34. Jahrestagung der Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung

DAV 2016 - 34. Jahrestagung der Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung

Bereits zum 34. mal kam jetzt die Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung zu ihrer regelmäßigen Jahrestagung DAV 2016 zusammen. Dieses Mal ging es für die Mitglieder der DAV nach Berchtesgaden im Süden von Oberbayern. Über vier Tage gab es ein Programm rund um das Fach der Verbrennungsbehandlungen.

Es gab verschiedene Blöcke zu unterschiedlichen Spezialthemen des Faches wie beispielsweise der Behandlung von Verbrennungen im Kindesalter und der Rehabilitation. Neben den vielen Fachvorträgen und Diskussionen boten sich auch Aktivitäten für die Freizeit, die gemeinsam verbracht wurde. Unter anderem mit einem speziellen Abendessen im Salzbergwerk Berchtesgaden. Das Motto der diesjährigen Konferenz lautete “Verbrennungsmedizin im interdisziplinären Kontext – Gemeinsam sind wir stark”. Einblicke in die DAV-Jahrestagung gibt es in diesem Artikel.

Die 34. Jahrestagung der DAV 2016

Im letzten Jahr traf sich die Arbeitsgemeinschaft in Leogang in Österreich. Zur 34. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung 2016 ging es jetzt in das Kongresshaus von Berchtesgaden und damit im Süden von Bayern zumindest ganz nah an die österreichische Grenze. Für die Konferenz hat man die Tage vom 13. bis zum 16. Januar 2016 gewählt, an denen die Mitglieder in Berchtesgaden zusammenkamen. Die Tagesleitung wurde von Universitäts-Professor Dr. Bert Reichert von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität am Klinikum Nürnberg übernommen. Im Organisationskomitee waren außerdem Dr. Nicole Hauer, Dr. Tobias Jaehn, Dr. Matthias von Kleinsorgen sowie Dr. Reiner Sievers. Für die Organisation nutzte man die Dienste der Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH.

 

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In diesem Jahr richtete man vor allem den Blick auf den interdisziplinären Dialog, also die fachübergreifende Zusammenarbeit, um so Standards für Akut- und Spätphasen von Verbrennungen zu definieren. Im offiziellen Programmheft zur Jahrestagung gab es zudem auch Worte von Melanie Huml, der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. Sie betonte auch noch einmal, dass es bei der Versorgung von Brandverletzungen um die gebündelte Konzentration an wenigen Standorten geht, da die Betreuung die normalen Standards übersteigt. Sie hieß die Gäste und Teilnehmer in Bayern willkommen.

Das Programm der DAV 2016 in Berchtesgaden

Los ging es am Mittwoch, dem 13. Januar. Kurz nach der Mittagszeit konnten sich die Gäste registrieren. Danach folgte zunächst die Vorstandssitzung der DGV, anschließend folgte bis zum Vorabend die Mitgliederversammlung. Der Abend wurde dann für ein gemütliches Get-Together genutzt. Man traf sich im Kongresshaus Berchtesgaden, wo parallel eine Industrieausstellung lief. Die richtige Arbeit begann dann aber am Donnerstag. Vormittags gab es nicht nur die Begrüßung durch die Tagesleitung, sondern auch die ersten Blöcke. Bis zum Mittag waren das Blöcke zur “Infektiologie”, “Varia I” und der “Intensivmedizin I”.

 

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Vorträge dieser ersten Blöcke am Donnerstag waren unter anderem “Die klinische Herausforderung der Wundinfektion durch Pilze bei Schwerbrandverletzten” unter der Federführung von B. D. Mikhail, “Automatisierte Alarmsysteme in der Diagnostik schwerer Infektionen nach Brandverletzungen” von J. Gille oder auch “Studienprotokoll und -design einer prospektiven multizentrischen Observationsstudie zur Beatmungsbehandlung bei brandverletzten Patienten”- unter anderem von J. Horter. Zur Mittagszeit gab es ein Lunchsymposium der PolyMedics Innovations GmbH.

Am Nachmittag ging es dann bis zum Abend mit den Blöcken “Intensivmedzin II” und “Rekonstruktion” weiter. Vorträge waren unter anderem “Selektive Literaturrecherche und Etablierung eines individualisierten, multimodalen Volumenmanagement-Konzeptes zur Behandlung Schwerbrandverletzter innerhalb der ersten 48h” von unter anderem B. Ziegler und “Der Einsatz von Hautexpandern – eine Risikofaktor-Analyse für das Entstehen von Komplikationen” unter der Leitung von C. Smolle. Am Donnerstag trafen sich die Teilnehmer der Jahrestagung dann zu einem ganz besonderen Abendessen im Salzbergwerk Berchtesgaden, das noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

Der Freitag begann erneut am frühen Vormittag. Bis zur Mittagspause gab es die Blöcke zu den Themen “Rehabilitation” und “Innovation”. Erneut gab es darin viele Vorträge und Diskussionen. Einzelne Vorträge waren unter anderem “Die Behandlung brandverletzter Patienten durch spezifische und optimierte Narbenmassagen in Verbindung mit physikalischer Therapie” von P. Gilger und H. Ziegenthaler, “Psychologische Effekte und ausgewählte Aspekte der Maximalkraft- und Kraftausdauer einer dreiwöchigen multimodalen Rehabilitationsbehandlung nach Brandverletzung” von H. Ziegentaler und M. Fischer und auch “Wirkung zwei- gegenüber einmaliger Applikation extrakorporaler Stosswellen auf die Kapillardichte, Entzündungsreaktion und Dermisschichtdicke im Rattenmodell” von C. Ottomann und P. Balks.

 

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Auch am Freitagabend ließ man es sich nicht nehmen, noch einmal gemütlich zusammenzukommen. Das geschah dieses Mal mit einem Festabend im Hotel Edelweiß. Dort wurde bis Mitternacht gefeiert, ehe man den Abend für Nachtschwärmer im Rauchkuchl ausklingen ließ. Am letzten Konferenztag gab es noch die beiden Blöcke “Verbrennungsbehandlung im Kindesalter” und “Varia III”. Mit der Jahresstatistik, der Preisverleihung und er Verabschiedung fand die Jahrestagung dann ihr Ende.

Fazit zur DAV 2016 in Berchtesgaden

Verletzungen durch Verbrennungen erfordern ganz spezielle Behandlungen, die besondere Anforderungen und viel Zeit erfordern. Daraus ergibt sich die Spezialisierung, die durch die Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung repräsentiert wird. Zu ihrer 34. Jahrestagung trafen sich die Mitglieder in Berchtesgaden. Übergeordnetes Motto war das interdisziplinäre Arbeiten, um so Brandverletzungen noch besser gerecht werden zu können. Über vier Tage gab es dann mehrere Themenblöcke, in denen Vorträge und Diskussionen gehalten wurden. Am jeweiligen Abend gab es dann die Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen, unter anderem bei einem schönen Abendessen in einem Salzbergwerk. Im nächsten Jahr wird es nach Chur in die Schweiz gehen.