The Big Lebowski

In „The Big Lebowski“ begegnen wir Jeffrey „The Dude“ Lebowski, einem charismatischen Slacker aus Los Angeles. Sein Leben dreht sich um Bowling, White Russians und Joints. The Dude verkörpert den Inbegriff eines entspannten Lebensstils, fernab von gesellschaftlichen Erwartungen. Seine Tage sind unstrukturiert, gefüllt mit kleinen Freuden und gelegentlichen Begegnungen mit Freunden. Diese Freunde, Walter Sobchak, ein hitzköpfiger Vietnam-Veteran, und Donny Kerabatsos, der ruhigere, oft übergangene Teil des Trios, begleiten ihn auf seinen Abenteuern. Ihre Welt wird durch einen unerwarteten Vorfall auf den Kopf gestellt. Zwei Schläger verwechseln The Dude mit einem reichen Namensvetter und ruinieren dabei seinen geliebten Teppich.

The Big Lebowski [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Jeff Bridges, Julianne Moore, Steve Buscemi (Schauspieler)
  • Joel Coen (Regisseur) - Ethan Coen (Autor) - Ethan Coen (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Das Ereignis setzt eine Kette skurriler Geschehnisse in Gang. The Dude beschließt, den reichen Jeffrey Lebowski aufzusuchen, um Ersatz für seinen Teppich zu fordern. Anstatt Hilfe findet er sich jedoch in einer vermeintlichen Entführungsgeschichte wieder. Die Coen-Brüder führen uns durch eine Welt, in der das Absurde auf das Alltägliche trifft. Jede Figur bringt ihre eigene Verrücktheit mit, von der künstlerischen Maude Lebowski bis hin zu den nihilistischen Deutschen. „The Big Lebowski“ ist eine Komödie, die uns durch ihre unkonventionellen Charaktere und überraschenden Wendungen fesselt. Sie lädt uns ein, das Leben aus der Perspektive eines Mannes zu betrachten, der trotz aller Widrigkeiten seinen eigenen Weg geht.

Drehorte, Regie und Besetzung von „The Big Lebowski“

The Big Lebowski„, eine Filmkomödie aus dem Jahr 1998, entstand unter der Regie der Ethan Coen und Joel Coen Brüder. Die Hauptrolle des Jeffrey ‚The Dude‘ Lebowski verkörpert Jeff Bridges. Als weitere bedeutende Darsteller glänzen John Goodman als Walter Sobchak, Steve Buscemi als Donny Kerabatsos, Julianne Moore als Maude Lebowski und David Huddleston als The Big Lebowski. Philip Seymour Hoffman überzeugt in der Rolle des Brandt. Ethan und Joel Coen zeichneten zudem für das Drehbuch verantwortlich.

Die Produktion dieses Kultfilms fand zwischen dem 27. Januar und dem 25. April 1997 in Kalifornien statt. Für die musikalische Untermalung sorgte Carter Burwell, während Roger Deakins für die Kameraarbeit verantwortlich war. Der Filmschnitt erfolgte durch Roderick Jaynes und Tricia Cooke. Mit einem Budget von rund 15 Millionen US-Dollar erzielte „The Big Lebowski“ bis Ende Mai 1998 weltweit Einnahmen von etwa 27 Millionen US-Dollar. Der Film wurde zur Berlinale 1998 eingeladen, für den Goldenen Bären nominiert und bei den Europäischen Filmpreisen 1998 als bester nicht-europäischer Film anerkannt. Die Russian Guild of Film Critics kürte ihn 1998 zum besten ausländischen Film.

Handlung vom Film „The Big Lebowski“

Im Jahr 1991 wird Jeffrey „The Dude“ Lebowski, ein entspannter Bowler aus Los Angeles, von zwei Schlägern angegriffen. Sie verwechseln ihn mit einem anderen Jeffrey Lebowski, dessen Frau Schulden bei Pornokönig Jackie Treehorn hat. Nachdem die Schläger Dudes Teppich ruinieren, suchen er und seine Bowlingfreunde, Walter und Donny, den reichen Jeffrey Lebowski auf. Der Dude will eine Entschädigung für seinen Teppich, wird jedoch abgewiesen. Durch eine List gelingt es ihm jedoch, einen ähnlichen Teppich aus Lebowskis Villa zu entwenden. Kurz darauf erfährt der Dude, dass Bunny Lebowski, die Frau des reichen Lebowski, entführt wurde.

Lebowski beauftragt den Dude, das Lösegeld zu überbringen, aber Walter glaubt, dass die Entführung vorgetäuscht ist. Sie inszenieren eine falsche Lösegeldübergabe und kehren zur Bowlingbahn zurück, lassen dabei den Koffer mit dem Geld im Auto. Das Auto wird gestohlen, und der Dude gerät in Schwierigkeiten, als Lebowski ihn mit einem abgetrennten Zeh konfrontiert, der angeblich zu Bunny gehört. In der Zwischenzeit bittet Lebowskis Tochter Maude den Dude, ihr bei der Wiederbeschaffung des Geldes zu helfen, das ihr Vater illegal von einer Familienstiftung entnommen hat.

Der Weg des Dude

Als der Dude sein gestohlenes Auto wiederfindet, fehlt der Geldkoffer. Er entdeckt einen Hinweis, der zu einem Teenager namens Larry Sellers führt. Walter und der Dude konfrontieren Larry, doch der Vorfall eskaliert, als Walter fälschlicherweise annimmt, ein teurer Sportwagen gehört Larry und zerstört ihn aus Wut. Tatsächlich gehört das Auto einem Nachbarn, der als Rache den Wagen des Dude demoliert. Währenddessen entführen Treehorns Schläger den Dude, der in eine wirre Situation gerät, nachdem er von Treehorn betäubt und später von der Polizei aufgegriffen wird.

Die Ereignisse gipfeln, als der Dude und Walter den reichen Lebowski konfrontieren. Sie entdecken, dass Bunny zurückgekehrt ist, nachdem sie ohne Ankündigung verreist war. Bunny und ihre nihilistischen Freunde hatten die Gelegenheit genutzt, um Lebowski zu erpressen. Lebowski wiederum hatte versucht, Geld aus der Familienstiftung zu veruntreuen. Walter und der Dude kehren zur Bowlingbahn zurück, wo sie auf Jesus Quintana treffen. Eine gewalttätige Auseinandersetzung folgt, und Donny erleidet einen tödlichen Herzinfarkt. Walter und der Dude verstreuen Donnys Asche, die traurige, aber auch komische Momente hervorruft. In der Schlussszene fasst der Erzähler, der Stranger, die Geschehnisse zusammen und deutet auf eine Zukunft mit einem kleinen Lebowski hin.

Filmkritik von „The Big Lebowski“

The Big Lebowski„, ein Meisterwerk der Coen-Brüder, porträtiert The Dude, ein Relikt der Flower-Power-Generation. Er lebt ein einfaches Leben in L.A., geprägt von Bowling, White Russians und Joints. The Dude, ein gestrandeter Alt-68er, bleibt seiner Mentalität treu, trotz seines wenig ereignisreichen Daseins. Er ist ein Paradoxon: ein historisches Überbleibsel, das in die Gegenwart hineinlebt. Seine Freunde Walter, ein kampfbereiter Vietnam-Veteran, und der stille Donny bilden mit ihm ein unkonventionelles Trio. Ihr Alltag wird jäh unterbrochen, als zwei Schläger, gesandt von einem Pornoproduzenten, den falschen Jeffrey Lebowski, den Dude, aufsuchen und seinen Teppich ruinieren. Die anschließende Verwicklung des Dudes in eine vermeintliche Entführung führt zu einer Reihe von verwickelten und absurden Ereignissen.

Diese Ereignisse offenbaren die Genialität der Coens in der Verknüpfung von Drama, Krimi und Komödie. The Dude, anfangs eine exotische Figur, erweist sich im Laufe des Films als vernünftiger als die anderen Charaktere. Er navigiert durch das Chaos, das andere verursacht haben, und stolpert dabei von einer missglückten Aktion zur nächsten. Umgeben von exzentrischen Figuren – dem aggressiven Bowler Jesus, der kampflustigen Feministin Maude, den lächerlichen Nihilisten und dem vornehmen Lakai Brandt – bleibt The Dude doch der sympathischste Charakter. „The Big Lebowski“ erzählt weniger eine lineare Geschichte als vielmehr einen Zustand, eingefangen in der typischen Coen-Manier. Die Besetzung, angeführt von Jeff Bridges, vervollständigt dieses kinematografische Erlebnis. Der Film zieht den Zuschauer in eine Welt, in der das Absurde normal und das Normale absurd erscheint.

Letzte Aktualisierung am 29.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API