Der Exorzist: Bekenntnis

Der Exorzist: Bekenntnis“ ist der neueste Horrorfilm von Regisseur David Gordon Green und setzt die berühmte „Exorzist“-Reihe fort. Die Handlung beginnt mit Victor Fielding und seiner schwangeren Frau Sorenne, die ihre Flitterwochen in Haiti verbringen. Ein heftiges Erdbeben erschüttert die Region und Sorenne wird schwer verletzt. Victor steht vor einer tragischen Entscheidung, die sein Leben für immer verändert. Jahre später lebt Victor allein mit seiner Tochter Angela in Georgia. Als Angela und ihre Freundin Katherine nach einer Séance im Wald verschwinden und drei Tage später traumatisiert wieder auftauchen, nehmen die Ereignisse eine düstere Wendung.

Der Exorzist: Bekenntnis
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Lafortune Joseph, Leslie Odom Jr., Gastner Legerme (Schauspieler)
  • David Gordon Green (Regisseur) - Peter Sattler (Autor) - David Robinson (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

Angela und Katherine zeigen merkwürdige Verhaltensweisen, die Victor an seine Grenzen bringen. Er sucht Hilfe bei verschiedenen spirituellen Anlaufstellen, darunter ein katholischer Priester und die bekannte Autorin Chris MacNeil. Die Situation eskaliert weiter, und Victor muss sich mit dem Übernatürlichen auseinandersetzen. Die Mädchen scheinen von einer dunklen Macht beeinflusst zu sein, die niemand verstehen kann. Welche unheimlichen Geheimnisse verbergen sich hinter den seltsamen Ereignissen und kann Victor seine Tochter retten?

Drehorte, Regie und Besetzung von „Der Exorzist: Bekenntnis“

Der Exorzist: Bekenntnis“ (Originaltitel: The Exorcist: Believer) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Regisseur David Gordon Green, der 2023 veröffentlicht wurde. Der Film hat eine Laufzeit von 112 Minuten und eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. In den Hauptrollen sind Leslie Odom Jr. als Victor Fielding, Lidya Jewett als Angela Fielding und Olivia O’Neill als Katherine West zu sehen. Ellen Burstyn kehrt als Chris MacNeil zurück, während Ann Dowd die Rolle der Ann übernimmt. Weitere Darsteller sind Danny McCarthy als Stuart und Jennifer Nettles als Miranda West. Das Drehbuch schrieben David Gordon Green und Peter Sattler, die Produktion übernahmen Jason Blum, James G. Robinson und David Robinson. Amman Abbasi und David Wingo komponierten die Filmmusik, Michael Simmonds führte die Kamera und Tim Alverson schnitt den Film.

Die Dreharbeiten fanden in Savannah, Georgia statt. Am Startwochenende erreichte der Film in den USA Einnahmen von rund 26,5 Millionen US-Dollar, was ihn an die Spitze der US-Kino-Charts brachte. International spielte der Film rund 44 Millionen US-Dollar ein und konnte so seine Produktionskosten wieder einspielen. In Deutschland belegte „Der Exorzist: Bekenntnis“ mit etwa 80.000 Kinobesuchern den fünften Platz der Charts. Insgesamt belaufen sich die weltweiten Einnahmen auf 136,2 Millionen US-Dollar. Der Film ist der Auftakt einer geplanten Sequel-Trilogie, wobei die Fortsetzung „The Exorcist: Deceiver“ ursprünglich für 2025 angekündigt war, jedoch aufgrund schlechter Kritiken verschoben wurde.

Handlung vom Film „Der Exorzist: Bekenntnis“

In Haiti erleben der Fotograf Victor Fielding und seine schwangere Frau Sorenne auf ihrer Hochzeitsreise einen massiven Erdbeben. Dabei wird Sorenne schwer verletzt und die Sanitäter stellen Victor vor die Wahl, entweder seine Frau oder das ungeborene Kind zu retten. Dreizehn Jahre später hat Victor, seit dem Tod von Sorenne, seinen Glauben an Gott verloren und zieht seine Tochter Angela alleine in Georgia groß. Nach der Schule geht Angela mit ihrer besten Freundin Katherine in den Wald, um bei einer Séance ihre verstorbene Mutter zu kontaktieren. Die Mädchen verschwinden und es beginnt eine dreitägige Suchaktion.

Am dritten Tag werden Angela und Katherine in einer Scheune gefunden. Obwohl sie traumatisiert sind, wirken sie relativ normal und haben lediglich Verbrennungen an den Füßen. Am nächsten Tag attackiert Angela ihren Vater Victor und bekommt Krämpfe. Gleichzeitig hat Katherine während eines Gottesdienstes einen Ausbruch. Victor bringt Angela ins Krankenhaus, wo die Nachbarin und Krankenschwester Ann sich um sie kümmert. Katherines Mutter Miranda vermutet, dass die Mädchen in die Hölle gereist sind und einen Dämon mitgebracht haben.

Schockierendes Ritual

Die Zustände der Mädchen verschlechtern sich weiter. Ann ist überzeugt, dass Angela besessen ist, nachdem diese intime Details aus Anns Vergangenheit enthüllt hat. Ann gibt Victor ein Buch von Chris MacNeil, die ähnliche Erlebnisse mit ihrer Tochter Regan hatte. Chris hat ihr Leben der Erforschung von Exorzismen gewidmet und ist weltweit bekannt. Victor trifft sich mit Chris, die Angela besucht. Bei einem Ritual sticht Katherine Chris mit einem Kreuz in die Augen und blendet sie.

Victor, Miranda, Ann und Katherines Vater Tony bitten die Kirche um einen Exorzismus. Chris rät Victor, Methoden aus verschiedenen Kulturen zu verwenden. Sie holen Hilfe von Pater Maddox, Pastor Don Revans, Prediger Stuart und Heilerin Dr. Beehibe. Die katholische Diözese verbietet Maddox jedoch die Teilnahme. Während des Exorzismus müssen Victor und Miranda entscheiden, welches der Mädchen leben darf. Victor betet das Vaterunser, um seine Tochter zu retten, während Tony Katherine wählt. Katherine wird vom Dämon in die Hölle gezogen, während Angela überlebt. Nach dem Ereignis kehrt Angela zur Schule zurück, Miranda und Tony trauern und Victor besucht Sorenne’s Grab. Chris wird im Krankenhaus mit ihrer Tochter Regan wiedervereint.

Filmkritik von „Der Exorzist: Bekenntnis“

Der Exorzist: Bekenntnis„, der jüngste Versuch, das vertraute Horror-Franchise neu zu beleben, zeigt sowohl Mut als auch Fehltritte in seiner Ausführung. David Gordon Green, bekannt für seine genreübergreifenden Arbeiten, bringt zunächst frischen Wind in die Serie. Die Einführung tiefgründiger Charakterbeziehungen und authentischer Schauplätze, wie die von Erdbeben gezeichneten Gebiete Haitis, verspricht eine neuartige Perspektive. Jedoch wirkt dieser Ansatz nur so lange bereichernd, bis der Film in die übernatürlichen Gefilde abdriftet. Dann nämlich verliert sich die Geschichte in vorhersehbaren Wendungen und lässt den Zuschauer eher kalt, wo er doch schockieren sollte.

Die größte Enttäuschung ist jedoch der zentrale Exorzismus selbst, der Höhepunkt jedes Films dieser Reihe. Trotz Green’s Bestrebungen, die Filmhandlung von den starren Dogmen des Katholizismus zu lösen und damit einen kritischen Unterton gegenüber dem Original einzubringen, mangelt es an der notwendigen dramatischen Intensität. Die Entscheidung, eine Gruppe von Laien-Exorzisten einzuführen und auf traditionelle kirchliche Rituale zu verzichten, mag innovativ klingen, doch führt sie zu einem unspektakulären Finale, das weder überrascht noch langfristig im Gedächtnis bleibt. Dieses Mal geht das Rezept, das bei „Halloween“ noch aufging, leider nicht auf, und lässt Fans und Kritiker gleichermaßen unbefriedigt zurück.

Letzte Aktualisierung am 24.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API