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Nach einem Remis und einer überraschenden Pleite steht für Jürgen Klopp heute schon das dritte Pflichtspiel als Bundestrainer an. Gegner ist Serbien, Schauplatz die Allianz Arena in München, und für den DFB geht es darum, die Nations-League-Saison nicht schon nach zwei Spielen aus dem Ruder laufen zu lassen. Nach den gemischten Eindrücken der ersten beiden Wochen richtet sich der Blick der Öffentlichkeit dabei fast ebenso sehr auf die Tabelle wie auf das Spiel selbst.
Anstoß, Ort und Übertragung
Angepfiffen wird heute, Donnerstag, um 20:45 Uhr in der Allianz Arena in München. Live im Free-TV zeigt das ZDF die Partie, die Übertragung mit „ZDFsportstudio live“ beginnt bereits um 20:15 Uhr. Wer lieber streamt, findet die Partie kostenlos und ohne Abo in der ZDF-Mediathek, parallel dazu überträgt die ARD das Spiel als Audio-Livestream über die Sportschau-App.
Klopps schwieriger Start: Ein Punkt aus zwei Spielen
Der Auftakt unter dem neuen Bundestrainer verlief alles andere als nach Plan. Beim Debüt in Amsterdam rettete die Mannschaft erst spät ein 1:1 gegen die Niederlande, beim Heimdebüt in Augsburg folgte dann der nächste Dämpfer: Mit 0:1 verlor das DFB-Team erstmals überhaupt gegen Griechenland, trotz 75 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Torschüssen. Damit steht Deutschland nach zwei Spielen bei nur einem Punkt und liegt in der Tabelle nur knapp vor dem punktlosen Schlusslicht Serbien.
| Platz | Team | Spiele | Punkte | Tordifferenz |
| 1 | Griechenland | 2 | 6 | +2 |
| 2 | Niederlande | 2 | 4 | +1 |
| 3 | Deutschland | 2 | 1 | −1 |
| 4 | Serbien | 2 | 0 | −2 |
Serbien ohne Vlahović: Wer die deutsche Abwehr fordert
Auch der Gegner kommt denkbar schlecht in Form nach München: Serbien verlor sowohl in Griechenland nach einer 1:0-Führung noch mit 1:2 als auch zu Hause gegen die Niederlande, bei denen Xavi Hernández mit einem Meerdink-Doppelpack seinen ersten Sieg als neuer Nationaltrainer feierte.
Verzichten muss Trainer Veljko Paunović dabei auf seine beiden prominentesten Offensivkräfte: Stürmer Dušan Vlahović sagte wegen einer Wadenverletzung ab, auch Mittelfeldmann Sergej Milinković-Savić fehlt. Gefährlich bleibt Serbien trotzdem, mit Kapitän Dušan Tadić und dem früheren Frankfurter Luka Jović als Optionen von der Bank sowie Filip Kostić, Strahinja Pavlović und Aleksandar Stanković in der Startelf. Paunović setzt dabei auf eine defensive Fünferkette im 5-4-1, die es der jungen deutschen Offensive schwer machen dürfte, Lücken zu finden.
Personal: Urbig-Debüt und eine überwiegend neue Elf
Entsprechend groß ist der Umbruch, den Klopp für das Spiel gegen Serbien vornimmt. Im Tor feiert Jonas Urbig sein Debüt, in der Abwehr ersetzt Malick Thiaw den geschonten Nico Schlotterbeck. Aus dem ersten Aufgebot gegen die Niederlande sind nur sechs Spieler übrig geblieben, die Mannschaft läuft voraussichtlich im 4-2-3-1 auf.
Da Joshua Kimmich nach dem Spiel in Augsburg wie geplant abgereist ist, führt diesmal Florian Wirtz als Kapitän die Mannschaft aufs Feld. Gespielt wird im weißen Heimtrikot von adidas, anders als beim ausverkauften Spiel in Augsburg waren für die Partie in München zum Zeitpunkt der Kaderbekanntgabe noch Tickets im freien Verkauf erhältlich.
Fazit
Nach dem Fehlstart mit nur einem Punkt aus zwei Spielen braucht Klopp gegen Serbien den ersten Sieg seiner Amtszeit, und das mit einer Mannschaft, die in weiten Teilen neu zusammengestellt ist. Immerhin: Mit dem punktlosen Tabellenletzten, der zudem auf Vlahović verzichten muss, bekommt es der DFB nach zwei harten Gegnern nun mit dem auf dem Papier schwächsten Team der Gruppe zu tun.
Richtig eng wird es ohnehin erst drei Tage später, wenn Deutschland in Thessaloniki beim Tabellenführer Griechenland antreten muss, einem Spiel, das über die Chancen aufs Viertelfinale im Frühjahr 2027 mitentscheiden dürfte. Wer die Partie gegen Serbien lieber von zu Hause verfolgt, schaltet um 20:15 Uhr beim ZDF ein.