Tesla Roadster fliegt mit Kaltgasdüsen über eine Rampe in Texas
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Tesla Roadster vorgestellt: Fliegendes Auto mit Raketendüsen

Neun Jahre nach der ersten Ankündigung hat Tesla in der Nacht auf Freitag, den 16. Oktober, den neuen Tesla Roadster vorgestellt. Der Wagen fuhr nicht einfach auf die Bühne, er hob ab. Selbst Elon Musk warnte vor der Show, dass ein Erfolg nicht garantiert sei.

Auf einem SpaceX-Testgelände nahe Waco in Texas fuhr der Elektro-Sportwagen kopfüber, flog über fünf weitere Teslas und beschleunigte in 0,81 Sekunden auf knapp 97 km/h. Mit dem Roadster Tesla zeigt der Hersteller seine bisher verrückteste Seite. Wir zeigen euch, was bei der Vorführung passiert ist und was das Auto kann.

So lief die Flugshow vom Tesla Roadster in Texas ab

Die Show lief am Donnerstagabend in texanischer Zeit live im Stream. Den Auftakt machte ein weißer Prototyp, der eine riesige, gebogene Rampe hinauffuhr. Oben angekommen stoppte er kopfüber, ohne herunterzufallen.

Selbst am senkrechten Teil der Rampe hielt ein Saugsystem ihn an der Fahrbahn fest. Dann löste sich der Wagen, drehte sich in der Luft um 180 Grad und landete mithilfe seiner Düsen wieder auf den Rädern. Das wirkte wie eine Spielzeugbahn mit Looping, nur in Originalgröße.

Danach folgte der Sprint. Tesla-Technikvorstand Lars Moravy zeigte live, wie der Roadster in 0,81 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigt. Das Serienmodell soll laut Musk sogar noch schneller werden.

Kickflip über fünf Fahrzeuge bei der Show von Elon Musk

Der Höhepunkt kam zum Schluss. In voller Fahrt hob der Roadster ab und flog mit einer Seitenrolle über eine ganze Reihe geparkter Tesla-Modelle. Darunter waren ein Cybercab, ein Cybertruck, der Lkw Tesla Semi, ein Model Y und ein Model 3.

Moravy nannte das Manöver einen Kickflip, wie beim Skateboarden. Nach dem Flug setzte der Wagen sauber wieder auf der Straße auf. Musk verglich das Ergebnis mit den Gadgets aus James Bond und meinte, der Roadster sei sogar besser.

Ein fliegendes Auto von Tesla ist damit keine reine Fantasie mehr. Laut Musk soll genau dieses Auto später auf die Straße kommen. Die Manöver sollen Besitzer dann jederzeit auslösen können, zumindest mit der passenden Version.

Welche Technik den Tesla Roadster 2 abheben lässt

Die „Raketendüsen“ des Tesla Roadster 2 sind genau genommen zehn Kaltgasdüsen, die Tesla gemeinsam mit SpaceX entwickelt hat. Sie stoßen Druckluft aus mehreren Hochdrucktanks aus. Laut Tesla stecken darin rund 600 Liter Druckluft.

Die mit Kohlefaser ummantelten Tanks füllen fast jeden freien Winkel der Karosserie aus. Das System benötigt keinen chemischen Treibstoff. Der Roadster soll seine Tanks sogar selbst mit Druckluft befüllen können.

Damit das Auto in der Luft stabil bleibt, korrigieren elektrische Stellmotoren die Düsen in winzigen Schritten. Je nach Version sorgen die Düsen für mehr Schub beim Beschleunigen oder für echte Flugmanöver.

Mit 2 g Abtrieb klebt der Tesla Roadster 2026 sogar kopfüber

Fast noch verrückter als die Düsen ist das Saugsystem. Starke Ventilatoren saugen die Luft unter dem Auto ab und erzeugen dabei bis zu 2 g Abtrieb. Das reicht, um den Wagen kopfüber festzuhalten, sogar im Stand.

Die Idee für die Lüfter stammt laut Tesla von SpaceX. Musk will damit Rundenrekorde auf der Rennstrecke brechen. Auch in Kurven soll der Wagen dadurch mit bis zu 2 g beschleunigen können.

Dazu kommen aktive Flügel und ein großer ausfahrbarer Heckflügel. Gelenkt wird per Steer-by-Wire mit einem Yoke statt eines Lenkrads. Im Track-Modus senkt sich das Fahrzeug zusätzlich ab.

Ein autonomes Fahrsystem bekommt der Roadster nicht. Musk nennt ihn das letzte Tesla-Auto, das für menschliche Fahrer gebaut wird.

Drei Varianten für den neuen Tesla Sportwagen

Mit dem Tesla Roadster 2008 brachte das Unternehmen sein erstes Serienauto auf die Straße. Den neuen Tesla Sportwagen gibt es in drei Ausführungen, nur eine davon kann wirklich fliegen.

🚗 Variante 💺 Sitze 🏁 Einsatz 🚀 Düsen ⏱️ 0 auf 60 mph 💶 Reservierung
Performance 2 Straße keine, nur Saugsystem unter 1,6 s 50.000 Euro
Thrust 2 Rennstrecke, limitiert Kaltgas-Düsen am Heck unter 0,9 s 250.000 Euro
Rocket 1 Flugmanöver 10 Düsen rund um die Karosserie unter 0,6 s (Ziel) nur auf Einladung

Wer nach den PS des Tesla Roadsters sucht, findet beim Hersteller bislang keine offizielle Angabe. Die Leistung dürfte über den Plaid-Modellen liegen, also über 1.000 PS.

Tesla nennt eine Spitze von über 230 Meilen pro Stunde, also mehr als 370 km/h, und über 300 Meilen Reichweite. Mit einem normalen Alltags-Stromer hat dieser Wagen wenig gemein, wie zuletzt auch die ehrliche Kostenrechnung zum Elektroauto 2026 zeigt.

Zum Vergleich: Der Rimac Nevera braucht je nach Messung 1,81 bis 1,97 Sekunden auf 100 km/h. Die Flugfunktion der Rocket-Version ist im öffentlichen Straßenverkehr allerdings nicht erlaubt.

Was zum Tesla Roadster Preis und Marktstart bekannt ist

Einen endgültigen Kaufpreis hat Tesla nicht genannt, ein offizieller Tesla Roadster 2026 Preis existiert also nicht. Wer den Tesla Roadster kaufen will, kann ihn aber schon reservieren.

  • Performance:
    Insgesamt 50.000 Euro, davon 5.000 Euro sofort und 45.000 Euro innerhalb von zehn Tagen.
  • Thrust:
    Insgesamt 250.000 Euro, davon 5.000 Euro sofort und 245.000 Euro innerhalb von zehn Tagen.
  • Rocket:
    Keine reguläre Reservierung, Tesla vergibt diese Version nur auf persönliche Einladung.

Eine vollständige Rückerstattung erwähnt Tesla nur für die ersten 5.000 Euro. Die Details findet ihr auf der offiziellen Roadster-Seite von Tesla.

Wann kommt der Tesla Roadster also zu den Kunden? Laut Musk startet die Produktion 2028. Wer auf den Tesla Roadster 2025 gehofft hatte, wurde enttäuscht, denn eine für Ende 2025 angekündigte Demo fand laut CNBC nie statt.

Auf staatliche Hilfe braucht beim Roadster wohl niemand zu schielen. Wie die Förderung für normale Stromer funktioniert, war zuletzt auch bei der E-Auto-Prämie 2026 zu erkennen.

Unser Fazit zum Tesla Roadster

Die Show in Texas war eine der spektakulärsten Autopremieren der letzten Jahre. Ein Auto, das kopfüber haftet und über einen Lkw fliegt, hat es so noch nicht gegeben.

Ein paar Fragezeichen bleiben jedoch. Laut Motor1 war der Rampen-Stunt mit Sicherungsseil und aus der Ferne gesteuert aufgebaut. Freies Fliegen im normalen Fahrbetrieb hat Tesla noch nicht gezeigt.

Auch die Beschleunigungswerte sind bisher reine Herstellerangaben. Laut einer Bild-für-Bild-Analyse von Electrek liefen die Düsen beim Sprint schon, bevor sich das Auto bewegte. Ob der Roadster 2028 wirklich so auf die Straße kommt, bleibt abzuwarten.