Der Gesang der Flusskrebse

Der Gesang der Flusskrebse“ erzählt eine Geschichte, die tief in den Marschlandschaften North Carolinas verwurzelt ist. Der Film, ein visuelles Meisterwerk von Olivia Newman, bringt uns die Geschichte der jungen Kya näher. Sie wächst isoliert in den wilden Sümpfen auf und wird zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Ihr Leben, geprägt von Verlust und Einsamkeit, bildet das emotionale Zentrum des Films. Die Marschlandschaften, mit ihrer unberührten Natur und Wildheit, spiegeln Kyas innere Welt wider.

Der Gesang der Flusskrebse [dt./OV]
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Daisy Edgar-Jones, Taylor John Smith, Harris Dickinson (Schauspieler)
  • Olivia Newman (Regisseur) - Reese Witherspoon (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Dieser Film ist mehr als nur eine Erzählung über das Erwachsenwerden. Er ist eine tiefgründige Betrachtung von Liebe, Verlust und Überleben. Kyas Beziehungen zu den wenigen Menschen, die sie in ihr Leben lässt, bieten einen Einblick in ihre komplexe Psyche. Der Film kombiniert gekonnt Romantik, Drama und Spannung. Er vermittelt eine Botschaft von Stärke und Resilienz, die durch die atemberaubende Schönheit der Marschlandschaften unterstrichen wird.

Drehorte, Regie und Besetzung von „Der Gesang der Flusskrebse“

Der Gesang der Flusskrebse„, ein Film aus dem Jahr 2022, fasziniert mit seiner romantischen Handlung. Die Regie übernahm Olivia Newman. Basierend auf Delia Owens‘ gleichnamigem Roman, entstand das Drehbuch unter der Feder von Lucy Alibar. Reese Witherspoon und Lauren Neustadter trugen die Produktionsverantwortung. Mychael Danna komponierte die Musik, und Polly Morgan war für die Kameraarbeit zuständig. Der Schnitt lag in den Händen von Alan Edward Bell. Die Dreharbeiten erstreckten sich von Ende März bis Ende Juni 2021. Sie fanden in New Orleans und Houma, Louisiana, statt.

Der Film glänzt mit einem beeindruckenden Schauspielerensemble. Daisy Edgar-Jones brilliert in der Rolle der Catherine „Kya“ Clark. An ihrer Seite wirken Taylor John Smith als Tate Walker und Harris Dickinson als Chase Andrews. David Strathairn überzeugt als Tom Milton, Kya’s Verteidiger. Michael Hyatt und Sterling Macer Jr. ergänzen das Ensemble als Mabel und James „Jumpin“ Madison. Garret Dillahunt übernimmt die Rolle von Kya’s Vater.

Der Film erhielt bei mehreren renommierten Preisverleihungen Anerkennung. Bei den Critics’ Choice Movie Awards 2023 gab es eine Nominierung für das Beste Lied: „Carolina“ von Taylor Swift. Die London Critics’ Circle Film Awards 2023 nominierten Harris Dickinson als Besten britischen Darsteller. Er erhielt die Nominierung auch für seine Rollen in „See How They Run“ und „Triangle of Sadness“. Bei den MTV Movie & TV Awards 2023 gewann „Carolina“ die Auszeichnung als Bester Song.

Handlung vom Film „Der Gesang der Flusskrebse“

Im Jahr 1952 beobachtet die sechsjährige Kya, wie ihre Mutter ihre Familie verlässt. Ihre Geschwister fliehen ebenfalls vor dem gewalttätigen Vater. Als letzte im Haus, lebt Kya mit ihrem Vater, der das Trinken zeitweise einstellt. Sie lernt Fischen und bewahrt Muscheln und Federn in einem Rucksack auf. Diese malt sie mit Wasserfarben, ein Erbe ihrer Mutter. Eines Tages findet Kya einen Brief ihrer Mutter, den der Vater verbrennt. Nachdem er wieder dem Alkohol verfällt, verlässt er Kya endgültig. Nun allein, überlebt sie durch Gartenarbeit und Handel mit Fisch. Sie findet Unterstützung bei Jumpin‘ und seiner Frau Mabel, die zu engen Freunden werden.

Als Jugendliche erlebt Kya Vorurteile und Spott in Barkley Cove, North Carolina. Sie wird als „Marschmädchen“ verspottet und erfährt Ablehnung in der Schule. Trotzdem freundet sie sich mit Tate Walker an, einem alten Freund ihres Bruders. Tate lehrt sie Lesen und Schreiben und zwischen ihnen entwickelt sich eine romantische Beziehung. Diese endet jedoch, als Tate für das College nach Chapel Hill geht. Er lässt Kya zurück, glaubend, dass sie nicht in seine Welt passt. Kya fühlt sich erneut verlassen und kämpft mit dem Schmerz des Abschieds.

Die zweite Chance

Im Alter von 19 Jahren verwickelt sich Kya in eine Beziehung mit Chase Andrews, dem begehrten Quarterback der Stadt. Obwohl sie zunächst skeptisch ist, glaubt Kya an seine Heiratsversprechen. Diese Hoffnung zerschlägt sich, als sie erfährt, dass Chase sich mit einer anderen verlobt hat. Verletzt und enttäuscht beendet Kya die Beziehung. Währenddessen kehrt Tate zurück und gesteht Kya seine Liebe. Trotz seines Verrats gewährt sie ihm Zutritt zu ihrem Leben. Kyas Bruder Jodie kehrt ebenfalls zurück und teilt mit, dass ihre Mutter an Leukämie gestorben ist. Er rät Kya, Tate eine zweite Chance zu geben.

Nach einer gewalttätigen Konfrontation mit Chase, bei der er Kya angreift, lebt sie in ständiger Angst vor seiner Rache. Ihre Befürchtungen werden real, als Chase in der Nähe ihrer Hütte auftaucht. Kya versteckt sich, um einer weiteren Konfrontation zu entgehen. Sie fühlt sich von der Gemeinschaft isoliert und fürchtet, dass niemand ihr glauben würde, wenn sie den Angriff meldet. In dieser Zeit bietet sich Kya die Gelegenheit, ihren Verleger in Greenville zu treffen. Nach ihrer Rückkehr wird Chase tot aufgefunden. Kya gerät unter Verdacht, doch sie hat ein Alibi.

1970 wird Kya wegen Mordes an Chase vor Gericht gestellt. Ihr Anwalt, Tom Milton, entkräftet die Beweise der Anklage erfolgreich. Kya wird freigesprochen und kehrt nach Hause zurück. Sie versöhnt sich mit Tate und die beiden verbringen den Rest ihres Lebens zusammen in ihrer Hütte. Kya stirbt friedlich im Alter von 64 Jahren. Nach ihrem Tod entdeckt Tate Gedichte und Hinweise, die auf Kyas Beteiligung an Chases Tod hindeuten. Er entscheidet sich, diese Beweise zu vernichten, um ihr Andenken zu schützen. Kya hinterlässt ein komplexes Erbe aus Liebe, Verlust und Überleben.

Filmkritik von „Der Gesang der Flusskrebse“

Der Gesang der Flusskrebse„, inszeniert von Olivia Newman, entführt das Publikum in die abgelegenen Sümpfe von North Carolina der 1960er Jahre. Der Film, basierend auf Delia Owens‘ gleichnamigem Bestseller, spinnt eine packende Erzählung um Kya, die in den Sümpfen aufwächst und einer Mordanklage gegenübersteht. Die Erzählung beginnt mit dem Fund von Chase Andrews‘ Leiche am Fuß eines Feuerwachturms, wobei Kya als Hauptverdächtige ins Visier gerät. Ihre bewegende Geschichte, erzählt in ihrer Gefängniszelle, fügt sich zu einem lebendigen Bild des Marschlebens zusammen. Owens, selbst in abgelegenen Gegenden wie der Kalahari-Wüste und dem Luangwa-Nationalpark lebend, webt geschickt Elemente der Isolation in die Erzählung ein.

Die Charakterzeichnung des Films ist eine seiner Stärken. Kyas Figur, die „schöne Wilde“ aus dem Sumpf, wird als emanzipierte Heldin dargestellt, die ihr einfaches Leben wertschätzt und erforscht. Die Geschichte zeichnet sich durch die Abwesenheit der typischen Heldinnenreise aus. Kyas Welt außerhalb der Sümpfe bleibt eine Randnotiz. Ihre Entwicklung ist geprägt von Selbstbehauptung und dem Mut, sich nicht anzupassen. Die Liebesgeschichte zwischen Kya und Tate Walker, gespielt von Daisy Edgar-Jones und Taylor John Smith, ergänzt die kriminalistische Handlung. Sie ist gut ausbalanciert und verliert sich nicht in Romantik.

Die filmische Umsetzung der Sümpfe und Strände North Carolinas bietet eine visuell ansprechende Kulisse. Sie ergänzt die Geschichte und befriedigt den Wunsch nach Eskapismus. Während manche Aspekte der Handlung an die Grenze zum Kitsch stoßen, überzeugt die Besetzung bis in die Nebenrollen. Der Film bietet eine interessante Mischung aus Liebe und Kriminalfall, was ihn auch für Nicht-Romantikfans attraktiv macht. „Der Gesang der Flusskrebse“ entpuppt sich als sommerlich-süffiges Kinoerlebnis. Es begeistert sowohl Fans des Bestsellers als auch neue Zuschauer.

Letzte Aktualisierung am 23.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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