Wer wird deutscher Meister der Saison 2020/21?

Am 22. Mai ist es wieder soweit: Der Deutsche Meister der Fußballbundesliga darf die Meisterschale in die Höhe halten. Für die Fans der meisten Bundesligavereine heißt es bis dahin, die Daumen zu drücken, dass endlich wieder ein anderer Name in die Schale eingraviert werden darf. Im Pokal ist das schon ein gegebenes Gesetz, doch in der Bundesliga? Wird es wieder einmal der FC Bayern München oder kann einer der Verfolger im Rennen zur Meisterschaft ein geschicktes Foul starten und die Münchner im letzten Augenblick ungeahndet zu Fall bringen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Foto eines Fussball Spiel um die Deutsche Meisterschaft im Fußball in der Commerzbank Arena, Frankfurt am MainAbbildung 1: Während die Bayern nach wie vor Top-Favorit sind, spielt sich Frankfurt immer weiter nach oben. Kann die Eintracht bei der Meisterschaft noch ein Wort mitreden? bildquelle: @ Valentin B. Kremer / Unsplash.com

FC Bayern München: der Top-Favorit

Flagge des Fussball-Verein FC Bayern MünchenEigentlich muss zu dem ewigen Meister nicht viel geschrieben werden. Die Bayern führen aktuell die Tabelle mit einem satten drei-Spiele-Vorsprung an. Auf den ersten Blick wirkt also alles so, wie gehabt. Aber trügt der Schein nicht?

  • Geschwächt – die Bayern sind in dieser Saison nicht gut. Gut, sie sind weiterhin besser als der Rest, doch mit wenigen Ausnahmen rannten die Münchner dem Gegner in keinem Spiel davon. Sie verloren gar die Tabellenspitze über einen Spieltag hinweg. Die Schwäche wird durch das Ausscheiden im DFB-Pokal unterstrichen, wie auch dadurch, dass die Champions-League-Auftritte bisher eher Pflicht statt Kür waren.
  • Auf einen Mann konzentriert – selbst die Bayernfans werden es zugeben: Ohne Lewandowski wären so manche Punkte in dieser Saison beim Gegner geblieben. Insgesamt läuft es schlichtweg in keinem Mannschaftsteil gut. Selbst Neuer muss häufiger hinter sich greifen, als man es gewohnt ist.
  • Restprogramm – auch ohne die nun fehlenden paar Pokalspiele, haben die Bayernspieler ein strammes Restprogramm. Die Club-WM dürfte dabei nicht helfen, hinzu kommen im März die Länderspielfreigaben.
    Es ist schlichtweg so, dass die Verfolger in diesem Jahr wirklich die Chance haben, die Bayern zu knacken. Stolpern die Münchner und legen die Verfolger gleich nach, kann es knapp ausgehen.

RB Leipzig: Beste Verfolgerchancen

Flagge des Fussball Verein RB LeipzigSeit sich der RB Leipzig in der Bundesliga bewegt, setzte er sich (mit Ausnahme von Platz 6) oben fest. Längst hat er sich zu Bayerns ärgstem Verfolger gemausert und auch in diesem Jahr scheint es, als könnten es die Bullen schaffen:

  • Leistung – Leipzig spielt eine recht solide Saison. Allerdings fallen auch die Bullen unter den ›Bayernfluch‹ und patzen, sobald die Münchner Punkte liegen lassen. Das muss natürlich dringend abgestellt werden, damit der erste Platz erobert werden kann. Die Buchmacher stufen die Bullen immer besser ein. Wer wetten möchte, sollte sich vorher die Anbieter und ihre Modalitäten anschauen. Auf diesem Portal wird beispielsweise der bet at home Bonus genauer erklärt und Nutzer können sich entsprechend informieren.
  • Team – auch Leipzig hat fixe Spieler, um die sich viel im Spiel dreht. Doch ist der Verein nicht so auf einen Stürmer fixiert, wie beispielsweise die Bayern auf Lewandowski. Der Abgang von Werner fällt bei Leipzig gar nicht auf.
  • Restprogramm – Pokal, Bundesliga, Champions League: aus Leipziger Sicht herrscht ein straffes Restprogramm. Dafür ist der Kader so gut aufgestellt, dass Ausfälle, Schwächephasen und auch Ruhephasen zu überbrücken sein sollten.

Trotz der besten Voraussetzungen gilt, dass Leipzig sich keine Schwäche erlauben darf. Entweder würden die Bayern davonstürmen, oder aber, die nicht zu missachtende Konkurrenz gibt Gas.

VfL Wolfsburg: überraschend gut

An dieser Stelle hätten die meisten Fans wohl einen ganz anderen Verein gesetzt. Doch die Tabelle lügt nicht und was auch immer sich in den letzten Jahren seit den Klassenerhalten dank Relegationssieg in Wolfsburg geschehen ist, es war gut:

  • Leistung – die Wölfe bringen eine konstante Leistung, ohne sich großartig bemerkbar zu machen. Sie gewinnen ihre Spiele, nicht fulminant, doch konstant. Und Letzteres ist der Garant dafür, weit nach oben zu kommen.
  • Team – auch in Wolfsburg läuft alles reibungslos ineinander und spielt miteinander. Der Kader ist kleiner als der von Bayern und Leipzig, was sich eventuell noch rächen könnte.
  • Restprogramm – ein Spiel im DFB-Pokal steht noch an: gegen RB Leipzig. In der Europa League kam Wolfsburg nicht weiter, sodass sich der Verein voll und ganz auf die Liga konzentrieren kann. Ob es zur Meisterschaft reicht, ist dabei unerheblich. Die Champions League ist sicher möglich.

 

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Eintracht Frankfurt – Kurs auf die Königsklasse

Fahne vom Fussball Bundesligisten Eintracht FrankfurtDirekt folgt ein weiterer Verein, der nach seinem fulminanten Sturm auf Europa im letzten Jahr abgefallen ist. Und wenngleich der Saisonstart holprig war und mit einem Ausscheiden aus dem Pokal endete, so ist der Auftritt in der Liga aktuell stark:

  • Leistung – Frankfurt führt aktuell alle positiven Ligastatistiken an. Seit den Trainertagen Stepanovic’ Trainertagen hatte der Verein zu dieser Zeit nie mehr Punkte, damals waren es zwei mehr.
  • Team – sie treffen. Da Silva macht jedes Spiel mindestens eine Bude, Kamada ebenfalls und mit Jovic sitzt der Knisper gar oft noch auf der Bank. Momentan scheint es schlichtweg zu laufen.
  • Restprogramm – problematisch dürfte die Länderspielpause sein, denn Frankfurt stellt international diverse Spieler ab. Ansonsten kann sich der Verein wirklich auf das Ticket zur Königsklasse konzentrieren.

Die weiteren Verfolger

Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach runden das Verfolgerfeld ab. Die Leverkusener starteten stark, ließen im Spätherbst jedoch massiv nach und konnten sich seitdem nicht erholen. Zuletzt hagelte es Niederlagen samt Pokal-Aus beim Viertligisten.

Sowohl bei Dortmund als auch bei Mönchengladbach scheint es teils so, als würde im Kämmerchen mehr über Trainerüberlassungen gesprochen werden, als über die Taktik auf dem Rasen. Gladbach leistete sich unter Dortmunds vermutlichen nächsten Trainer Rose eine peinliche Niederlage im Lokalderby gegen Köln, in Dortmund passen sich selbst Haaland und Moukoko der oft dürftigen Leistung an.

Bei allen drei Vereinen dürften die Auftritte in den europäischen Wettbewerben eher für weiteren Stress im Bundesligaalltag sorgen. Die Meisterschaft ist quasi ausgeschlossen, mit Pech verspielen die Borussenclubs gar das Ticket nach Europa.