Frau?

Drehorte, Regie und Besetzung von „The Autopsy of Jane Doe“

The Autopsy of Jane Doe“ ist ein US-amerikanischer Horrorfilm unter der Regie des norwegischen Regisseurs André Øvredal aus dem Jahr 2016. Der Film hat eine Länge von 86 Minuten und erhielt eine Altersfreigabe von FSK 16. Die Hauptrollen spielen Emile Hirsch als Austin Tilden und Brian Cox als Tommy Tilden. Weitere Darsteller sind Ophelia Lovibond als Emma Roberts, Michael McElhatton als Sheriff Sheldon Burke, Olwen Kelly als Jane Doe, Jane Perry als Lieutenant Wade, Parker Sawyers als Trooper Cole, Mary Duddy als Irene Daniels und Mark Phoenix als Louis Tannis. Das Drehbuch verfassten Ian B. Goldberg und Richard Naing. Rory Aitken, Fred Berger, Eric Garcia und Ben Pugh produzierten den Film, während Danny Bensi und Saunder Jurriaans für die Musik verantwortlich waren. Roman Osin übernahm die Kameraarbeit, und Patrick Larsgaard schnitt den Film.

„The Autopsy of Jane Doe“ feierte seine Premiere am 9. September 2016 auf dem Toronto International Film Festival und kam am 21. Dezember 2016 in die US-amerikanischen Kinos. Die deutschsprachige Premiere fand am 7. September 2017 auf dem Fantasy Filmfest statt. Die Handlung spielt größtenteils im Keller eines Bestattungsunternehmens in der Grafschaft Kent. Der Film enthält zahlreiche Body-Horror-Elemente und sorgte für beklemmende Atmosphäre. Mit diesem Film gab Øvredal sein englischsprachiges Regiedebüt. Nachdem Øvredal 2013 den Horrorfilm „Conjuring“ gesehen hatte, suchte er nach einem ähnlichen Projekt und fand schließlich „The Autopsy of Jane Doe“, das 2013 auf der Black List für nicht verfilmte Hollywood-Drehbücher stand.

Handlung vom Film „The Autopsy of Jane Doe“

In einem Haus in Grantham, Virginia, entdeckt die Polizei drei brutal ermordete Leichen. Eine vierte, unbekannte Tote wird halb vergraben im Keller gefunden. Sheriff Burke ordnet eine sofortige Obduktion der jungen Frau an. Tommy Tilden und sein Sohn Austin, die örtlichen Coroner, übernehmen die Aufgabe. Austin verschiebt seine Verabredung mit Freundin Emma, um seinem Vater zu helfen. Die ersten Untersuchungen offenbaren ein rätselhaftes Bild: Keine Totenflecken, keine Totenstarre und gebrochene Fuß- und Handgelenke ohne Hämatome. Die Zunge der Toten fehlt ebenfalls. Beim Öffnen des Brustkorbs ähneln die Organe denen von Brandopfern und weisen Stichverletzungen auf.

Während der Untersuchung treten seltsame Phänomene auf. Blut- und Organproben laufen im Kühlschrank aus. Die Katze der Tildens erscheint schwer verletzt und blutend durch eine Lüftungsöffnung, muss getötet und verbrannt werden. Die Fortsetzung der Obduktion bringt noch mehr Rätsel: Eine Blüte des gemeinen Stechapfels und ein Grabtuch mit römischen Zahlen, Schriftzeichen und Symbolen befinden sich im Verdauungssystem der Toten. Dieselben Symbole sind auf der Hautinnenseite des Brustkorbs zu finden. Tommy und Austin vermuten schließlich, dass die Tote aus dem Norden stammt und einem Ritualmord zum Opfer fiel.

Zurück am Ort des Grauens

Plötzlich fällt das Licht aus und die anderen Leichen verschwinden aus den Kühlkammern. Tommy und Austin versuchen, über den Aufzug zu fliehen, doch dieser funktioniert nicht. Sie verstecken sich in einem Büro und versuchen vergeblich, den Sheriff zu erreichen. Als die Verfolger ablassen, beschließen sie, die unbekannte Tote zu verbrennen. Zurück in der Leichenhalle versperrt eine übernatürliche Kraft die Krematoriumstür. Austin übergießt die Leiche mit Aceton, doch das Feuer verschont sie. Nach dem Löschen des Feuers fliehen sie erneut zum Aufzug, dessen Tür sich nicht schließen lässt. In Panik erschlägt Tommy versehentlich Austins Freundin Emma, die ihn abholen wollte.

Zurück in der Leichenhalle öffnen sie die Schädeldecke der Toten und stellen fest, dass ihre Gehirnzellen noch aktiv sind. Sie entdecken auf dem Grabtuch die Bibelstelle Levitikus 20:27 und die Zahl 1693. Tommy vermutet, dass die Tote eine Hexe aus den Hexenprozessen von Salem sein könnte. Die Rituale, die sie erlitt, haben sie möglicherweise in eine rachsüchtige Hexe verwandelt. Tommy bietet sich als Opfer an, um seinen Sohn zu retten. Er erleidet dieselben Verletzungen wie die Tote, während ihre Verletzungen heilen. Tommy fleht Austin an, ihn zu erlösen. Austin tötet seinen Vater, das Licht geht wieder an, und er hört den Sheriff rufen. Er erkennt jedoch, dass es eine Halluzination ist, stürzt rückwärts über das Treppengeländer und stirbt. Am nächsten Morgen findet die Polizei die Leichen von Tommy, Austin und Emma, während die unbekannte Tote unversehrt bleibt. Der Sheriff lässt die Leiche in ein anderes County überführen.

Filmkritik von „The Autopsy of Jane Doe“

The Autopsy of Jane Doe“ beeindruckt durch eine fesselnde Mischung aus Mystery und Horror, die den Zuschauer von Anfang an in den Bann zieht. Regisseur André Øvredal nutzt das Setting eines beengten, düsteren Leichenschauhauses geschickt, um eine klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen. Emile Hirsch und Brian Cox brillieren in ihren Rollen als Vater-Sohn-Duo von Coroners, die die rätselhafte Leiche untersuchen. Ihre glaubwürdigen Darstellungen tragen wesentlich zur intensiven Spannung bei, die den Film prägt​. Øvredal gelingt es, durch subtile Schreckmomente und eine allmählich aufbauende Spannung, eine fesselnde Horror-Erfahrung zu schaffen. Die Stärke des Films liegt in seiner Fähigkeit, eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen und gleichzeitig das Publikum mit immer neuen Wendungen zu überraschen.

Jedoch verliert der Film im letzten Drittel etwas an Kohärenz. Die zuvor sorgfältig aufgebaute Spannung weicht einer Reihe überzogener und weniger überzeugender Ereignisse. Trotz dieses Schwachpunkts bleibt „The Autopsy of Jane Doe“ ein packender Horrorfilm, der durch seine originelle Prämisse und starken schauspielerischen Leistungen überzeugt. Die filmische Umsetzung der unheimlichen Autopsie und die Aufdeckung der düsteren Geheimnisse der Jane Doe machen den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis für Horror-Fans​.

Letzte Aktualisierung am 24.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API