Roadtrips durch Österreich: Das müssen Urlauber beachten

Roadtrips durch Österreich: Das müssen Urlauber beachten

Städte wie Wien, Salzburg und Kärnten stellen beliebte Reiseziele in Österreich dar. Sie lassen sich von Koblenz oder Neuwied schnell erreichen: Mit dem Auto sind es nur knapp sieben Stunden nach Salzburg. Ob bei einer Tagesreise, einem Wochenendtrip oder umfassenden Urlaub – die atemberaubende Landschaft Österreichs kommt bei einem Roadtrip besonders gut zur Geltung.

Nicht nur die Ostalpen hinterlassen hierbei einen einmaligen Eindruck: Das Alpenvorland kann sich genauso gut sehen lassen und lädt zum Wandern oder Erleben der lokalen Kulinarik ein. Was also gibt es zu beachten, wenn der Roadtrip nun auf direktem Wege nach Österreich führen soll?

Auf Österreichs Straßen unterwegs – Maut berücksichtigen

Wer einen Roadtrip durch Österreich unternehmen möchte, ist dazu auf einigen Autobahnen und Schnellstraßen des Landes unterwegs. Autofahrer sollten wissen, dass hier eine Mautpflicht besteht: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gewicht müssen über die sogenannte Vignette verfügen. Vignetten können für verschiedene Zeiträume erworben werden – und zwar online oder in Verkaufsstellen vor Ort.

Wer seine Fahrt so entspannt wie möglich gestalten möchte, kann auf die digitale Vignette für die Maut in Österreich setzen und ist damit auf fast allen Strecken abgesichert. Werden auf dem Weg zum Urlaubsziel Pässe oder Tunnel befahren, muss mit einer Sondermaut gerechnet werden. Diese wird zusätzlich zur Vignetten-Maut erhoben und kann an den betreffenden Streckenabschnitten gezahlt werden – alternativ ist auch die Online-Vorauszahlung möglich.

Viele Pausen einlegen und Landschaft genießen

Es gibt zwei wesentliche Gründe dafür, bei einem Roadtrip durch Österreich viele Pausen einzuplanen. Zum einen führen einige Routen über Österreichs Bergstraßen, deren Befahren wegen der vielen engen Kurven eine hohe Konzentration erfordert. Wer sicher ankommen möchte, sollte nicht übermüdet oder unkonzentriert fahren. Zur Sicherheit beim Fahren ist es besser, mehr Pausen einzuplanen und gerade auf langen Strecken sollte ausreichend Erholung Priorität haben.

Zum anderen lohnen sich mehr Pausen allerdings auch wegen der atemberaubenden Landschaft: Ob man Alpengipfel auf sich wirken lassen oder Highlights wie die Steppenlandschaften begutachten möchte – bei einer Pause sollten sich Autofahrer viel Zeit für die schönsten Seiten Österreichs nehmen. Die einzigartigen Kulissen können auch auf Fotos festgehalten werden, um anschließend in das Familienalbum zu wandern. Fest steht: Wer sich Zeit nimmt, kann von jeder Fahrt zahlreiche Eindrücke mitnehmen.

Bei jeder Fahrt Sicherheit priorisieren – das sollten Fahrzeugführer im Hinterkopf behalten

BergstrassenWie bereits erwähnt, führt der Verkehr häufig über Österreichs Bergstraßen. Aufgrund ihrer Enge gelten besondere Richtlinien: So muss nicht nur sehr vorausschauend und so weit rechts wie möglich gefahren, sondern im Ernstfall auch der Gegenverkehr durchgelassen werden. Es gilt: An engen Stellen muss der Fahrer zurücksetzen, dem der Vorgang am leichtesten fällt.

Weiterhin wichtig: Das Abblendlicht muss auch tagsüber eingeschaltet werden. Dieser Schritt ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es in Deutschland nur während der Dämmerung und Dunkelheit gefordert wird. Fahrzeugführer sollten sich deshalb vor Fahrtbeginn vergewissern, ob das Abblendlicht eingeschaltet ist und notfalls mit Hilfe eines Notizzettels am Lenkrad daran erinnern. Wer das Abblendlicht vergisst, muss hingegen mit einem Bußgeld rechnen.

Stets auf das Wetter achten

Roadtrip-Reise unternehmen nicht einfach nur eine Rundfahrt durch Österreich – in den meisten Fällen stehen auch Bergtouren in Form von Wanderungen, Kletter-Abenteuern oder Radtouren auf dem Programm. Vor einem solchen Vorhaben sollte unbedingt die Wetterlage geprüft werden: Schließlich können sich in den Bergen schnell Unwetter bemerkbar machen, mit denen man nicht gerechnet hat. Gerade in den luftigen Höhen der Alpen sind Unwetter nicht ungefährlich: So erschweren Regen und Nebel die Sicht unterwegs, was die Orientierung beeinträchtigt.

Auf der anderen Seite sind Unwetter in den Bergen aber auch lebensbedrohlich: Die Blitzschlaggefahr ist in den Höhen besonders hoch, aber es kann auch schnell zu Sturzbächen kommen. Je nach Jahreszeit ist auch eine schnelle Unterkühlung möglich, da Temperaturen bei schlechtem Wetter zügig abfallen. Aus diesem Grund sollten Reisende in den Bergen für alle Fälle gewappnet sein.

Bei einem Roadtrip im Auto übernachten – so geht’s richtig

Im Auto übernachten verbotenWildcampen ist in Österreich nicht erlaubt. Wer also beim Übernachten im PKW erwischt wird, muss mit Strafen rechnen. Das Bußgeld kann hierbei mehrere hundert Euro betragen, variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland. Besser ist es, vorab ausgewiesene Campingplätze zu recherchieren und anzusteuern. Mehr als 600 Campingplätze hat das Land zu bieten, sodass sich auf der ganzen Strecke Optionen mit erstklassiger Aussicht und vielen Annehmlichkeiten auswählen lassen. Wer auf Parkplätzen allerdings eine Pause machen möchte, darf dies tun. Schließlich dienen Pausen der Fahrtüchtigkeit und Erholung – ausgenutzt werden sollte das allerdings nicht.

Übrigens: Auch im Wald sollten Roadtrip-Reisende möglichst nicht übernachten. Das Zelten im Wald ist in Österreich nämlich gesetzlich verboten. Wer dennoch dabei erwischt wird, muss mit einer Verwarnung oder Strafe von 150 Euro rechnen. Wer zudem im Nationalpark zeltet, kommt dabei am teuersten zu stehen.

Natur und Tierwelt schützen

Bei einem Roadtrip durch Österreich lässt sich die Naturschönheit des Landes aus nächster Nähe beobachten. Damit dies auch so bleibt, sollten es sich Urlauber zu Herzen nehmen, keinen Müll zu hinterlassen und Tier und Umwelt zu schützen. Das gilt sowohl auf Parkplätzen am Straßenrand, als auch auf einer Wanderung in Wäldern und Bergen. Äußerst wichtig ist es in Österreich auch, Weidetiere zu respektieren. Sie sollten also weder aufgescheucht, noch anderweitig gestört werden.