Winnetous Sohn

In „Winnetous Sohn„, einer humorvollen und herzlichen Erzählung, erleben wir die Abenteuer von Max, einem Jungen mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft für das Leben eines Indianers. Der Film, inszeniert von André Erkau, greift das Thema der Selbstfindung auf und verwandelt es in ein farbenfrohes Abenteuer für die ganze Familie. Max, der sich nichts sehnlicher wünscht, als bei den Karl-May-Festspielen die Rolle von Winnetous Sohn zu spielen, sieht sich mit einer großen Herausforderung konfrontiert. Seine Träume führen ihn auf einen Pfad, der Mut und Entschlossenheit erfordert.

Winnetous Sohn
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Lorenzo Germeno, Tristan Göbel, Alice Dwyer (Schauspieler)
  • André Erkau (Regisseur) - Thomas Brinx (Autor) - Ingelore König (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Während Max sich auf seine Rolle vorbereitet, entdeckt er die Welt der Erwachsenen, die geprägt ist von Unstimmigkeiten und persönlichen Kämpfen. Seine Reise wird jedoch durch die Freundschaft mit Morten, einem anderen Theater-Aspiranten, erleichtert. Diese beiden jungen Helden teilen die Bühne und ihre Träume und finden dabei Wege, ihre individuellen Talente zu fördern. Wird Max es schaffen, nicht nur die Rolle zu ergattern, sondern auch die Herzen des Publikums zu gewinnen?

Drehorte, Regie und Besetzung von „Winnetous Sohn“

Winnetous Sohn„, ein Film aus dem Jahr 2015, entstand unter der Regie von André Erkau. Der Film, mit einer Länge von 91 Minuten und einer FSK-Freigabe von 0, fällt in das Genre der Komödie. Zu den Hauptdarstellern zählen Lorenzo Germeno als Max, Tristan Göbel als Morten, und Christoph Letkowski, der Max‘ Vater Torsten spielt. Die weiteren Rollen wurden besetzt mit Alice Dwyer, Katharina Marie Schubert, Tyron Ricketts, Uwe Ochsenknecht und Armin Rohde. Produziert von Ingelore König und mit Musik von Gary Marlowe, liefert der Film eine humorvolle Erzählung, unterstützt durch die Kameraarbeit von Ian Blumers und den Schnitt von Anke Berthold.

Der Film profitierte von der Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“ 2013/2014 und basiert auf einem Drehbuch von Anja Kömmerling und Thomas Brinx. Die Produktion übernahmen Kinderfilm, ZDF und KiKA, mit Unterstützung mehrerer deutscher Förderinstitutionen. Gedreht wurde „Winnetous Sohn“ im August und September 2014 über 32 Tage hinweg in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, was den regionalen Bezug der Filmproduktion unterstreicht. Der deutsche Kinostart erfolgte am 9. April 2015, wobei der Film in der deutschen Filmförderlandschaft eine bemerkenswerte Rolle spielte.

Handlung / Inhaltswiedergabe

Max, ein selbstbewusster, übergewichtiger Junge, sieht sich selbst als echter Indianer. Als er erfährt, dass bei den Karl-May-Festspielen ein Darsteller für Winnetous Sohn gesucht wird, beschließt er, sich zu bewerben. Um Morten zu überzeugen, schließt er eine Wette mit ihm ab: Wenn er es schafft, am Casting teilzunehmen, muss Morten mit ihm trainieren.

Nachdem Max zum Casting zugelassen wird, beginnt er mit der intensiven Vorbereitung. Er muss nicht nur reiten lernen, sondern auch andere Fertigkeiten wie Lasso werfen, Feuer machen und Bogenschießen meistern. Trotz der Herausforderungen, die sein unzuverlässiger Vater und seine abgelenkte Mutter darstellen, erhält er wichtige Unterstützung von Morten, der ihm bei den Vorbereitungen zur Seite steht.

Neben den physischen Herausforderungen hat Max sich auch vorgenommen, seine zerstrittenen Eltern wieder zusammenzubringen. Dieses Vorhaben bringt zusätzliche Spannungen, zeigt jedoch Max’ Entschlossenheit, seine Familie zu heilen und zugleich seinen Traum, Winnetous Sohn zu werden, zu verwirklichen. Seine Abenteuer bei den Vorbereitungen und sein unermüdlicher Einsatz zeichnen das Bild eines Jungen, der gegen alle Widrigkeiten an seinen Träumen festhält.

Filmkritik von „Winnetous Sohn“

Winnetous Sohn“ von André Erkau nimmt sich der großen Aufgabe an, den Westernmythos neu zu interpretieren und richtet sich dabei an ein junges Publikum. Mit einer Mischung aus Pathos und Ironie versucht der Film, moderne Realitäten mit dem traditionellen Indianerbild zu vermengen. Das Drehbuch von Thomas Brinx und Anja Kömmerling führt den Zuschauer in eine Welt, in der Kinder ihre Heldenrolle ernst nehmen, während im Hintergrund die Realität in Form von S-Bahnen und Windrädern unermüdlich weiterläuft. Diese bildlichen Kontraste sollen wohl die Verschmelzung von kindlicher Fantasie und erwachsener Welt symbolisieren, doch gelingt dies nur teilweise, da der Film manchmal Gefahr läuft, seine Botschaft zu überladen.

Erkau bemüht sich, durch die Augen seines jungen Protagonisten Max eine Geschichte über das Überwinden von Realitäten zu erzählen, wobei kindliche Naivität gegen erwachsene Desillusionierung ankämpft. Der Film zeigt eindrücklich, wie kindliche Träume die harten Kanten des Alltags abschleifen können. Trotzdem bleiben einige Szenen hinter ihren Möglichkeiten zurück, indem sie zu stark auf Altbekanntes setzen und so die Chance verpassen, tiefer in die komplexen Themen von Familie und Identität einzudringen. Obwohl „Winnetous Sohn“ streckenweise unter seinem ambitionierten Ansatz leidet, bietet der Film unterhaltsame Einblicke und ein paar wertvolle Lebenslektionen, auch wenn er das Potenzial seines Ausgangsmaterials nicht vollständig ausschöpft.

Letzte Aktualisierung am 22.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API