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Seit gestern ist St. Amelia für die ersten Besucher bereits geöffnet, morgen zieht der Rest nach. Mit Silent Hill: Townfall bringen Konami und Annapurna Interactive den nächsten eigenständigen Ableger der Horror-Reihe an den Start, diesmal komplett aus der Egoperspektive erzählt. Wer die Digital Deluxe Edition besitzt, ist bereits mittendrin, alle anderen müssen sich nur noch bis morgen gedulden.
Wann startet Silent Hill: Townfall?
Der reguläre Release fällt auf Donnerstag, den 24. September 2026, gleichzeitig für PS5 und PC über Steam sowie den Epic Games Store, ab morgen ist der Titel also für alle spielbar. Käufer der Digital Deluxe Edition erhielten zusätzlich 48 Stunden Vorabzugang und sind bereits seit dem 22. September dabei. Eine Fassung für Xbox oder die Switch 2 hat Konami bislang nicht angekündigt, offiziell bestätigt sind nur PS5 und PC.
| Edition | Preis | Zugang ab | Plattformen |
| Standard Edition | 49,99 Euro | 24. September 2026 | PS5, PC (Steam, Epic Games Store) |
| Digital Deluxe Edition | 59,99 Euro | 22. September 2026 (48 Std. früher) | PS5, PC (Steam, Epic Games Store) |
Auf der Konsole bleibt der Titel zudem für mindestens sechs Monate eine zeitlich befristete PS5-Exklusivität, eine Xbox-Fassung ist für diesen Zeitraum also ausgeschlossen.
Was ist neu: Ego-Perspektive und das CRTV
Erstmals in der Reihe wird die Geschichte komplett aus der Ego-Perspektive erzählt, ein Bruch mit dem Silent Hill 2 Remake und dem aktuellen Silent Hill f, die beide auf der klassischen Third-Person-Kamera bleiben. In der Rolle des Amerikaners Simon Ordell kehrt ihr 1996 auf die fiktive schottische Insel St. Amelia zurück, um dort „Dinge wieder in Ordnung zu bringen“, und müsst euch dabei zwischen Erkunden, Fliehen und gelegentlichem Nahkampf mit einfachen Waffen wie Rohren oder Brettern entscheiden.
Zentrales Werkzeug ist das CRTV, ein tragbares Röhrenfernsehgerät, mit dem sich instabile Signale einfangen und nahe Gegner aufspüren lassen. Der Wechsel zur Egoperspektive erinnert dabei nicht zufällig an die jüngeren Resident Evil-Teile, auch wenn beide Reihen inhaltlich weiterhin klar getrennte Wege gehen. Entwickelt wird das Spiel von Screen Burn Interactive auf Basis der Unreal Engine 5, insgesamt bietet die Geschichte fünf verschiedene Enden, von denen zwei nur unter bestimmten versteckten Bedingungen erreichbar sind.
Story und Setting: St. Amelia und die Menschen dahinter
Hinter Silent Hill: Townfall steckt das kleine schottische Studio Screen Burn Interactive aus Glasgow, das 2015 noch unter dem Namen No Code von Jon McKellan und Omar Khan gegründet wurde und zuvor bereits mit „Observation“ einen BAFTA für das beste schottische Spiel gewann. Für die Reihe ist es der erste vollständig aus der Egoperspektive erzählte Hauptableger, entstanden in Zusammenarbeit mit Serienproduzent Motoi Okamoto, der zuvor bereits am Silent Hill 2 Remake und an Silent Hill f mitwirkte.
Das fiktive St. Amelia orientiert sich dabei bewusst an einem realen Ort: dem kleinen Fischerdorf St. Monans in der schottischen Region Fife. Simon Ordell, gespielt von Jovan Adepo, wacht dort ohne klare Erinnerung an den Docks auf und wird über einen klingelnden Münzfernsprecher von einem mysteriösen Mann namens Richard (Terry O’Quinn) dazu aufgefordert, eine Krankenschwester namens Zoe Ellis (Kezia Burrows) zu finden. Konami beschreibt Townfall ausdrücklich als in sich abgeschlossene Geschichte ohne direkte Verbindung zu den übrigen Serienteilen, wer die Reihe bislang nicht kennt, verpasst inhaltlich also nichts.
Standard oder Deluxe: Was steckt in den Editionen?
Neben dem frühen Zugang unterscheiden sich beide Editionen vor allem im digitalen Bonusmaterial. Die Digital Deluxe Edition enthält zusätzlich zum Hauptspiel ein digitales Artbook, den digitalen Soundtrack sowie ein alternatives Outfit für Simon, verpackt in einer separaten Bonusanwendung. Vorbesteller erhalten außerdem die beiden CRTV-Skins „Rusted“ und „Beach Edition“ als Kosmetik-Boni, diese bleiben laut aktuellem Stand jedoch der PS5-Fassung vorbehalten.
Eine Sammleredition gibt es nicht, dafür bietet Konami eine reguläre physische Fassung für PS5 an. Wer diese bei ausgewählten Händlern in der EMEA-Region vorbestellt, kann sich mit etwas Glück ein exklusives SteelBook sichern, solange der Vorrat reicht, die Deluxe Edition bleibt dagegen komplett digital. Preislich liegt der Standardtitel mit 49,99 Euro spürbar unter dem Startpreis von Silent Hill f, das zum Release noch 79,99 Euro kostete.
Silent Hill: Townfall Reviews: Das sagen die ersten Testwertungen
Die ersten Testwertungen sind da, und die Resonanz fällt überwiegend positiv aus: Auf Metacritic steht Silent Hill: Townfall aktuell bei 81 Punkten aus 55 Reviews, OpenCritic kommt mit 44 Kritiken sogar auf 82 Punkte, wobei 92 Prozent der Tester das Spiel weiterempfehlen. Einzelne Wertungen liegen deutlich höher: PC Gamer vergab 89 Punkte, GameRant sogar 9 von 10, während IGN und GameSpot beide bei soliden 8 von 10 landen.
Gelobt werden über nahezu alle Testberichte hinweg die dichte Atmosphäre und das schottische Setting, dazu die Egoperspektive, das Rätseldesign und die Sounduntermalung, The Guardian etwa hebt besonders die Auseinandersetzung mit Schuld und kollektivem Trauma hervor. Kritischer fallen die Stimmen beim Gameplay aus: Mehrere Tester empfinden die Schleich- und Kampfpassagen als repetitiv oder frustrierend, einige Rätsel gelten als überzogen schwer, und stellenweise wird dem Spiel ein zu träges Tempo attestiert.

Silent Hill: Townfall Early Access: Was Deluxe-Käufer schon erleben
Der Early Access für Digital-Deluxe-Käufer läuft bereits seit gestern, und neben Atmosphäre-Lob gibt es auch handfeste Kritik an der technischen Umsetzung. Sowohl auf Steam als auch auf der PS5 berichten Spieler von Rucklern durch Shader-Kompilierung, einem bekannten Problem vieler Unreal-Engine-5-Titel, bei dem Grafikkarten neue Texturen und Effekte erst während des Spielens nachladen und dabei kurzzeitig einbrechen. Besonders betroffen ist offenbar der Steam Deck, wo die Bildrate beim Betreten neuer Gebäude in niedrigen Einstellungen zeitweise unter 30 fps fallen soll, ein Muster, das an die vergleichbaren Startprobleme von Silent Hill f im September 2025 erinnert.
Trotz der Ruckler bewerten viele Steam-Nutzer das Spiel weiterhin überwiegend positiv, die Hoffnung vieler Spieler richtet sich nun auf einen Patch pünktlich zum regulären Release. Wer die Deluxe Edition installiert, sollte zudem genug Speicherplatz einplanen: Die PS5-Fassung benötigt rund 51 GB, die PC-Version je nach Angaben sogar bis zu 75 GB.
Für wen lohnt sich der Vorabzugang?
Wer sich die Deluxe Edition erst jetzt zulegt, bekommt vom ursprünglichen Vorsprung nur noch einen guten Tag ab, den größten Teil des 48-Stunden-Fensters haben frühe Käufer bereits seit gestern genutzt. Angesichts der aktuellen Performance-Probleme lohnt sich der Aufpreis von zehn Euro vor allem noch für alle, die Spoiler unbedingt vermeiden möchten und mit gelegentlichen Rucklern leben können. Wer dagegen lieber auf einen möglichen Day-One-Patch wartet oder ohnehin erst am Wochenende Zeit zum Zocken findet, kann bedenkenlos bis zum regulären Start warten und zur günstigeren Standard Edition greifen, die inhaltlich exakt denselben Umfang bietet, abzüglich der digitalen Extras und des kosmetischen CRTV-Bonus.
Fazit
Mit einem Metascore von 81 und positiven Wertungen von PC Gamer, IGN und GameSpot startet Silent Hill: Townfall kritisch gesehen deutlich besser als befürchtet, Atmosphäre, Setting und Rätseldesign kommen gut an. Wer bereits seit gestern über die Deluxe Edition spielt, kämpft dabei allerdings mit spürbaren Rucklern, die an den holprigen Start von Silent Hill f erinnern. Alle anderen erreichen St. Amelia morgen zum regulären Release am 24. September, für zehn Euro weniger und mit etwas Glück schon mit einem ersten Performance-Patch im Gepäck.