Kameras gebraucht kaufen!? Die Vor- und Nachteile im Überblick

Die Vor- und Nachteile eines Kaufes, bei dem keine brandneue Ware den Besitzer wechselt, sondern bereits benutzte Produkte, sind auf den ersten Blick sicherlich jedem klar: Die Anschaffungskosten für einen gebrauchten Gegenstand, beispielsweise für eine gebrauchte Kamera, liegen deutlich unter den Anschaffungskosten einer neuen Kamera.

Allerdings sorgen sich viele Konsumenten um die Funktionsfähigkeit und die Qualität des Gebrauchtgegenstandes. Warum gebrauchte Kameras durchaus eine Option sind und worauf es beim Kauf zu achten gilt, verrät der folgende Beitrag.

Kameras gebraucht kaufenAbbildung 1: Der Traum von einer Kamera muss nicht an den Kosten scheitern, denn: Kameras gebraucht zu kaufen, kann durchaus Sinn machen und bietet viele Vorteile.

In drei Schritten zur guten, gebrauchten Kamera

Um sich eine gebrauchte Kamera anzuschaffen, ist ein ähnlicher Weg zu beschreiten wie beim Kauf einer neuen Kamera. Und das bedeutet:

Schritt 1: Modell auswählen

Gebrauchte Kamera auswählen ist Schritt 1Wer im Begriff ist, eine Kamera anzuschaffen, muss sich für ein Modell, eine Marke oder zumindest für einen Funktionsumfang entscheiden. Das ist wichtig, um das passende Modell auf dem Gebrauchtmarkt zu finden und, um zu vergleichen, ob die gebrauchte Kamera auch wirklich deutlich günstiger ist als das neue Gerät. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben die Geräte, deren Hersteller gerade erst ein brandneues Modell auf den Markt gebracht haben. Dann fallen die „alten“ Modelle im Preis und werden gebraucht erschwinglich, weil die wahren Fans der Marke vermutlich zeitnah das neueste Gerät kaufen werden.

Schritt 2: Kaufvarianten checken

Der ausführliche Qualitäts Check vor dem KaufWer eine gebrauchte Kamera nicht im Elektrohandel kauft, der bekommt meist auch nicht dieselben Garantieoptionen präsentiert wie im Handel. Grundsätzlich gilt sowohl bei einem Händler, der Gebrauchtwaren verkauft, wie auch bei einer Privatperson: Eigentlich gilt die Gewährleistungsfrist zwei Jahre lang. Im Handel mit Neuprodukten liegt die Gewährleistungsfrist bei 24 Monaten, bei gebrauchter Ware bei 12 Monaten. Ein gewerblicher Verkäufer kann diese Gewährleistungspflicht nicht ausschließen, ein privater Verkäufer kann dies durchaus tun. Deswegen ist der Verkauf einer gebrauchten Kamera bei einem seriösen Gebrauchtwarenhändler einem Privatkauf vorzuziehen.

Schritt 3: Bezahlen und versenden – aber sicher!

Versand und Bezahlung der KameraBezüglich Bezahlung und Versand gilt: Idealerweise wird die Ware auf Rechnung gekauft oder per PayPal überwiesen. Damit wird die Bezahlung erst dann freigegeben, wenn die Ware auch wirklich angekommen ist. Mit Blick auf den Versand sollte nicht gespart werden. Stattdessen ist es gut und sinnvoll, eine versicherte Versandoption zu wählen. Damit lässt sich nicht nur das Päckchen genau verfolgen. Gerade wenn sich zu Feiertagen, wie etwa Weihnachten, die Päckchenberge häufen, ist es deutlich sicherer, eine Versicherung für das Päckchen zu haben – denn auch gebraucht sind Kameras meist kein Schnäppchen.

Ist die Kamera da, muss das Gerät genau geprüft werden

Wer nach diesen simplen drei Schritten an eine gebrauchte Kamera gekommen ist, sollte diese nun prüfen, um Schäden auszumachen und ggf. reklamieren zu können. Kratzer, Risse und Abplatzungen zeugen davon, dass mit dem Gerät nicht gerade pfleglich umgegangen wurde. Im schlechtesten Fall bedeutet ein ramponiertes Gehäuse auch, dass die Kamera regelmäßig zu Boden gefallen ist. Ob durch Stürze oder Stöße Beschädigungen im Inneren bedingt wurden, kann keiner auf den ersten Blick sehen. Hier gilt: Hat der Verkäufer in der Produktbeschreibung nicht auf die Gebrauchsspuren hingewiesen, ist es sicherer, das Gerät zurückzuschicken. Die Gefahr ist groß, dass der Verkäufer hier nicht allzu seriös agiert hat.

Eine gebrauchte Kamera mit Zubehör kaufenAbbildung 2: Im besten Fall wird die Kamera mit Zubehör verkauft. Wenn nicht, sollte im Vorfeld geprüft werden, ob es vom Hersteller noch Zubehör gibt.

Alternativ können Schäden an Sensor und Objektiv in Eigenregie geprüft werden. Auch mechanisch sollten sich alle Bauteile der Kamera gut bewegen lassen. Dann ist die Chance groß, dass die Kamera in Ordnung ist. Damit kein Schritt bei der Prüfung der gebrauchten Kamera vergessen wird, hilft es eine Checkliste zu beachten.

Günstiger Preis vs. großes Risiko

Wer umsichtig agiert und sich bewusst nach einer gebrauchten Kamera umsieht, weil zunächst mit einem gebrauchten Modell überprüft werden soll, ob die Liebe zur Fotografie von langer Dauer ist, reduziert zwar das Risiko, einen kompletten Reinfall beim Kamerakauf zu erleben – gefeit ist davor jedoch niemand. So bleibt bei der Idee, eine gebrauchte Kamera zu kaufen, ein Restrisiko bestehen.

Ist die gebrauchte Kamera unversehrt, hat der Käufer der gebrauchten Kamera im besten Fall ein gut gepflegtes Liebhaberstück gekauft. Tipp: Idealerweise bietet der Verkäufer sein Zubehör direkt mit an. So gibt es im besten Fall ein Komplettset inkl. Objektiv, Stativ und Co. Wird kein Zubehör vom Verkäufer der gebrauchten Kamera angeboten, ist es wichtig, sich vor dem Kauf über das verfügbare Zubehör zu informieren. In der Regel ist das Zubehör des gleichen Herstellers kompatibel. Wichtig zu prüfen ist dann, ob der Hersteller auch weiterhin Kamera-Equipment produziert. So kann sichergestellt werden, dass die günstige gebrauchte Kamera mit dem einen oder anderen Zubehörteil in ihrer Funktionalität noch einmal erweitert werden kann.

 

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Wer bereits weiß, dass die Fotoliebe von langer sein wird, könnte sich dann auch nach einem Fotodrucker umsehen, der die traumhaften Motive auf Papier bringt.