Seit dem 13. Oktober 2026 steht bei Netflix die neue deutsche Miniserie „Die Falle“ bereit, ein Psychothriller um eine Schriftstellerin, die dem mutmaßlichen Mörder ihrer Schwester eine Falle stellen will, mit sich selbst als Köder. Hinter der Serie steht das Team von „Liebes Kind“, in der Besetzung finden sich unter anderem Matthias Brandt und Josephine Thiesen. Spoiler-Hinweis: Dieser Artikel verrät nichts über die Auflösung der Handlung.
Eckdaten zur Serie
Alle sechs Folgen der Miniserie stehen seit dem Start gleichzeitig zur Verfügung, ihr könnt sie also am Stück schauen, ähnlich wie bei der Carrie-Serie auf Prime Video, bei der ebenfalls alle Folgen auf einmal erschienen. Die Folgen dauern laut Netflix zwischen 43 und 52 Minuten, zusammen sind das rund fünf Stunden (4 Stunden und 51 Minuten).
| Merkmal | Angabe |
| Streaming-Start | 13. Oktober 2026 bei Netflix |
| Folgen | 6, alle gleichzeitig verfügbar |
| Genre | Psychothriller, Miniserie |
| Altersfreigabe | ab 12 Jahren |
| Vorlage | Roman „Die Falle“ von Melanie Raabe (2015) |
| Regie und Drehbuch | Isabel Kleefeld |
| Musik | Volker Bertelmann |
| Dreh | Düsseldorf und Köln |
| Abo | ab 6,99 Euro im Monat mit Werbung, laut Netflix-Seite |
Die Falle Cast: Wer spielt welche Rolle?
Die Besetzung von „Die Falle“ auf Netflix umfasst zehn Namen. Die beiden Hauptrollen spielen Friederike Becht als Schriftstellerin Lisa Konrad und Hans Löw als Journalist Robert Lenzen. Die Falle Netflix Besetzung auf einen Blick:
| Darsteller | Rolle |
| Friederike Becht | Lisa Konrad |
| Hans Löw | Robert Lenzen |
| Matthias Brandt | Verleger Norbert Rudow |
| Anna Schudt | Literaturagentin Pia |
| Josephine Thiesen | Anna, Lisas ermordete Schwester |
| Miriam Ohlmeyer | junge Lisa beziehungsweise Sophie in der Romanebene |
| Malaya Stern Takeda | Assistentin Yuma |
| Ursula Strauss | Therapeutin |
| Michael Klammer, Sesede Terziyan | weitere Rollen |
Friederike Becht als Lisa Konrad
Die Hauptfigur der Serie, die traumatisierte Bestsellerautorin Lisa Konrad, spielt Friederike Becht mit großer Intensität, wie „Digital Fernsehen“ lobt, und lässt die Zerbrechlichkeit der Figur spürbar werden. Laut „Prisma“ bringt sie dieselbe körperliche und emotionale Kraft mit wie im Trinkerdrama „Im Rausch“, in dem ebenfalls Hans Löw mitspielte.
Hans Löw als Robert Lenzen
Als Journalist Robert Lenzen tritt Hans Löw als Lisas Interviewpartner auf und stellt dabei eigene Recherchen an. Mehrere Kritiken beschreiben die Figur als undurchsichtigen Gegenspieler, bei dem man nie sicher ist, ob er die Wahrheit sagt oder sie gerade konstruiert. Löw war schon in „Liebes Kind“ dabei und spielte dort den Kriminalbeamten Gerd Bühling.
Matthias Brandt als Verleger
Lisas Verleger Norbert Rudow, einer der wenigen Menschen mit regelmäßigem Kontakt zu ihr, wird von Matthias Brandt gespielt. Brandt, 1961 in West-Berlin geboren und jüngster Sohn von Willy Brandt, wurde als Münchner Kommissar Hanns von Meuffels im „Polizeiruf 110“ bekannt, den er von 2011 bis 2018 spielte, außerdem war er als August Benda in „Babylon Berlin“ zu sehen. Laut „Digital Fernsehen“ sorgt er für zusätzliche Unsicherheit, auch wenn nicht jede Facette seiner Figur überzeuge.
Josephine Thiesen als Anna
Anna, Lisas ermordete Schwester, wird von Josephine Thiesen gespielt, ihr Tod bildet den Ausgangspunkt der Handlung. Zu sehen ist die Figur vor allem in Rückblenden auf die Tat und die enge Beziehung der Schwestern, von denen die Serie laut „Digital Fernsehen“ zahlreiche nutzt. Die Schauspielerin wurde 1999 in Hamburg geboren und studierte laut ihrem Castingprofil von 2018 bis 2022 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Worum geht es in „Die Falle“?
Im Zentrum steht die Bestsellerautorin Lisa Konrad, die sich seit dem Mord an ihrer Schwester Anna fast zehn Jahre aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und ihr Haus kaum noch verlässt. Als sie im Fernsehen einen Mann zu erkennen glaubt, den sie für den damaligen Täter hält, entwirft sie einen riskanten Plan. Sie will ihn in eine Falle locken und sich selbst als Köder einsetzen.
Die Handlung verbindet laut Berichten drei Ebenen: die Gegenwart, Lisas Erinnerungen und die Geschichte ihres eigenen Romans. Der Journalist Robert Lenzen taucht als ihr Interviewpartner auf, der dabei seinerseits Recherchen anstellt. Laut Serienjunkies verspricht die Serie ein klaustrophobisches Kammerspiel, das auf die psychologische Spannung zwischen Schriftstellerin und Gegenspieler setzt. Wer die Auflösung kennen will, muss die sechs Folgen selbst sehen.
Vom Roman zur Serie
Die Vorlage ist der gleichnamige Debütroman der Thriller-Autorin Melanie Raabe von 2015. Für die Adaption zeichnet Isabel Kleefeld verantwortlich, die Regie führt und als Drehbuchautorin sowie Creative Producerin beteiligt ist. Sie arbeitete bereits bei „Liebes Kind“ für Netflix, mehrere Kreative aus Produktion, Kamera und Schnitt sind erneut dabei. Die Musik stammt vom Oscar-Preisträger Volker Bertelmann, die Kamera führt Martin Langer.
Erste Kritiken: Starke Darsteller, geteilte Meinung zur Erzählung
Die Rezensionen der ersten Tage zeichnen ein gemischtes, aber überwiegend wohlwollendes Bild. Einigkeit herrscht bei der Besetzung: Mehrere Kritiken heben Friederike Becht und Hans Löw als starkes Hauptgespann hervor. Beim Drehbuch gehen die Urteile auseinander.
| Medium | Tenor |
| wunschliste.de / fernsehserien.de | 4,0 von 5 Punkten, „High-End-Dramaserie“ mit konstant hoher Spannung, nicht immer ganz logisch |
| moviepilot.de | Intensiver Psychothriller mit starkem Interview als Höhepunkt, aber nicht durchweg spannend und weniger düster als „Liebes Kind“ |
| Digital Fernsehen | Insgesamt eine starke Psychothriller-Serie, getragen vor allem von Friederike Becht und Miriam Ohlmeyer, die Erzählebenen sind jedoch ambivalent und der Wechsel zeitweise anstrengend |
| Wetterauer Zeitung | Solide Thrillerkost mit zu vielen klischeehaften Krimi-Elementen |
| derwatchdog.de | Fesselt bis zum Ende, die Auflösung enttäuscht jedoch |
Mehrere Besprechungen warnen davor, ein zweites „Liebes Kind“ zu erwarten, die Erzählung sei weniger überraschend und teils überzogen. Wer sich dagegen auf ein Psychoduell mit starken Hauptdarstellern einlässt, wird nach Meinung vieler Kritiker gut unterhalten.
Fazit: Für wen sich „Die Falle“ lohnt
„Die Falle“ eignet sich vor allem für alle, die ein Psychoduell mit starken Hauptdarstellern suchen und rund fünf Stunden an einem Abend oder Wochenende einplanen können. Weniger zufriedenstellen dürfte sie, wer großen Wert auf eine glaubwürdige, logisch aufgebaute Handlung legt, denn genau dort setzen mehrere Kritiken an.