Kindergeld, Mindestlohn, Minijob, Grundsicherung – viele Änderungen, die seit dem 1. Januar 2026 gelten, betreffen direkt das Portemonnaie. Ein Überblick über all das, was im neuen Jahr auf Sie zukommt, und ob Sie von den Neuerungen finanziell profitieren oder den Gürtel enger schnallen müssen.
Eltern können sich laut Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2026 über mehr Kindergeld freuen, allerdings ist der Anstieg um vier Euro auf 259 Euro pro Kind moderat. Wer stattdessen den Kinderfreibetrag nutzt, hat ebenfalls mehr Netto übrig, denn dieser wurde um 156 Euro angehoben und liegt nun bei 6.828 Euro für Verheiratete. Der Betreuungsfreibetrag bleibt hingegen unverändert bei 2.928 Euro pro Ehepaar.
Auch Geringverdienende dürfen 2026 mit mehr Geld rechnen: Der gesetzliche Mindestlohn steigt von aktuell 12,82 Euro brutto pro Stunde auf 13,90 Euro. Auch die Verdienstgrenze für Minijobber wurde angehoben, von 556 auf 603 Euro pro Monat.
Auch Ruheständler werden im Laufe des Jahre 2026 von einer erneuten Erhöhung ihrer Bezüge profitieren. Wie hoch diese genau ausfällt, ist noch unklar, Schätzungen gehen von einem Plus von rund 3,7 Prozent aus. Der genaue Wert wird erst im Frühjahr festgelegt. 2025 betrug die Rentenerhöhung 3,74 Prozent.
Bereits beschlossen ist die neue Aktivrente, wonach Ruheständler nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters mit 67 Jahren bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei bei einer nichtselbstständigen Arbeit verdienen können.
Über die bereits erwähnten Änderungen hinaus werden die Bürger in Deutschland noch durch weitere Neuregelungen entlastet. Dazu gehören:
Die Experten des Finanzdienstleisters tecis haben in einem Faktencheck die wichtigsten Änderungen in finanzieller Hinsicht übersichtlich zusammengetragen und zeigen auf, wer mögliche finanzielle Vorteile für sich nutzen kann. Laut tecis wird beispielsweise auch der Strom im Jahr 2026 günstiger, da die Netzentgelte um 16 Prozent sinken. Und durch die Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer profitieren viele Menschen, die zur Arbeit pendeln müssen.
Zudem ist Mobilität in 2026 teurer. Wer das Deutschlandticket nutzt, muss mehr Geld berappen: Die Bahnfahrtkarte kostet jetzt 63 statt 58 Euro im Monat. An der Tankstelle beeinflusst die nächste Stufe der CO2-Abgabe die Kraftstoffpreise, ebenso stieg der CO2-Preis für Heizöl und -gas.