Gefährten

Gefährten“ ist ein amerikanisch-britischer Kriegsfilm aus dem Jahre 2011. Die Geschichte basiert auf ein Jugendbuch von Michael Morpurgos und den Bestseller „War Horse“ aus dem Jahre 1984. Im Dezember 2011 wurde in New York Premiere gefeiert und Ende des Monats erschien „Gefährten“ im amerikanischen Kino. In Deutschland lief er erstmals Mitte Februar 2012. Der Film erreichte zahlreiche Nominierungen, auf dem Academy Awards 2012, Golden Globes 2012 und dem BAFTA Awards 2012, und war außerordentlich erfolgreich. Leider kam es aber letztendlich nicht zur gewünschten Auszeichnung.

Gefährten [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Emily Watson, David Thewlis, Peter Mullan (Schauspieler)
  • Steven Spielberg (Regisseur) - Lee Hall (Autor) - Steven Spielberg (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Albert, ein Farmerjunge, hat nur einen wahren Freund und es ist sein Pferd Joey. Sein Vater Ted ersteigert Joey. Nach und nach bringt Albert ihm alles bei. Allerdings ist Ted Alkoholiker, sodass kurze Zeit später die Eltern das Pferd an Captain Nichols verkaufen. Es dauert nicht lange und der Zweite Weltkrieg startet und beide verlieren sich aus den Augen. Ob die beiden Freunde sich jemals wiedertreffen?

Drehorte, Regie und Besetzung von „Gefährten“

Regisseur Steven Spielberg ist bekannt wie ein bunter Hund. Auch für den erfolgreichen Film „Gefährten“ stellte er sein Licht nicht unter den Scheffel. Das Drehbuch für die Geschichte stammt aus der Feder von Lee Hall und Richard Curtis und benötigt 146 Minuten Laufzeit als Film. Nach der Prüfung bekam der Freundschaftsfilm die Altersfreigabe ab dem zwölften Lebensjahr. Der Regisseur zusammen mit Kathleen Kennedy sind für die Produktion zuständig.

Die Pferde erhielten ein dreimonatiges Training vor den Dreharbeiten. Bobby Lovgren trainierte die Pferde und zusätzlich arbeiteten Bill Lawrence, Dylan Jones und Zelie Bullen als Pferdetrainer am Film. Vor der Linse des Kameramannes Janusz Kamiński standen vierzehn verschiedene Pferde in der Rolle als Joey. Davon stellen acht Pferde den erwachsenen Joey, vier den Junghengst und zwei das Fohlen dar. Nach dem Dreh gingen die Szenen in den Schnitt zu Michael Kahn und die Musik stammt von John Williams.

Besetzung: Während Jeremy Irvine die Rolle des Albert Narracott spielt, spricht Raúl Richter die deutsche Synchronstimme. Peter Mullan zeigt sich vor der Kamera als Ted Narracott und Ekkehardt Belle verleiht ihm die deutsche Stimme. Mit Emily Watson erwacht Rosie Narracott zum Leben und Ilona Schulz spricht die deutsche Fassung. Weitere Nebenrollen gingen an: Niels Arestrup, David Thewlis, Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch, Celine Buckens, Toby Kebbell; Patrick Kennedy, Leonard Carow, David Kross, Matt Milne, Robert Emms, Eddie Marsan, Nicolas Bro, Rainer Bock, Hinnerk Schönemann, Gary Lydon, Geoff Bell, Liam Cunningham, Sebastian Hülk, Gerard McSorley, Tony Pitts, Irfan Hussein, Pip Torrens, Philippe Nahon, Jean-Claude Lecas, Justin Brett und Maximilian Brückner.

Handlung vom Film „Gefährten“

Ted geht zu einer Pferdeauktion, um ein Pferd für seine Farmarbeit zu ersteigern. Allerdings hat Ted sich in ein junges Halbblut verguckt und im Übermut bietet er mit. Sein Verpächter Lyons hält dagegen, aber mit einem überhöhten Preis erhält er den Zuschlag. Es spricht vieles gegen den Kauf, zudem das Pferd definitiv nicht für den Ackerbau geeignet ist. Zusätzlich ist es einer Frau ein Dorn im Auge. Kurz danach beschließt Albert, sein Sohn, das Pferd abzurichten. Ziel ist es, mithilfe des Pferdes schnell die Schulden an den Verpächter zu bezahlen. Nach der Demütigung während der Auktion stellt Lyon ein Ultimatum: Bestellt Ted seinen Acker nicht, dann gehört ihm das Pferd. Albert nutzt seine Fähigkeiten und fängt an, behutsam das Pferd Joey auszubilden.

Schon bald pflügt Joey das Feld. Das Wetter verspricht, dass die Ernte unter einem guten Stern steht. Doch bald wendet sich das Blatt und ein Unwetter zieht herbei und überschwemmt das ganze Feld. Gleichzeitig setzt der Ersten Weltkrieg ein. Aus der Not heraus verkauft Ted Joey ans Militär. Jedoch versucht Albert, seinen Freund zurückzukaufen, aber ohne Erfolg. Captain Nicholls, der neue Eigentümer, gibt Albert ein Versprechen: Nach dem Krieg bekommst du dein Pferd wieder. Während eines Überraschungsangriffs fällt Nicholls im Kugelhagel und Joey flüchtet in den Wald. Dort fangen ihn deutsche Soldaten ein.

Die Flucht von Joey

Joey ist fähig, den Krankentransport zu ziehen, was ihm sein Leben verlängert. Nun ist Joey im Dienst des deutschen Heers. Günther und Michael kümmern sich um die Pferde des deutschen Heers. Nach dem Befehl an die Front zu gehen, sattelt Günther Joey. Es dauert nicht lange und die Brüder flüchten aus Furcht vor dem Krieg und bald erschießen deutsche Soldaten sie. Wieder ist Joey auf sich allein gestellt, bis Emilie die Tiere findet und sie zum Hof ihres Großvaters bringt. Am nächsten Geburtstag schenkt der Großvater ihr einen alten Sattel und gestattet ihr einen kleinen Ausritt. Ein weiteres Mal nehmen die deutschen Soldaten Joey mit und lassen ihn schwere Geschütze ziehen. Dabei überleben die Tiere meistens nicht.

Jahr 1918: Albert befindet sich mittlerweile in Frankreich. Er hat die Hoffnung, Joey zu finden, bisher nicht aufgegeben. In der Zwischenzeit gelingt dem Halbblüter die Flucht. Wobei er über das Schlachtfeld galoppiert. Durch Glück im Unglück gelangt Joey nun auf die Seite der Briten. Der Offizier findet nichts Gutes an Joey und will es erschießen. Gleichzeitig wurde Albert nach einem Angriff verwundet. Auf dem Krankenbett erzählt ihm sein Freund von einem „Wunderpferd“. Da ahnt Albert, dass es Joey sein könnte. Mithilfe seines Eulenrufs lockt er das Pferd an und stellt fest, dass es Joey ist. Indessen entscheidet der Offizier, dass er sich um das Pferd kümmern darf. Nach Kriegsende kehren Joey und Albert, durch einen glücklichen Zufall und einen guten Menschen, wieder vereint nach England zurückkehren.

Filmkritik von „Gefährten“

Es ist etwas Einzigartiges, einen Kriegsfilm aus der Sicht des Pferdes zu drehen. Steve Spielberg ging mit der Art ein großes Risiko ein. Die Landschafts- und die Kriegsaufnahmen von Kameramann Janusz Kamiński sind atemberaubend. Allerdings ist „Gefährten“ altmodisch, aber im bestmöglichen Sinn.

Teilweise erhält der Zuschauer einen harten Einblick in alle Schrecken des Krieges. Damit der Film nicht zu böse wirkt, baut Spielberg eine Freundschaft zwischen Pferd und Mensch ein. Jedoch taucht im Erzählstrang der Rahmenhandlung eine kleine Schwäche auf, denn er gleitet ins Rührselige ab. Möglicherweise liegt es daran, dass viel Zeit darauf verwendet wird, die Charaktere aufzubauen. Teils sind Figuren episch ausgebreitet. Trotzdem überwiegen die tollen optischen und emotionalen Höhepunkte. Es erwartet Sie ein großes Gefühlskino.

Letzte Aktualisierung am 25.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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