Warum stehen Foldables bei Smartphone-Herstellern im Fokus?

Warum stehen Foldables bei Smartphone-Herstellern im Fokus?

Viele verbinden mit Klapphandys die gute alte Zeit. Die neuen Foldables, die jetzt auf den Markt kommen, haben mit Motorola Razr und Co. allerdings eher wenig zu tun. Neue Foldable Phones sind technologische Wunderwerke, die genauso funktionieren wie jedes andere Smartphone – nur eben irgendwie besser.

Doch woher kommt der Hype um die Foldables eigentlich? Und warum entscheiden sich immer mehr Hersteller dafür, in die Entwicklung der faltbaren Smartphones zu investieren?

Smartphones: die kleinen Alleskönner

Smartphones dürfen heutzutage in fast keiner Tasche mehr fehlen. Die Zahl der Menschen weltweit, die ein Smartphone besitzen, steigt stetig an. Laut Angaben von Bitkom hatten in Deutschland im Jahr 2019 bereits über 75 % der Bevölkerung ein smartes Handy – jetzt sind es bereits weit über 80 %. Und auch die mobile Datenübertragung wächst. Im Jahr 2019 betrug das in Deutschland verbrauchte Datenvolumen 2,8 Milliarden Gigabyte, 2020 wuchs es auf rund 3,5 Milliarden Gb an.

 

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Die veränderten Ansprüche können heute ganz einfach erfüllt werden. Wer ein Handy-Abo abschließt, entscheidet meist selbst, wie hoch das Datenvolumen sein soll. Zudem entscheidet der Nutzer, ob er Telefongespräche und Textnachrichten im Abo haben möchte oder nicht. So ist für jeden Nutzer etwas dabei – für die Internet-Vielnutzer und für die, die nur mobile Daten brauchen, um unterwegs einmal kurz eine WhatsApp zu schreiben.

Die Vorteile von Foldables

Smartphones: die kleinen AlleskönnerFoldables bringen einige Vorteile mit sich. Viele Menschen finden die Klappfunktion äußerst praktisch: Das große Display ist so besser geschützt, wenn man das Smartphone in seine Tasche wirft. Kratzer können so verringert werden.

Des Weiteren erlaubt die Fold-Funktion den Einbau einer viel größeren Screen-Fläche mit einer gleichbleibenden Größe des Geräts. Klappt man so ein gefaltetes Handy auseinander, ergibt sich schließlich die doppelte Fläche der Handygröße.

Das macht zum Beispiel das Streamen von Filmen zu einem viel angenehmeren Erlebnis. OLED-Screens sorgen dafür, dass das der Bildschirm auch nach häufigem Falten noch perfekt funktioniert.

Neu und konkurrenzlos?

Neu und konkurrenzlos?Ein wichtiger Punkt, warum Smartphone-Hersteller sich in die Entwicklung von Foldables stürzen: es ist ein neues Thema. Wer jetzt einen Vorsprung ausbauen kann, könnte damit eine ganze Kundengruppe für sich gewinnen. Schließlich gibt es noch nicht ganz so viele Player, die in dem Bereich mitmischen. Trifft man tatsächlich einmal auf einen Foldable-Nutzer, so ist das Gerät fast immer vom Marktführer Samsung.

Wie auch allgemein bei Smartphones, scheint Samsung bis jetzt auch was Foldables angeht ganz klar an der Spitze zu stehen. Die Galaxy Z Flip- und Fold-Modelle sind bis jetzt zwar keine Kassenschlager, verkaufen sich im Sektor Klapp-Smartphone allerdings am besten. Auch von Huawei, Motorola und anderen Anbietern gibt es bereits Foldables und die Entwicklung neuer Modelle läuft auf Hochtouren. Besonders der chinesische Hersteller Vivo scheint in dem Segment aufholen zu wollen.

Foldables – der neue Trend?

Foldables könnten sich in Zukunft weiter auf dem Markt etablieren. Schließlich sind sie praktisch, weil eben zusammenfaltbar. Um auch für die breite Masse zugänglich zu werden, muss sich jedoch dringend etwas beim Preis tun. Die Foldables von Samsung kosten bis jetzt weit über 1.000 Euro – nicht unbedingt ein Preis, den viele Menschen für ein Smartphone ausgeben möchten.

Für einige bringen Foldable Smartphones außerdem ein gewisses Retro-Feeling. Schließlich ist die Erfindung eines zusammenklappbaren Handys nicht neu: Wer erinnert sich nicht an das Motorola Razr oder das Samsung GT E1150. Einige davon sind sogar heute noch auf dem Markt zu finden, gebraucht natürlich.