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Seit dem 23. Oktober läuft Lupin Staffel 4 bei Netflix, und seit dem Start steht fest, was vorher nur zu ahnen war: Sechs Figuren sprechen auf Deutsch mit neuen Stimmen, allen voran Omar Sy als Assane Diop. Wer die neuen Sprecher sind, warum es zum Wechsel kam und wie es mit der Serie weitergeht, steht hier.
Lupin Staffel 4: Neue Stimme für Omar Sy und fünf weitere Figuren
Netflix hat die Namen der neuen Sprecher vorab nicht genannt, laut DWDL stehen sie wie üblich im Abspann. Fast der gesamte Hauptcast klingt jetzt anders:
| Figur | Darsteller | Neue Stimme | Bisherige Stimme |
| Assane Diop | Omar Sy | Alexander Doering | Sascha Rotermund |
| Claire | Ludivine Sagnier | Aline Staskowiak | Anne Helm |
| Hubert Pellegrini | Hervé Pierre | Rainer Doering | Michael Iwannek |
| Juliette Pellegrini | Clotilde Hesme | Damineh Hojat | Yvonne Greitzke |
| Benjamin Ferel | Antoine Gouy | Ricardo Richter | Michael Ernst |
| Sofia Belkacem | Shirine Boutella | Marie-Terese Katt | Leonie Dubuc |
Die Synchronisation entsteht bei den Eclair Studios Germany in Berlin, die Dialogregie übernimmt in Teil 4 Michael Nowka, in Teil 3 war es Jürgen Wilhelm. Eine kuriose Randnotiz: Rainer Doering, der Hubert Pellegrini spricht, ist der Vater von Alexander Doering, der nun Assane spricht. In der Serie sind die beiden Figuren über weite Strecken Gegenspieler.
Wer sich an die neuen Stimmen nicht gewöhnen möchte, kann die französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln wählen, sie ist vom Synchronstreit nicht betroffen.
Warum die Stimmen gewechselt haben
Hintergrund ist ein Streit zwischen Netflix und dem Verband Deutscher Sprecher:innen (VDS) um eine KI-Klausel in den Verträgen für Synchronsprecher. Nach Darstellung von Moviepilot dürfen Aufnahmen demnach in das Training einer KI einfließen, was die Sprecher als existenzbedrohend sehen. Netflix beruft sich auf eine Einigung mit der Schauspielgewerkschaft BFFS aus dem Sommer 2025, wonach Sprecher bezahlt werden, sobald eine mit ihren Stimmen trainierte KI eingesetzt wird. Dem VDS reicht das nicht, er ruft zum Boykott der neuen Verträge auf. Sascha Rotermund und Anne Helm hatten laut DWDL bereits im April angekündigt, die neuen Verträge nicht zu unterschreiben.
„Lupin“ gilt laut Moviepilot als bislang prominentester Fall, bei Netflix-Serien waren zuvor bereits Stimmen in „Stranger Things: Tales From ’85“ ausgetauscht worden. Die Reaktionen fallen deutlich aus: Unter dem deutschen Trailer kritisieren viele Fans die neue Stimme von Assane, einige kündigten an, die Staffel deshalb nicht zu schauen. Auch die Synchronbranche ist laut DWDL gespalten.
Lupin Staffel 4 Cast: Wer ist dabei?
Omar Sy ist wieder die Hauptfigur und diesmal auch Co-Showrunner, gemeinsam mit Louis Leterrier. Zwei Neuzugänge stoßen dazu: Théo Christine und Laïka Blanc-Francard. Netflix hat ihre Rollen nicht offiziell genannt, Moviepilot führt Théo Christine als nun erwachsenen Raoul, den in den ersten drei Teilen Etan Simon gespielt hatte.
| Darsteller | Rolle |
| Omar Sy | Assane Diop |
| Ludivine Sagnier | Claire |
| Antoine Gouy | Benjamin Ferel |
| Soufiane Guerrab | Youssef Guédira |
| Shirine Boutella | Sofia Belkacem |
| Clotilde Hesme | Juliette Pellegrini |
| Hervé Pierre | Hubert Pellegrini |
| Naky Sy Savané | Mariama, Assanes Mutter |
| Théo Christine | neu im Cast, laut Moviepilot als Raoul |
| Laïka Blanc-Francard | neu im Cast |
Worum geht es in Lupin Teil 4?
Die Handlung setzt vier Jahre nach den Ereignissen von Teil 3 ein: Assane sitzt immer noch im Gefängnis und hat mit seinem Leben als Lupin eigentlich abgeschlossen. Er möchte seine Strafe absitzen und danach sein Versprechen gegenüber seinem Sohn einlösen, gemeinsam die Familie im Senegal zu besuchen.
Dieser Plan gerät ins Wanken, als mehrere Museumsraube im Namen von Lupin angekündigt werden. Obwohl Assane hinter Gittern sitzt, deuten laut TV Movie plötzlich sämtliche Beweise auf ihn. Um seine Unschuld zu beweisen und den geheimnisvollen Nachahmer zu entlarven, muss er fliehen und wieder zum echten Lupin werden.
Omar Sy bezeichnete Teil 4 laut TV Movie als bewusste Weiterentwicklung: Die Elemente, die „Lupin“ erfolgreich gemacht haben, sollen bleiben, aber etwas Neues und Größeres werden. Neue Technologien, größere Actionsequenzen und ein gefährlicherer Gegenspieler sollen die Serie stärker in Richtung Blockbuster bewegen, außerdem entfernt sie sich weiter von den Geschichten Maurice Leblancs und baut ein eigenes „Lupin“-Universum auf.
Wie viele Folgen hat Lupin Staffel 4?
Lupin Staffel 4 hat acht Folgen, die alle gleichzeitig am 23. Oktober 2026 erschienen sind. Damit ist es die längste Staffel bisher, nach jeweils fünf Folgen in den ersten beiden Teilen und sieben in Teil 3. Die einzelnen Folgen dauern je nach Quelle rund 45 bis 50 Minuten.
Rechnerisch ergibt das eine Gesamtlaufzeit von etwa sechs bis knapp sieben Stunden, wer die Staffel an einem Wochenende schauen möchte, sollte das einplanen. Gedreht wurde laut Moviepilot von Mai bis September 2025 in Paris, Netflix hatte die Fortsetzung mit dem Drehbeginn im Mai 2025 angekündigt.
Lupin Episodenguide: Alle Teile im Überblick
Die Folgen der Serie tragen nummerierte Titel, Folge 1 von Teil 4 heißt laut Moviepilot „Kapitel 1“. Insgesamt umfasst die Serie damit 25 Folgen. Auffällig ist, wie stark die Pausen zwischen den Teilen gewachsen sind, während die Zahl der Folgen stieg.
| Teil | Start bei Netflix | Folgen | Folgen insgesamt | Abstand zum vorigen Teil |
| Teil 1 | 8. Januar 2021 | 5 | 5 | |
| Teil 2 | 11. Juni 2021 | 5 | 10 | gut 5 Monate |
| Teil 3 | 5. Oktober 2023 | 7 | 17 | gut 2 Jahre |
| Teil 4 | 23. Oktober 2026 | 8 | 25 | gut 3 Jahre |
Die Abstände ergeben sich rechnerisch aus den Startterminen.
Lupin Teil 5: Gibt es eine Fortsetzung?
Eine weitere Staffel hat Netflix bislang nicht bestätigt, deshalb gibt es auch keinen Starttermin. Ungewöhnlich ist das laut TV Movie zum Start nicht: Netflix wartet bei vielen Serien zunächst ab, wie sich die neuen Folgen in den ersten Tagen und Wochen entwickeln.
Für eine Fortsetzung sprechen mehrere Punkte. Teil 4 wurde nie als finale Staffel angekündigt, und das Ende lässt laut Stuttgarter Zeitung Fragen offen. Zudem gehört „Lupin“ zu den erfolgreichsten nicht-englischsprachigen Netflix-Produktionen: Teil 1 kommt laut TV Movie in Netflix‘ Bestenliste auf rund 99,5 Millionen Views, Teil 2 auf mehr als 68 Millionen. Omar Sy hat außerdem erklärt, dass er sich für eine Fortsetzung mehr Mitsprache gewünscht habe, was ihm mit der Rolle als Co-Showrunner erfüllt wurde.
Wann ein Teil 5 erscheinen könnte, ist reine Spekulation. TV Movie hält einen Start Ende 2027 für theoretisch möglich, 2028 für realistischer, wenn Netflix zeitnah grünes Licht gibt.